Was im Kantonalbank-Export steht
Kurz: Von den 6 Spalten brauchst du für ein Haushaltsbuch nur drei Angaben – Datum, Buchungstext und Betrag. Die übrigen Spalten (Saldo, Referenzen, Valuta) helfen beim Kontrollieren, gehören aber nicht in die Budgetrechnung.
| Angabe | Spalte im Export | Inhalt |
|---|---|---|
| Datum | Spalte 1 | «Buchungsdatum» |
| Buchungstext | Spalte 3 | «Buchungstext» |
| Betrag | Spalten 4 und 5 | «Belastung» und «Gutschrift» |
Die vollständige Kopfzeile lautet: Buchungsdatum · Valuta · Buchungstext · Belastung · Gutschrift · Saldo. Massgebend für die Zuordnung zu Kategorien ist Spalte 3 – dort stehen Händler, Auftraggeber oder Zahlungszweck.
CSV richtig öffnen statt doppelklicken
Ein Doppelklick auf die Datei ist der häufigste Fehler. Excel liest die CSV-Datei dann mit den Standard-Datenformaten deines Computers. Passt das Trennzeichen Semikolon (;) nicht zu diesen Einstellungen, steht jede Zeile in einer einzigen Spalte; Daten wie «08.02.2027» und Beträge mit Apostroph wie «1'180.00» werden je nach Einstellung als Text gelesen und fehlen danach in jeder Summe.
Zuverlässig ist der Weg über «Daten › Aus Text/CSV»: Trennzeichen Semikolon (;) wählen, in der Vorschau prüfen, ob Datum und Betrag in eigenen Spalten stehen, und die Datumsspalte mit dem Gebietsschema «Deutsch (Schweiz)» als Datum einlesen. Ob deine Kantonalbank dieses Format liefert, siehst du an der Kopfzeile: Buchungsdatum, Valuta, Buchungstext, Belastung, Gutschrift, Saldo.
Ein Format für viele Banken
Mehrere Kantonalbanken nutzen dieselbe Kernbanken-Software und liefern deshalb Exporte mit gleicher Struktur: sechs Spalten, Belastung und Gutschrift getrennt, Saldo am Ende. Für dich heisst das: Eine einmal gebaute Importtabelle funktioniert auch nach einem Bankwechsel innerhalb dieser Gruppe weiter.
Bei Kantonalbanken in der Romandie heissen die Spalten oft französisch, etwa «Débit» und «Crédit». Inhaltlich ist es dasselbe Muster. Ordne die Spalten nach Position zu oder lege dir eine eigene Vorlage mit den französischen Köpfen an.
Buchungsdatum oder Valuta?
Das Buchungsdatum zeigt, wann die Bank die Zahlung verbucht hat, die Valuta, ab wann sie zinswirksam ist. Für Lohn und Daueraufträge liegen beide oft am selben Tag; bei Kartenzahlungen und Einzahlungen können ein bis drei Tage dazwischen liegen. Fürs Budget nimmst du das Buchungsdatum.
Die Saldo-Spalte erlaubt eine einfache Vollständigkeitsprobe: Erster Saldo plus Summe aller Gutschriften minus Summe aller Belastungen muss den letzten Saldo ergeben. Stimmt die Rechnung, fehlt keine Zeile.
Von der Bankzeile zur Budgetkategorie
Ein Kontoauszug ist noch kein Budget. Jede Zeile braucht eine Kategorie, und manche Zeilen sind gar keine Ausgabe: Überträge zwischen Konten derselben Kantonalbank, die Kreditkartenabrechnung und TWINT-Aufladungen sind interne Verschiebungen. Wer solche Umbuchungen als Ausgabe zählt, rechnet sein Budget doppelt.
Für die Zuordnung reichen Stichwortregeln auf dem Buchungstext: steht «Migros» oder «Coop» darin, ist es Lebensmittel; «Serafe» ist die Radio-TV-Abgabe; «CSS Kranken» die Grundversicherung. Wenn du Exporte mit überlappendem Zeitraum einfügst, prüfe Dubletten über Datum, Betrag und Text, bevor du summierst.
Die Abkürzung: Bankvorlage im Haushaltsbuch oder Import in der App
Im Haushaltsbuch für Excel ist Kantonalbank als Bankvorlage «Kantonalbank (Finnova-Export)» hinterlegt. Im Blatt «Bankexport» wählst du die Vorlage und fügst den Export ab Spalte T ein – bereits in Spalten verteilt oder als ganze Zeilen. Datum, Betrag und Text werden unabhängig von der Spracheinstellung deines Excel gelesen; die bereiten Zeilen kopierst du danach ins Blatt «Import», wo über 400 Schweizer Händlerregeln die Kategorien setzen und Dubletten markiert werden. Weicht dein Export ab, passt du die Spaltennummer im Blatt «Bankvorlagen» an. Preis: einmalig CHF 49, ohne Abo, ohne Makros.
Lieber ohne Tabelle? Ja. Die BudgetHub-App hat eine Vorlage für die BEKB; Exporte anderer Kantonalbanken liest die automatische Spaltenerkennung – passt sie nicht, ordnest du die Spalten einmal von Hand zu. Die BudgetHub-App braucht dafür keine Bankverbindung: Du lädst die Datei selbst hoch, die Zugangsdaten zum E-Banking bleiben bei dir.
Datenschutz: den Auszug nicht in fremde Konverter laden
Ein Kontoauszug verrät Lohn, Arztbesuche, Apotheke, Spenden und Wohnort. Lade den Kantonalbank-Export deshalb nicht in einen Online-Konverter oder Chatbot hoch, nur um ihn in Spalten zu bringen – oft ist unklar, wo die Daten verarbeitet und wie lange sie gespeichert werden. Excel erledigt die Umwandlung lokal auf deinem Gerät.
