Sparen

Weihnachtsbudget: Festtage ohne Januar-Loch

Kurz beantwortet: Schweizer Haushalte geben für Weihnachten im Schnitt CHF 500 bis 1'000 aus – Geschenke, Essen, Reisen und Dekoration zusammen. Ein Zwölftel davon monatlich zurückgelegt sind CHF 40 bis 85 und machen das Januar-Loch überflüssig.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert November 2025Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Ganzjährig zurücklegen

Wer ab Januar CHF 50.– pro Monat zurücklegt, hat im Dezember CHF 600.– für Geschenke und Festessen – ohne Kreditkarte.

Geschenkliste mit Limit

Lege pro Person ein Budget fest und halte dich daran.

Leg das in BudgetHub als Sparziel mit Zieldatum an – der Monatsbetrag ergibt sich dann von selbst, statt vom Restbudget abzuhängen.

Das ganze Jahr vorsparen

Statt im Dezember das Konto zu strapazieren, legst du ab Januar monatlich zurück: CHF 50 pro Monat ergeben bis Weihnachten CHF 600 – ganz ohne Kreditkartenschock.

Warum der Januar so oft eng wird

Weil die Dezemberausgaben mit der Kreditkartenabrechnung im Januar zusammenfallen – und der Januar ohnehin der Monat mit Steuerraten, Versicherungsprämien und Jahresrechnungen ist. Zwei Kostenspitzen treffen aufeinander.

Die Gegenmassnahme ist eine Rückstellung ab Januar statt eines Sparversuchs ab November. Wer erst im Herbst anfängt, hat zwei Monate Zeit für einen Betrag, der über zwölf Monate unauffällig gewesen wäre.

Die Reihenfolge, die sich bewährt

Zuerst ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben, dann teure Schulden abbauen, dann Vorsorge über die Säule 3a, zuletzt freie Ziele. Wer diese Reihenfolge umdreht, hat gebundenes Geld und trotzdem keinen Puffer.

Der häufigste Fehler ist, in die Säule 3a einzuzahlen, bevor eine Reserve steht. Die nächste unerwartete Ausgabe landet dann auf der Kreditkarte, und deren Zinsen übersteigen den Steuervorteil deutlich.

Was Sparen bei knappem Budget bringt

Auch CHF 50 im Monat sind sinnvoll – nicht wegen des Betrags, sondern wegen der Gewohnheit. Wer sie etabliert, erhöht sie später bei jeder Lohnerhöhung; wer wartet, bis genug übrig bleibt, fängt selten an.

Der Zinseszins wirkt zudem über die Zeit, nicht über die Höhe. Wer mit 25 beginnt und CHF 200 monatlich anlegt, steht mit 65 besser da als jemand, der mit 40 beginnt und CHF 400 einzahlt.

Wohin das Geld je nach Horizont gehört

Unter drei Jahren aufs Sparkonto – dort zählt Verfügbarkeit. Ab fünf bis zehn Jahren wird die Teuerung relevant: Bei 1,5 Prozent verliert Geld in zehn Jahren rund 14 Prozent an Kaufkraft.

Die Säule 3a nimmt eine Sonderstellung ein: Steuerabzug heute, aber gebunden bis fünf Jahre vor dem Referenzalter. Sie ist Vorsorge, kein flexibles Sparen.

Absprachen in der Familie

Wichteln statt für alle zu schenken senkt den Betrag deutlich und nimmt zugleich den Druck. In grösseren Familien ist die Ersparnis pro Person schnell dreistellig.

Der schwierige Teil ist das Ansprechen. Erfahrungsgemäss sind die meisten erleichtert – die Annahme, alle anderen wollten das aufwendige Schenken beibehalten, stimmt selten.

Häufige Fragen

Wie viel fürs Weihnachtsbudget?+

Wunschbudget festlegen und durch zwölf teilen – so sparst du das ganze Jahr entspannt darauf hin.

Wie viel geben Schweizer Haushalte für Weihnachten aus?+

Im Schnitt CHF 500 bis 1'000 für Geschenke, Essen, Reisen und Dekoration – mit grosser Streuung je nach Familiengrösse.

Wie vermeide ich das Januar-Loch?+

Ab Januar monatlich ein Zwölftel des Weihnachtsbudgets zurücklegen. Wer erst im November anfängt, hat zwei Monate für einen Jahresbetrag.

Wie begrenze ich Geschenkausgaben?+

Ein fixer Betrag pro Person, vorher festgelegt und aufgeschrieben. In Familien funktioniert zudem Wichteln – ein Geschenk statt vieler.

Wann soll ich Geschenke kaufen?+

Über das Jahr verteilt statt im Dezember. Das senkt den Zeitdruck, verhindert Panikkäufe und verteilt die Belastung auf mehrere Monate.

Womit fange ich beim Sparen an?+

Mit dem Notgroschen. Erst danach kommen Schuldenabbau, Vorsorge und freie Ziele – wer die Reihenfolge umdreht, hat gebundenes Geld ohne Puffer.

Lohnt sich Sparen mit kleinen Beträgen?+

Ja, wegen der Gewohnheit und der Zeit. Wer mit 25 CHF 200 monatlich anlegt, steht mit 65 besser da als jemand, der mit 40 CHF 400 einzahlt.

Sparkonto oder Anlage?+

Unter drei Jahren Sparkonto, ab fünf bis zehn Jahren lohnt die Frage nach einer Anlage – dann wird die Teuerung zum Hauptfaktor.

Wie reduziere ich Geschenkausgaben in der Familie?+

Mit Wichteln statt Geschenken für alle. In grösseren Familien ist die Ersparnis pro Person schnell dreistellig.

Mach aus dem Ziel einen Betrag pro Monat

Ein Sparziel ohne Monatsbetrag bleibt ein Vorsatz. Mit Zieldatum und automatischer Verfolgung wird daraus eine Zahl, die du entweder triffst oder nicht.