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Mutterschafts- und Vaterschaftsrechner (EO)

Kurz beantwortet: Die Erwerbsersatzordnung zahlt 80 % des Lohns, höchstens CHF 220 pro Tag – für Mütter 14 Wochen (98 Taggelder), für Väter und den anderen Elternteil 2 Wochen (14 Taggelder). Bei CHF 6’000 Monatslohn sind das CHF 15’680 Mutterschaftsentschädigung; ab rund CHF 8’250 Lohn greift der Höchstbetrag.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Mutterschafts- und Vaterschaftsrechner
TaggeldCHF 160.00
Anzahl Taggelder98
Entschädigung total (brutto)CHF 15’680
Lohnausfall gegenüber 100 %CHF 3’920

80 % des Lohns, höchstens CHF 220 pro Tag. Viele Arbeitgeber zahlen mehr – der Arbeitsvertrag oder GAV geht vor.

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So rechnet die EO

Kurz: Taggeld = Monatslohn ÷ 30 × 80 %, höchstens CHF 220. Bei CHF 6’000 Lohn sind das CHF 160 pro Tag, über 98 Tage CHF 15’680. Gegenüber dem vollen Lohn fehlen damit rund CHF 3’920 – sofern der Arbeitgeber nicht aufstockt.

Wer mehr als CHF 8’250 verdient, erhält immer den Höchstbetrag. Bei CHF 9’000 Lohn sind es CHF 21’560, die Lücke zum Lohn wächst auf CHF 7’840.

  • 80 % des durchschnittlichen Lohns vor der Geburt
  • Höchstens CHF 220 pro Tag
  • Mutterschaft: 98 Taggelder, Vaterschaft: 14 Taggelder

Tabelle: Entschädigung nach Lohn

MonatslohnTaggeldMutterschaft (98 T.)Vaterschaft (14 T.)
CHF 4’000CHF 107CHF 10’454CHF 1’493
CHF 6’000CHF 160CHF 15’680CHF 2’240
CHF 8’250CHF 220CHF 21’560CHF 3’080
CHF 10’000CHF 220CHF 21’560CHF 3’080

Ein Vater mit CHF 7’000 Lohn erhält CHF 2’613 für zwei Wochen. Die Vaterschaftsentschädigung kann innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt am Stück oder tageweise bezogen werden.

Voraussetzungen

Anspruch hat, wer in den neun Monaten vor der Geburt AHV-versichert war, davon mindestens fünf Monate erwerbstätig, und bei der Geburt angestellt oder selbstständig ist. Auch Arbeitslose mit Taggeldanspruch sind berechtigt. Die Mutterschaftsentschädigung endet vorzeitig, wenn die Mutter die Erwerbstätigkeit wieder aufnimmt.

Den Antrag stellt in der Regel der Arbeitgeber bei der Ausgleichskasse. Selbstständige melden sich direkt bei ihrer Ausgleichskasse.

Was das fürs Familienbudget heisst

Die grösste Lücke entsteht oft nicht während des Mutterschaftsurlaubs, sondern danach – wenn ein Elternteil das Pensum reduziert und die Kita dazukommt. Wer das künftige Budget vor der Geburt mit dem neuen Einkommen rechnet, erlebt keine Überraschung.

Viele Arbeitgeber zahlen über die EO hinaus 100 % des Lohns oder verlängern den Urlaub. Ein Blick in den Arbeitsvertrag oder den GAV lohnt sich, bevor du mit der gesetzlichen Mindestleistung planst.

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Häufige Fragen aus der Praxis

Was gilt bei Teilzeit? Massgebend ist der tatsächliche Lohn vor der Geburt; wer 60 Prozent arbeitet, erhält 80 Prozent dieses Teilzeitlohns. Bei unregelmässigem Einkommen, etwa im Stundenlohn, wird der Durchschnitt der letzten Monate berechnet. Bonuszahlungen und der 13. Monatslohn fliessen anteilig ein, wenn sie AHV-pflichtig sind.

Was gilt bei zwei Arbeitgebern? Die Löhne werden zusammengezählt, der Höchstbetrag gilt für die Summe. Und wer während der Schwangerschaft arbeitslos wird, behält den Anspruch, sofern Arbeitslosentaggelder bezogen werden oder die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.

Wann wird ausbezahlt? In der Regel über den Arbeitgeber mit der normalen Lohnzahlung, nachdem die Ausgleichskasse den Antrag geprüft hat. Bei Selbstständigen zahlt die Ausgleichskasse direkt – oft erst nach einigen Wochen. Ein Notgroschen überbrückt diese Zeit.

Vom Richtwert zur Budgetposition

Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.

Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.

Häufige Fragen

Wie viel Mutterschaftsgeld bekomme ich?+

80 % des Lohns, höchstens CHF 220 pro Tag, während 98 Tagen. Bei CHF 6’000 Lohn sind das CHF 15’680.

Wie viel Vaterschaftsurlaub gibt es?+

2 Wochen bzw. 14 Taggelder zu 80 % des Lohns, zu beziehen innerhalb von sechs Monaten nach der Geburt.

Ab welchem Lohn gibt es den Höchstbetrag?+

Ab rund CHF 8’250 pro Monat. Darüber bleibt das Taggeld bei CHF 220.

Zahlt der Arbeitgeber mehr?+

Häufig ja. Arbeitsvertrag, Personalreglement oder GAV können 100 % Lohn oder einen längeren Urlaub vorsehen. Die EO ist das gesetzliche Minimum.

Ist das EO-Taggeld steuerpflichtig?+

Ja, es ist Erwerbsersatz und wird wie Lohn versteuert. AHV/IV/EO-Beiträge werden ebenfalls abgezogen.

Bekommen Selbstständige Mutterschaftsgeld?+

Ja, wenn sie die Voraussetzungen erfüllen. Massgebend ist das AHV-pflichtige Einkommen; der Antrag geht direkt an die Ausgleichskasse.

Wie mache ich aus einem Richtwert eine Budgetposition?+

Als eigene Zeile mit monatlich reserviertem Betrag. Bei unregelmässigen Posten den Jahresbetrag durch zwölf teilen.

Halt das Ergebnis fest

Eine einmalige Berechnung beantwortet die Frage von heute. Interessant wird es, wenn du in drei Monaten siehst, ob sich etwas bewegt hat.