Alle Kantone nach Prämienhöhe
Kurz: Die Tabelle zeigt die mittleren Monatsprämien über alle Altersklassen, wie sie das BAG am 29. September 2026 publiziert hat – sortiert vom teuersten zum günstigsten Kanton. Ein Klick auf den Kanton führt zu Richtwerten je Altersgruppe, Prämienregionen und der Prämienverbilligung vor Ort.
| Kanton | 2026 | 2027 | Anstieg |
|---|---|---|---|
| Tessin | CHF 501.30 | CHF 519.90 | +CHF 18.60 (+3,7 %) |
| Genf | CHF 487.20 | CHF 508.60 | +CHF 21.30 (+4,4 %) |
| Basel-Stadt | CHF 470.20 | CHF 491.30 | +CHF 21.10 (+4,5 %) |
| Neuenburg | CHF 444.90 | CHF 468.90 | +CHF 24.00 (+5,4 %) |
| Jura | CHF 433.90 | CHF 462.30 | +CHF 28.40 (+6,6 %) |
| Basel-Landschaft | CHF 443.20 | CHF 462.20 | +CHF 19.00 (+4,3 %) |
| Waadt | CHF 439.30 | CHF 454.50 | +CHF 15.20 (+3,5 %) |
| Bern | CHF 398.80 | CHF 420.20 | +CHF 21.40 (+5,4 %) |
| Solothurn | CHF 394.00 | CHF 417.50 | +CHF 23.50 (+6,0 %) |
| Zürich | CHF 382.40 | CHF 404.40 | +CHF 22.00 (+5,8 %) |
| Schaffhausen | CHF 377.10 | CHF 401.20 | +CHF 24.10 (+6,4 %) |
| Aargau | CHF 369.80 | CHF 390.50 | +CHF 20.70 (+5,6 %) |
| Wallis | CHF 369.60 | CHF 390.20 | +CHF 20.60 (+5,6 %) |
| Freiburg | CHF 366.60 | CHF 385.60 | +CHF 19.00 (+5,2 %) |
| Glarus | CHF 354.30 | CHF 365.00 | +CHF 10.70 (+3,0 %) |
| Thurgau | CHF 347.30 | CHF 364.60 | +CHF 17.30 (+5,0 %) |
| Graubünden | CHF 345.60 | CHF 360.30 | +CHF 14.70 (+4,3 %) |
| St. Gallen | CHF 341.30 | CHF 358.40 | +CHF 17.20 (+5,0 %) |
| Schwyz | CHF 338.80 | CHF 355.00 | +CHF 16.20 (+4,8 %) |
| Luzern | CHF 339.20 | CHF 354.30 | +CHF 15.10 (+4,4 %) |
| Appenzell Ausserrhoden | CHF 340.70 | CHF 354.30 | +CHF 13.60 (+4,0 %) |
| Nidwalden | CHF 322.80 | CHF 339.90 | +CHF 17.10 (+5,3 %) |
| Obwalden | CHF 314.10 | CHF 327.40 | +CHF 13.20 (+4,2 %) |
| Uri | CHF 303.60 | CHF 317.40 | +CHF 13.70 (+4,5 %) |
| Appenzell Innerrhoden | CHF 269.50 | CHF 285.50 | +CHF 15.90 (+5,9 %) |
| Zug | CHF 264.60 | CHF 276.20 | +CHF 11.60 (+4,4 %) |
Schweiz gesamt: CHF 392.36 im Jahr 2026, CHF 412.06 im Jahr 2027 (+5,0 %).
Wo die Prämien am stärksten steigen
Prämienhöhe und Anstieg sind zwei verschiedene Grössen. Die fünf Kantone mit dem grössten prozentualen Anstieg sind Jura (+6,6 %), Schaffhausen (+6,4 %), Solothurn (+6,0 %), Appenzell Innerrhoden (+5,9 %), Zürich (+5,8 %). Am wenigsten steigen Glarus (+3,0 %), Waadt (+3,5 %), Tessin (+3,7 %), Appenzell Ausserrhoden (+4,0 %), Obwalden (+4,2 %).
Ein tiefer Anstieg in einem teuren Kanton kann in Franken trotzdem mehr ausmachen als ein hoher Anstieg in einem günstigen: Im Kanton Tessin sind es +CHF 18.60 pro Monat, im Kanton Zug +CHF 11.60. Für dein Budget zählt der Frankenbetrag, für die Einordnung der Prozentwert.
Warum die Kantone so unterschiedlich sind
Jede Kasse muss ihre Prämien so festsetzen, dass sie die erwarteten Kosten in jedem einzelnen Kanton deckt. Kantone mit vielen Spitälern, häufigen Arztbesuchen und höheren kantonalen Tarifen haben deshalb höhere Prämien – die Leistungen der Grundversicherung sind trotzdem überall dieselben.
Dazu kommen Sondereffekte. Zug übernimmt 2026 und 2027 befristet fast den gesamten Kantonsanteil an den stationären Spitalkosten und hat deshalb die tiefste Prämie. Grössere Kantone sind zudem in bis zu drei Prämienregionen eingeteilt; insgesamt gibt es 42 Regionen. In 11 Kantonen hängt die Prämie deshalb auch von der Wohngemeinde ab.
Was das Kantonsmittel nicht zeigt
Das Mittel umfasst Kinder, junge Erwachsene und Erwachsene, alle Franchisen und Modelle. Erwachsene zahlen schweizweit im Mittel CHF 487.60, junge Erwachsene CHF 338.80, Kinder CHF 128.10. Wer eine hohe Franchise und ein Telmed-Modell hat, liegt oft deutlich unter dem Kantonsmittel; wer die ordentliche Franchise und freie Arztwahl hat, darüber.
Für den eigenen Entscheid zählt deshalb nur der Vergleich mit identischer Franchise, identischem Modell und identischer Unfalldeckung auf priminfo.ch – dort sind alle genehmigten Prämien aller Kassen nach Postleitzahl abrufbar, ohne Vermittler.
Bis wann du handeln musst
Die Kündigung der Grundversicherung muss bis zum 30. November bei der Kasse eingetroffen sein, in allen Kantonen gleich. Franchise senken: ebenfalls bis zum 30. November; Franchise erhöhen oder Modell bei der eigenen Kasse wechseln: meist bis zum 31. Dezember.
Die neue Prämie gehört ab Januar ins Budget. Die Prämienrunde 2027 im Überblick erklärt die Gründe für den Anstieg, Prämienverbilligung beantragen die Entlastung bei tiefen Einkommen.
