Richtwerte pro Person
Kurz: Die Haushaltsbudgeterhebung des Bundes zeigt, dass Unterhaltung, Erholung und Kultur sowie Restaurant- und Hotelbesuche zusammen einen der grössten variablen Ausgabenblöcke bilden. Für eine Einzelperson ergeben sich daraus etwa folgende Richtwerte:
| Bereich | pro Monat |
|---|---|
| Essen auswärts & Take-away | CHF 150 |
| Hobbys & Sport | CHF 120 |
| Kultur (Kino, Konzerte, Museen) | CHF 50 |
| Ausgang (Bar, Club, Events) | CHF 80 |
| Total | CHF 400 |
Ferien sind hier nicht enthalten – sie gehören besser auf ein eigenes Sparkonto. Abos wie Fitness oder Streaming stehen in der Fixkostenliste, weil sie jeden Monat gleich viel kosten.
Fünf bis zehn Prozent: die Faustregel
Bei CHF 5’000 Nettoeinkommen entsprechen fünf bis zehn Prozent CHF 250 bis CHF 500 pro Monat. Wer weniger verdient oder eine hohe Miete hat, liegt eher am unteren Rand; wer mit einem Partner die Fixkosten teilt, kann mehr einplanen.
Die 50-30-20-Regel ordnet Freizeit den «Wünschen» zu, die zusammen dreissig Prozent ausmachen dürfen – inklusive Kleidung, Ferien und Hobbys. Das ist eine Obergrenze, kein Ziel.
- 5–10 % des Nettoeinkommens als Orientierung
- Ferien separat ansparen
- Fixe Freizeitabos in die Fixkosten
- Ein Betrag, der ehrlich ist, hält länger
Wo das Freizeitbudget leckt
Die grössten Lecks sind kleine Beträge: Kaffee unterwegs, Take-away am Mittag, spontane Drinks, Lieferdienste am Abend. Einzeln unauffällig, zusammen schnell ein dreistelliger Monatsbetrag. Mit TWINT und Karte bezahlt, fehlt zudem das Gefühl für die Summe.
Ein einfacher Test: einen Monat lang alle Freizeitausgaben erfassen, ohne etwas zu ändern. Danach entscheiden, was es wert war – und den Betrag für den nächsten Monat bewusst festlegen. Meist zeigt sich: Einige Ausgaben waren jeden Franken wert, andere hat man kaum bemerkt.
Günstiger, ohne weniger zu erleben
Viele Städte bieten Kulturlegi, Museumspässe oder vergünstigte Tickets; Sportvereine sind meist deutlich günstiger als kommerzielle Anbieter. Einladen statt auswärts essen, Mittagessen mitnehmen, Ausgang auf einen fixen Abend legen – das senkt den Betrag, ohne dass die Freizeit verschwindet.
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Was den Wert nach oben treibt
Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.
Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.
