Warum der Januar so teuer ist
Kurz: Der Dezember gibt aus, der Januar bezahlt. Geschenke, Festessen und Ausflüge laufen über die Kreditkarte und erscheinen erst auf der Januarabrechnung. Gleichzeitig verschicken viele Versicherer, Strassenverkehrsämter und Vereine ihre Jahresrechnungen auf Anfang Jahr, und in vielen Kantonen ist die erste Steuerrate fällig.
Dazu kommt die neue Krankenkassenprämie 2027, im Mittel 5,0 % höher als im Vorjahr. Wer den 13. Monatslohn im Dezember ausgegeben hat, spürt die Lücke doppelt.
Ein typischer Januar in Zahlen
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Kreditkartenabrechnung Dezember (Geschenke, Festtage) | CHF 900 |
| Radio-TV-Abgabe Serafe (Jahresrechnung) | CHF 312 |
| Erste Steuerrate | CHF 800 |
| Autoversicherung und Verkehrssteuer | CHF 1’100 |
| Mitgliedschaften, Vignette, Jahresabos | CHF 250 |
| Total zusätzlich zum normalen Monat | CHF 3’362 |
Die Beträge sind ein Beispiel für einen Haushalt mit Auto. Ersetze sie durch deine eigenen – die Rechnungen des letzten Januars im Kontoauszug zeigen dir die Grössenordnung.
Wenn es diesen Januar eng wird
Für den laufenden Januar zählt die Reihenfolge. Bezahle zuerst, was Folgen hat, wenn es liegen bleibt:
- Miete, Krankenkasse und Steuerraten – hier drohen Betreibung und Zinsen
- Kreditkarte: den vollen Betrag begleichen, wenn möglich – sonst laufen Zinsen von bis zu 12 %
- Jahresrechnungen: bei Versicherung oder Steuer nach Ratenzahlung fragen, meist kostenlos
- Zwei Wochen Ausgabenstopp für alles Nicht-Nötige – kein Shopping, keine Restaurants
- Notgroschen bewusst einsetzen und den Wiederaufbau ab Februar einplanen
Das nächste Januarloch verhindern
Die einzige dauerhafte Lösung ist eine Rückstellung. Teile die Januarposten durch zwölf und richte ab Februar einen Dauerauftrag auf ein separates Konto ein – im Beispiel CHF 281 pro Monat. Im nächsten Januar liegt das Geld bereit, und die Kreditkarte ist nicht mehr die Überbrückung.
Dasselbe gilt für die Festtage selbst: Wer ab Januar monatlich für Weihnachten zurücklegt, zahlt die Geschenke bar statt auf Kredit. Wie viel das ist, zeigt Weihnachtsbudget.
Den 13. Monatslohn richtig einsetzen
Der 13. Monatslohn kommt meist im Dezember – genau vor dem teuersten Monat. Wer ihn nicht als Bonus, sondern als Januarreserve betrachtet, überbrückt das Loch ohne Kredit. Eine bewährte Aufteilung: ein Teil für die Januarrechnungen, ein Teil für Steuern oder Säule 3a, der Rest frei. Mehr unter 13. Monatslohn clever nutzen.
Was sich 2027 im Januar verändert
Im Januar 2027 ändern sich mehrere Fixkosten gleichzeitig: Die Krankenkassenprämie steigt im Mittel um 5,0 %, die Serafe sinkt auf CHF 312 pro Jahr, und der 3a-Höchstbetrag steigt auf CHF 7’373. Wer die Daueraufträge Anfang Januar an diese Zahlen anpasst, verhindert, dass die Prämienerhöhung still vom Sparen abgeht.
Prüfe ausserdem die Lohnabrechnung: Die Grenzbeträge der Pensionskasse ändern sich, und bei Quellenbesteuerten können neue Tarife gelten. Ein paar Franken Unterschied sind normal, grössere Abweichungen solltest du klären.
Mit BudgetHub durch den Januar
In BudgetHub siehst du geplante Jahresrechnungen schon im Dezember als vorgemerkte Zahlungen und weisst, was im Januar kommt. Die Rückstellung legst du als Sparziel mit Fälligkeit an; der Monatsbetrag rechnet sich selbst aus. So wird der Januar zu einem normalen Monat – nur mit mehr Rechnungen, die bereits bezahlt sind.
