Was im Raiffeisen-Export steht
Kurz: Von den 6 Spalten brauchst du für ein Haushaltsbuch nur drei Angaben – Datum, Buchungstext und Betrag. Die übrigen Spalten (Saldo, Referenzen, Valuta) helfen beim Kontrollieren, gehören aber nicht in die Budgetrechnung.
| Angabe | Spalte im Export | Inhalt |
|---|---|---|
| Datum | Spalte 2 | «Booked At» |
| Buchungstext | Spalte 3 | «Text» |
| Betrag | Spalte 4 | «Credit/Debit Amount», mit Vorzeichen |
Die vollständige Kopfzeile lautet: IBAN · Booked At · Text · Credit/Debit Amount · Balance · Valuta Date. Massgebend für die Zuordnung zu Kategorien ist Spalte 3 – dort stehen Händler, Auftraggeber oder Zahlungszweck.
CSV richtig öffnen statt doppelklicken
Ein Doppelklick auf die Datei ist der häufigste Fehler. Excel liest die CSV-Datei dann mit den Standard-Datenformaten deines Computers. Passt das Trennzeichen Semikolon (;) nicht zu diesen Einstellungen, steht jede Zeile in einer einzigen Spalte; Daten wie «2027-01-31» und Beträge mit Apostroph wie «1'180.00» werden je nach Einstellung als Text gelesen und fehlen danach in jeder Summe.
Zuverlässig ist der Weg über «Daten › Aus Text/CSV»: Trennzeichen Semikolon (;) wählen, in der Vorschau prüfen, ob Datum und Betrag in eigenen Spalten stehen, und die Datumsspalte mit dem Gebietsschema «Deutsch (Schweiz)» als Datum einlesen. Enthält «Booked At» neben dem Datum eine Uhrzeit, liest du die Spalte als Datum/Uhrzeit ein und wandelst sie danach in ein reines Datum um.
Englische Spaltenköpfe und das Datum mit Uhrzeit
Auch im deutschsprachigen E-Banking heissen die Spalten «Booked At», «Text», «Credit/Debit Amount», «Balance» und «Valuta Date». Das ist kein Fehler, macht aber Vorlagen unbrauchbar, die nach deutschen Spaltennamen suchen. Ordne die Spalten deshalb nach ihrer Position zu, nicht nach dem Namen.
Steht im Feld «Booked At» ein Datum im Format JJJJ-MM-TT, oft mit Uhrzeit, erkennt Excel es nicht immer als Datum. Mit =DATWERT(LINKS(B2;10)) holst du das reine Datum heraus, sofern die Zelle Text enthält; im Import-Dialog setzt du den Typ der Spalte besser gleich auf «Datum».
Mehrere Konten in einer Datei trennen
Die erste Spalte enthält die IBAN. Das ist praktisch, wenn du Privat- und Sparkonto zusammen exportierst: Mit einem Filter auf die IBAN trennst du die Konten sauber, statt zwei Dateien zu pflegen. Für das Budget zählt in der Regel nur das Konto, über das die laufenden Ausgaben gehen.
Weil der Betrag ein Vorzeichen trägt, ist die Summe einfach: Die Spalte «Credit/Debit Amount» lässt sich direkt summieren. Achte nur darauf, dass Excel die Werte als Zahl erkannt hat – eine schnelle Probe ist die Summe in der Statusleiste beim Markieren der Spalte.
Von der Bankzeile zur Budgetkategorie
Ein Kontoauszug ist noch kein Budget. Jede Zeile braucht eine Kategorie, und manche Zeilen sind gar keine Ausgabe: Überträge zwischen Raiffeisen-Privatkonto und Sparkonto erscheinen in beiden IBANs, einmal mit Minus und einmal mit Plus; dazu kommen Kreditkartenabrechnung und TWINT-Aufladungen. Wer solche Umbuchungen als Ausgabe zählt, rechnet sein Budget doppelt.
Für die Zuordnung reichen Stichwortregeln auf dem Buchungstext: steht «Migros» oder «Coop» darin, ist es Lebensmittel; «Serafe» ist die Radio-TV-Abgabe; «CSS Kranken» die Grundversicherung. Wenn du Exporte mit überlappendem Zeitraum einfügst, prüfe Dubletten über Datum, Betrag und Text, bevor du summierst.
Die Abkürzung: Bankvorlage im Haushaltsbuch oder Import in der App
Im Haushaltsbuch für Excel ist Raiffeisen als Bankvorlage «Raiffeisen (E-Banking CSV)» hinterlegt. Im Blatt «Bankexport» wählst du die Vorlage und fügst den Export ab Spalte T ein – bereits in Spalten verteilt oder als ganze Zeilen. Datum, Betrag und Text werden unabhängig von der Spracheinstellung deines Excel gelesen; die bereiten Zeilen kopierst du danach ins Blatt «Import», wo über 400 Schweizer Händlerregeln die Kategorien setzen und Dubletten markiert werden. Weicht dein Export ab, passt du die Spaltennummer im Blatt «Bankvorlagen» an. Preis: einmalig CHF 49, ohne Abo, ohne Makros.
Lieber ohne Tabelle? Ja. Der CSV-Import der BudgetHub-App hat eine Vorlage für Raiffeisen und liest den Betrag mit Vorzeichen. Die BudgetHub-App braucht dafür keine Bankverbindung: Du lädst die Datei selbst hoch, die Zugangsdaten zum E-Banking bleiben bei dir.
Datenschutz: den Auszug nicht in fremde Konverter laden
Ein Kontoauszug verrät Lohn, Arztbesuche, Apotheke, Spenden und Wohnort. Lade den Raiffeisen-Export deshalb nicht in einen Online-Konverter oder Chatbot hoch, nur um ihn in Spalten zu bringen – oft ist unklar, wo die Daten verarbeitet und wie lange sie gespeichert werden. Excel erledigt die Umwandlung lokal auf deinem Gerät.
