Woher Dubletten kommen
Kurz: Fast immer aus einem von drei Gründen. Erstens überlappende Exporte – der Auszug vom 1. bis 31. März und danach einer vom 25. März bis 25. April. Zweitens doppelte Erfassung: Du trägst den Wocheneinkauf abends von Hand ein, und zwei Wochen später kommt er mit dem Bankexport noch einmal. Drittens Kreditkarten, deren Einzelposten und Sammelbelastung beide im Budget landen.
Das Ergebnis sieht harmlos aus und ist teuer: Die Ausgaben wirken höher, als sie sind, die Sparquote tiefer – und wer daraufhin spart, wo es nicht nötig ist, verliert das Vertrauen in die eigenen Zahlen.
Das Prüfkriterium: Datum, Betrag, Text
Eine Zeile ist ein Dublettenkandidat, wenn eine andere Zeile dasselbe Datum, denselben Betrag und denselben oder einen sehr ähnlichen Buchungstext hat. In Excel zählt =ZÄHLENWENNS(Datum;A2;Betrag;C2;Text;B2), wie oft diese Kombination vorkommt; alles über 1 verdient einen Blick.
Genauer ist die laufende Zählung: =ZÄHLENWENNS($A$2:A2;A2;$C$2:C2;C2;$B$2:B2;B2) nummeriert gleiche Zeilen der Reihe nach. Die erste bekommt 1, die zweite 2. Filterst du auf Werte grösser als 1, siehst du genau die überzähligen Zeilen, und das Original bleibt stehen.
Wann eine Dublette keine ist
Zwei Kaffees zu CHF 4.80 am selben Morgen, zwei identische Parkgebühren oder zwei gleiche Monatsraten an verschiedene Personen sind echte, getrennte Ausgaben. Eine automatische Löschung würde sie wegnehmen. Deshalb markiert man Dubletten nur und entscheidet von Hand.
Ein guter Anhaltspunkt ist die Quelle: Stehen beide Zeilen im selben Bankexport, sind es meist zwei echte Zahlungen – die Bank listet nichts doppelt. Stammt eine Zeile aus dem Export und die andere aus der Handerfassung oder einem älteren Export, ist es sehr wahrscheinlich eine Dublette.
So vermeidest du Dubletten von Anfang an
Die einfachste Regel: Exportiere immer ganze Kalendermonate, jeweils nach Monatsende, und notiere dir, bis zu welchem Datum du importiert hast. Wer zusätzlich von Hand erfasst, sollte es nur für Bargeld tun – alles, was über die Bank läuft, kommt sowieso mit dem Export.
- Ganze Monate exportieren, nie überlappend
- Handerfassung nur für Bargeld
- Kreditkarten-Sammelbelastung als Umbuchung führen
- Nach dem Import den Kontostand abgleichen
Ähnlich, aber nicht gleich: unscharfe Dubletten
Nicht jede Dublette ist buchstabengleich. Dieselbe Zahlung kann im Bankexport «MIGROS BADEN» heissen und in deiner Handerfassung «Migros Wocheneinkauf»; das Buchungsdatum der Bank liegt oft ein bis zwei Tage nach dem Kaufdatum. Eine strenge Prüfung auf Datum, Betrag und Text findet solche Paare nicht.
Hilfreich ist eine zweite, lockerere Prüfung: gleicher Betrag innerhalb von drei Tagen, unabhängig vom Text. =ZÄHLENWENNS(Betrag;C2;Datum;">="&A2-3;Datum;"<="&A2+3) liefert Kandidaten, die du kurz ansiehst. Bei Beträgen mit Rappen ist ein Treffer fast immer echt, bei runden Beträgen wie CHF 50 oft Zufall.
Automatisch geprüft: Dubletten im Haushaltsbuch
Das Haushaltsbuch für Excel prüft beim Import jede Zeile gegen die bereits erfassten Buchungen und gegen die übrigen Importzeilen. Dubletten werden markiert und nicht mitgezählt; du entscheidest, ob es wirklich eine ist. Eine der 13 eingebauten Prüfungen meldet zusätzlich, wenn die Kreditkarte doppelt zählt. Einmalig CHF 49.
In der BudgetHub-App gleicht der Import Dubletten schon vor dem Speichern ab: Zeilen, die es im Haushalt bereits gibt, werden angezeigt und übersprungen.
