Richtwerte pro Person
Kurz: Die Haushaltsbudgeterhebung des Bundesamts für Statistik weist für Bekleidung und Schuhe einen kleinen einstelligen Prozentanteil der Haushaltsausgaben aus. Umgerechnet auf Personen ergeben sich die Richtwerte unten. Sie gelten für normale Alltags- und Arbeitskleidung, nicht für Berufskleidung, die der Arbeitgeber stellt.
| Person | pro Monat | pro Jahr |
|---|---|---|
| Erwachsene, sparsam | CHF 80 | CHF 960 |
| Erwachsene, durchschnittlich | CHF 115 | CHF 1’380 |
| Erwachsene, grosszügig | CHF 150 | CHF 1’800 |
| Kind | CHF 50–CHF 100 | CHF 600–CHF 1’200 |
Kinder wachsen schnell, dafür lässt sich viel weitergeben oder secondhand kaufen. Bei Teenagern steigt der Betrag oft über die Richtwerte – ein Kleiderbudget, das sie selbst verwalten, ist dann ein gutes Lernfeld.
Warum ein Kleiderkonto besser funktioniert als ein Monatsbetrag
Wer einen festen Betrag pro Monat auf ein separates Konto oder eine Kategorie überweist, hat beim Winterjacken-Kauf das Geld bereits beisammen. Ohne Konto wird derselbe Kauf zur Überziehung des Monatsbudgets – und das Gefühl, «zu viel» für Kleider auszugeben, entsteht, obwohl der Jahresbetrag im Rahmen liegt.
Der zweite Vorteil: Was im Frühling übrig bleibt, steht im Herbst zur Verfügung. Das Konto gleicht die Saisons aus.
- Fester Monatsbetrag auf ein Kleiderkonto
- Grosse Käufe aus dem Konto, nicht aus dem Monat
- Jahresbetrag statt Monatsbetrag beurteilen
Wo das Kleiderbudget unbemerkt wächst
Die grössten Treiber sind nicht die geplanten Käufe, sondern Online-Bestellungen nebenbei, Rabattaktionen und Retouren, die nie zurückgeschickt werden. Wer drei Monate lang alle Kleiderausgaben aufschreibt, kennt seinen echten Betrag – er liegt oft deutlich über der Schätzung.
Hilfreich sind einfache Regeln: eine Wunschliste statt Spontankauf, 48 Stunden warten bei allem über CHF 100, und für jedes neue Teil eines aussortieren. Wer die Regeln eine Saison lang durchhält, merkt meist, wie wenig ihm fehlt.
Sparen ohne schlechter angezogen zu sein
Qualität vor Menge zahlt sich bei Schuhen und Jacken aus: Ein Paar, das fünf Jahre hält, ist günstiger als drei Paare für je zwei Jahre. Secondhand-Plattformen und Kleidertauschbörsen senken die Kosten bei Kinderkleidern und Markenstücken deutlich. Und Ausverkauf lohnt sich nur für Dinge, die ohnehin auf der Liste stehen.
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Was den Wert nach oben treibt
Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.
Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.
