Die drei Zinsarten, die leicht verwechselt werden
Die Begriffe klingen ähnlich und bedeuten Gegensätzliches:
- Vergütungszins: Was der Kanton dir für Vorauszahlungen gutschreibt.
- Ausgleichszins: Verrechnung zwischen Akontozahlungen und definitiver Steuer, in beide Richtungen möglich.
- Verzugszins: Was du bei verspäteter Zahlung schuldest – regelmässig deutlich höher als der Vergütungszins.
Die Rechnung
Vergleiche den kantonalen Vergütungszins mit dem, was dein Sparkonto abwirft. Ist er höher, lohnt sich die Vorauszahlung – das Geld ist ohnehin für die Steuern reserviert, also entsteht kein Nachteil aus der Bindung.
Die Sätze werden jährlich festgelegt und unterscheiden sich zwischen den Kantonen erheblich; einzelne verzichten ganz auf einen Vergütungszins. Die Kantone regeln Höhe und Bedingungen eigenständig — massgebend ist immer die Wegleitung deines Kantons.
Was du beachten musst
Zu viel Vorausgezahltes wird zurückerstattet, allerdings erst nach der Veranlagung – das kann mehr als ein Jahr dauern. Wer knapp kalkuliert, sollte deshalb nicht mehr vorauszahlen, als die Steuer voraussichtlich ausmacht.
Und die wichtigere Grenze: Vorauszahlen ist nur sinnvoll, wenn Notgroschen und laufende Verpflichtungen gedeckt sind. Geld beim Steueramt ist gebundenes Geld – es steht bei einem Engpass nicht zur Verfügung.
In BudgetHub entsteht dein Steuerdossier übers Jahr statt im Januar: Belege ablegen, Abzüge sammeln, Fristen im Blick. Sieh dir den Bereich «Steuern» an.
Wie viel Aufwand nötig ist
Zehn Minuten pro Woche für die Erfassung und zwanzig Minuten am Monatsende für den Abgleich. Mehr Aufwand führt erfahrungsgemäss zum Abbruch, weniger zu Daten ohne Erkenntnis.
Der Monatsabgleich ist dabei der Teil, der wirkt. Wer nur erfasst und nie auswertet, hat Aufwand ohne Ertrag – das ist der häufigste Grund für Abbrüche nach sechs Wochen.
Warum Kategorien zusammengehören
Zehn bis fünfzehn Kategorien sind das Optimum. Weniger verdeckt, wo das Geld hingeht; mehr macht die Zuordnung zur Last – und ein Budget, das Aufwand macht, wird nach zwei Monaten liegen gelassen.
Kategorien mit unter CHF 30 im Monat gehören zusammengelegt, solche über zwanzig Prozent des Budgets aufgeteilt. «Freizeit» mit CHF 600 sagt wenig; «Restaurant» und «Hobby» getrennt zeigen, wo der Betrag entsteht.
Der 13. Monatslohn im Jahresbudget
Wer mit zwölf gleichen Monatslöhnen rechnet, hat elf zu knappe Monate und einen scheinbar üppigen November. Sauber ist die Jahressicht: Jahreseinkommen durch zwölf.
Der 13. ist kein Bonus, sondern aufgeschobener Lohn – und er wird voll besteuert. Von CHF 6'000 brutto bleiben je nach Situation CHF 3'500 bis 4'500.
