Was kostet das Leben als Single?
Kurz: Ein Einpersonenhaushalt in der Schweiz hat je nach Region und Lebensstil monatliche Gesamtausgaben von rund CHF 3'500 bis 5'000. Die grössten Blöcke sind Wohnen und Krankenkasse – zwei Fixkosten, die zusammen oft die Hälfte des Budgets ausmachen.
Eine typische Aufschlüsselung hilft, das eigene Budget einzuordnen:
- Miete inkl. Nebenkosten: CHF 1'200–1'900
- Krankenkasse: CHF 300–500
- Lebensmittel: CHF 400–600
- ÖV / Mobilität: CHF 70–250
- Versicherungen, Telefon, Internet: CHF 150–300
- Freizeit, Auswärts essen, Shopping: CHF 400–800
So nutzt du diese Richtwerte
Die Zahlen sind ein Ausgangspunkt, kein Urteil. Vergleiche deine tatsächlichen Ausgaben Posten für Posten mit diesen Bandbreiten – dort, wo du deutlich darüber liegst, steckt dein grösstes Sparpotenzial. Oft ist es nicht der Kaffee, sondern ein zu grosser Fixkostenblock.
Setz diese Richtgrösse in BudgetHub direkt in ein Budget um – als eigene Kategorie mit Zielwert. So siehst du jeden Monat in 10 Minuten, ob du im Rahmen bleibst. Kostenlos, ohne Bankverbindung. Wenn du in eine WG oder erste eigene Wohnung ziehst, hilft dir Budget für die erste eigene Wohnung und WG beim Aufteilen der Fixkosten.
Wie belastbar diese Zahl ist
Es handelt sich um eine Bandbreite, nicht um einen Zielwert. Wer darüber oder darunter liegt, macht nichts falsch – entscheidend ist, ob das eigene Budget insgesamt aufgeht und ob der Posten bewusst gewählt ist.
Die grössten Abweichungen entstehen durch Wohnregion, Haushaltsgrösse und persönliche Prioritäten. Wer in Zürich wohnt, liegt bei den meisten Posten am oberen Rand; in ländlichen Regionen ist der untere realistisch – bei der Miete können das für dieselbe Wohnungsgrösse CHF 800 im Monat Unterschied sein.
Warum Singles überproportional zahlen
Miete, Krankenkasse, Strom und Grundgebühren fallen pro Haushalt beziehungsweise pro Person an und lassen sich nicht teilen. Ein Einpersonenhaushalt trägt damit fast dieselben Fixkosten wie ein Zweipersonenhaushalt.
Nur die variablen Kosten skalieren: Lebensmittel, Mobilität, Freizeit. Deshalb liegt der Pro-Kopf-Aufwand eines Singles typischerweise 30 bis 40 Prozent über dem einer Person in einem Zweipersonenhaushalt.
Wo der grösste Hebel liegt
Beim Wohnen. Zwischen einer Einzimmerwohnung im Zentrum und einer Zweizimmerwohnung in der Agglomeration liegen schnell CHF 500 im Monat – mehr, als sich durch jede Sparmassnahme im Alltag erreichen lässt.
Danach folgt die Krankenkasse mit mehreren hundert Franken Jahresdifferenz bei identischen Leistungen. Beide Hebel wirken einmalig entschieden und danach jeden Monat weiter.
Was den Wert nach oben treibt
Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.
Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.
