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Haushaltsbuch & Excel

Kategorien in Excel automatisch zuordnen: Regeln

Kurz beantwortet: Kategorien ordnest du in Excel mit einer Stichwortliste zu – steht «CSS Kranken» im Buchungstext, ist es die Grundversicherung, bei Erwachsenen 2027 im Mittel CHF 487.60 im Monat. Entscheidend sind zwei Dinge: die Reihenfolge der Regeln (spezifisch vor allgemein) und Teilwort-Fallen, etwa «OBI» in «Mobiliar».

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Das Prinzip: Stichwort → Kategorie

Kurz: Du legst eine Tabelle mit zwei Spalten an – Stichwort und Kategorie. Für jede Buchung sucht eine Formel das erste Stichwort, das im Buchungstext vorkommt, und übernimmt dessen Kategorie. Steht kein Stichwort im Text, bleibt die Buchung «nicht zugeordnet» und wartet auf eine Entscheidung von dir.

Die Formel dafür: =WENNFEHLER(INDEX(Kategorie;VERGLEICH(WAHR;ISTZAHL(SUCHEN(Stichwort;B2));0));"Nicht zugeordnet"). SUCHEN unterscheidet nicht zwischen Gross- und Kleinschreibung. In Excel 2016 und 2019 bestätigst du sie als Matrixformel mit Ctrl+Shift+Enter, in Microsoft 365 funktioniert sie direkt.

Reihenfolge: spezifisch vor allgemein

Die Formel nimmt das ERSTE passende Stichwort. Steht «Coop» vor «Coop Vitality», landet jede Apothekenrechnung bei den Lebensmitteln. Dasselbe gilt für «Uber» vor «Uber Eats» oder «Manor» vor «Manor Food». Lange, spezifische Stichworte gehören deshalb nach oben, kurze und allgemeine nach unten.

Eine einfache Kontrolle: Sortiere die Regeln nach der Länge des Stichworts absteigend. Das löst die meisten Reihenfolge-Probleme auf einen Schlag, ohne dass du jede Regel einzeln prüfen musst.

Teilwort-Fallen

SUCHEN findet ein Stichwort auch mitten in einem Wort. «OBI» steckt in «Mobiliar», «Eni» in «Senior», «Depot» in «Mietzinsdepot» und «Verwaltung» in «Steuerverwaltung». Die Versicherungsprämie der Mobiliar würde so zum Baumarkteinkauf.

  • Kurze Stichworte mit Leerzeichen ergänzen: «OBI » statt «OBI»
  • Längere Varianten verwenden: «OBI Baumarkt»
  • Nach dem ersten Import alle Treffer kurzer Stichworte einmal von Hand prüfen

Wie viele Regeln es braucht

Erstaunlich wenige decken viel ab. Die zehn häufigsten Händler – Detailhändler, Krankenkasse, Telecom, ÖV, Tankstelle – erklären bei vielen Haushalten mehr als die Hälfte der Buchungen. Mit 50 bis 100 Regeln sind meist über 80 Prozent zugeordnet; der Rest sind Einzelfälle, die du einmal von Hand setzt und bei Wiederholung als neue Regel aufnimmst.

Pflege die Liste nebenbei: Jedes Mal, wenn du eine Buchung von Hand zuordnest, die wiederkommen wird, wird daraus eine Regel. Nach zwei, drei Monaten ist der Import fast vollständig automatisch.

Regeln für Einnahmen und Umbuchungen

Regeln braucht es nicht nur für Ausgaben. Lohn, Kinderzulage, Rente und Rückerstattungen der Krankenkasse lassen sich ebenso über Stichworte erkennen – der Name des Arbeitgebers, «Ausgleichskasse» oder der Name der Krankenkasse mit dem Zusatz «Rückerstattung». Achte auch hier auf die Reihenfolge: «Kinderzulage Ausgleichskasse» darf nicht als AHV-Rente erkannt werden, nur weil «Ausgleichskasse» im Text steht.

Besonders wertvoll sind Regeln für Umbuchungen: Kartenabrechnungen (Viseca, Swisscard, Cornercard), Bargeldbezüge (Bancomat, Geldautomat) und TWINT-Aufladungen. Sie verhindern, dass solche Zeilen als Ausgabe zählen, und sind der grösste Hebel für ein Budget, das stimmt.

Fertig: über 400 Schweizer Händlerregeln

Das Haushaltsbuch für Excel bringt über 400 Regeln für Schweizer Händler, Versicherer, Ämter und Abos mit – geprüft auf genau diese Fallen; spezifische Regeln haben Vorrang vor allgemeinen. Eigene Regeln ergänzt du im Blatt «Regeln». Einmalig CHF 49, ohne Makros.

Die BudgetHub-App ordnet beim Import ebenfalls automatisch zu; für wiederkehrende Händler legst du eigene Regeln an.

Häufige Fragen

Wie ordne ich Kategorien in Excel automatisch zu?+

Mit einer Stichwortliste und INDEX/VERGLEICH über ISTZAHL(SUCHEN()). Die Formel nimmt das erste Stichwort, das im Buchungstext vorkommt, und übernimmt dessen Kategorie.

Warum landet eine Apothekenrechnung bei den Lebensmitteln?+

Weil «Coop» vor «Coop Vitality» steht und die Formel das erste Stichwort nimmt. Spezifische Stichworte gehören vor allgemeine – am einfachsten nach Länge sortieren.

Was sind Teilwort-Fallen?+

Kurze Stichworte, die in anderen Wörtern stecken: «OBI» in «Mobiliar», «Eni» in «Senior». Ein Leerzeichen oder eine längere Variante des Stichworts verhindert Fehltreffer.

Funktioniert die Formel in Excel 2016?+

Ja, als Matrixformel mit Ctrl+Shift+Enter bestätigt. In Microsoft 365 funktioniert sie dank dynamischer Arrays direkt mit Enter.

Wie viele Regeln braucht ein Haushaltsbuch?+

Für den Anfang 50 bis 100. Damit sind bei vielen Haushalten über 80 Prozent der Buchungen zugeordnet; den Rest setzt du von Hand und nimmst Wiederholungen als Regel auf.

Unterscheidet SUCHEN Gross- und Kleinschreibung?+

Nein, SUCHEN ignoriert sie – «migros» findet auch «MIGROS BADEN». Wer Gross- und Kleinschreibung unterscheiden will, nimmt FINDEN statt SUCHEN.

Wie erkenne ich Lohn und Zulagen automatisch?+

Über den Namen des Arbeitgebers bzw. der Ausgleichskasse im Buchungstext. Achte auf die Reihenfolge, damit eine Kinderzulage nicht als AHV-Rente erkannt wird, nur weil beide von der Ausgleichskasse kommen.

Was mache ich mit Buchungen ohne Treffer?+

Sie bleiben «nicht zugeordnet», bis du entscheidest. Ordne sie von Hand zu und nimm wiederkehrende Händler als neue Regel auf – so sinkt der Anteil von Monat zu Monat.

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