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Haushaltsbuch & Excel

Monatsabschluss im Haushaltsbuch: 20-Minuten-Routine

Kurz beantwortet: Ein Monatsabschluss dauert rund 20 Minuten: Auszüge importieren, Kategorien prüfen, Dubletten und Umbuchungen klären, Kontostände abgleichen, Plan gegen Ist lesen und die Sparquote festhalten. Bei CHF 9’000 Einnahmen und CHF 7’650 Ausgaben liegt sie bei 15 Prozent.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Warum ein fester Termin wirkt

Kurz: Ein Haushaltsbuch scheitert selten an der Methode, sondern an der Regelmässigkeit. Wer jeden Tag erfasst, gibt nach ein paar Wochen auf; wer nie abschliesst, hat nach drei Monaten einen Berg. Ein fester Termin kurz nach Monatsende – etwa am ersten Sonntag – ist der Mittelweg, der durchhält.

Der Abschluss lohnt sich auch inhaltlich: Erst wenn der Monat vollständig ist, sind die Zahlen vergleichbar. Ein halber Monat zeigt immer zu tiefe Ausgaben und verleitet zu falschen Schlüssen.

Die Routine in sieben Schritten

Mit etwas Übung dauert jeder Schritt zwei bis drei Minuten:

  • Kontoauszüge aller Konten für den ganzen Monat exportieren und importieren
  • Nicht zugeordnete Buchungen kategorisieren, wiederkehrende als Regel speichern
  • Dubletten und Umbuchungen (Kreditkarte, Sparkonto, TWINT, Bargeld) prüfen
  • Endsaldo jedes Kontos mit dem E-Banking abgleichen
  • Plan gegen Ist lesen, wiederkehrende Abweichungen notieren
  • Rückstellung für Jahresrechnungen kontrollieren
  • Sparquote und eine Erkenntnis des Monats festhalten

Die Sparquote als Monatszahl

Die Sparquote ist der Anteil der Einnahmen, der nicht ausgegeben wurde: (Einnahmen − Ausgaben) / Einnahmen. Im Beispiel sind es (CHF 9’000 − CHF 7’650) / CHF 9’000 = 15 Prozent. Säule 3a und Sparziele zählen dabei nicht als Ausgabe – sie sind gespart.

Eine einzelne Monatsquote schwankt stark: Monate mit 13. Monatslohn sehen glänzend aus, Monate mit Steuerrechnung düster. Aussagekräftig ist der Durchschnitt über zwölf Monate, und genau dafür braucht es den regelmässigen Abschluss.

Eine Erkenntnis pro Monat

Der wertvollste Teil des Abschlusses ist eine einzige Notiz: Was ist diesen Monat aufgefallen? Etwa, dass das Streaming-Abo doppelt läuft oder die Restaurantausgaben seit drei Monaten steigen. Zwölf solche Notizen im Jahr verändern das Budget mehr als jede Tabelle.

Teile die Notiz mit deinem Partner oder deiner Partnerin, wenn ihr gemeinsam haushaltet. Ein kurzer Monatsblick zu zweit verhindert, dass Geld zum Streitthema wird.

Der Jahresabschluss: zwölf Monate auf einen Blick

Einmal im Jahr, idealerweise im Januar, erweitert sich der Monatsabschluss um einen Jahresblick: Durchschnittliche Ausgaben pro Kategorie, Sparquote über zwölf Monate, Veränderung gegenüber dem Vorjahr. Daraus entsteht das Budget fürs neue Jahr – auf echten Zahlen statt auf Schätzungen.

Gleichzeitig ist der Januar der Moment für Aufräumarbeiten: Kategorien, die nie gebraucht wurden, ausblenden; Regeln für neue Händler ergänzen; Fixkosten und Rückstellungen an neue Beträge anpassen, etwa an die Krankenkassenprämien des neuen Jahres. Wer das jährlich macht, hat ein Haushaltsbuch, das mit dem Leben mitwächst.

Wer gemeinsam haushaltet, teilt den Abschluss: Eine Person importiert und kategorisiert, die andere liest Plan gegen Ist. So bleibt das Wissen über die Finanzen nicht bei einer Person hängen.

Abschluss mit eingebauten Prüfungen

Das Haushaltsbuch für Excel führt mit einem Fortschritt durch die ersten Schritte und zeigt im Blatt «Prüfungen» 13 Hinweise – etwa fehlende Krankenkasse, doppelt zählende Kreditkarte, nicht reichende Rückstellung oder offene, nicht zugeordnete Buchungen. Das Dashboard rechnet Sparquote und «Verfügbar bis Monatsende». Einmalig CHF 49.

Die BudgetHub-App hat einen eigenen Monatsabschluss mit Rückblick und Export.

Häufige Fragen

Wie lange dauert ein Monatsabschluss im Haushaltsbuch?+

Mit etwas Übung rund 20 Minuten: importieren, kategorisieren, Umbuchungen klären, Salden abgleichen, Plan gegen Ist lesen, Rückstellung prüfen, Sparquote notieren.

Wann ist der beste Zeitpunkt für den Monatsabschluss?+

Kurz nach Monatsende, wenn alle Buchungen des Vormonats im E-Banking stehen – etwa am ersten Sonntag. Ein fester Termin hält länger als spontane Sitzungen.

Wie berechne ich die Sparquote?+

(Einnahmen − Ausgaben) / Einnahmen. Bei CHF 9’000 Einnahmen und CHF 7’650 Ausgaben sind es 15 Prozent. Säule 3a und Sparziele zählen nicht als Ausgabe.

Warum schwankt die Sparquote so stark?+

Weil einzelne Monate Sonderposten tragen: 13. Monatslohn, Steuerrechnung, Ferien. Aussagekräftig ist der Durchschnitt über zwölf Monate, nicht der einzelne Monat.

Muss ich jeden Tag Ausgaben erfassen?+

Nein. Wer alle Bankkonten importiert, erfasst täglich höchstens Bargeld. Der Rest kommt beim Monatsabschluss mit dem Export.

Was mache ich mit Buchungen, die ich nicht zuordnen kann?+

Kurz recherchieren (Datum, Betrag, Händler), dann zuordnen oder bewusst als «nicht zugeordnet» lassen. Mehr als ein paar Prozent sollten es nicht sein.

Was ist der wichtigste Schritt im Monatsabschluss?+

Der Saldenabgleich. Stimmt der Endsaldo jedes Kontos mit dem E-Banking überein, sind alle Buchungen vollständig und genau einmal erfasst – erst dann sind die übrigen Zahlen verlässlich.

Lohnt sich der Monatsabschluss auch für Singles?+

Ja, gerade dort. Ohne zweite Person, die nachfragt, ist der feste Termin die einzige Gelegenheit, Muster wie steigende Abos oder Restaurantausgaben rechtzeitig zu bemerken.

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