YNAB: stark, aber international
YNAB ist ausgereift und konsequent zero-based, aber auf den US-Markt zugeschnitten, abo-basiert und ohne Schweizer Spezifika wie Krankenkasse oder Säule 3a.
BudgetHub: Schweiz-nativ & fair
CHF-natives Budgetieren, Schweizer Kategorien, ein dauerhaft kostenloser Plan und BudgetAI – ohne Fremdwährungs-Umweg.
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Zero-Based auf Englisch oder Schweizer Kontext?
YNAB ist der Massstab für die Zero-Based-Methode und für disziplinierte Anwenderinnen exzellent. Es kostet rund CHF 100 im Jahr, ist englischsprachig und in US-Dollar gedacht. Krankenkassenprämie, Serafe und Säule 3a müssen als generische Kategorien nachgebaut werden.
Was BudgetHub kostet
Zum Vergleich die eigenen Zahlen: Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und ohne Kreditkarte nutzbar, die bezahlten Pläne liegen bei CHF 6.90 im Monat oder CHF 69 im Jahr für Einzelpersonen und CHF 11.90 im Monat oder CHF 119 im Jahr für Familien mit gemeinsamen Bereichen.
Beim Wechsel lohnt sich der Vergleich der Jahreskosten, nicht der Monatspreise: Zwischen rund CHF 100 im Jahr und CHF 69 liegen über fünf Jahre CHF 155 – spürbar, aber selten der ausschlaggebende Punkt. Wichtiger ist, ob die Schweizer Posten abgebildet sind, denn die baut man sonst dauerhaft von Hand nach.
Was diese Lösung ausmacht
Der Unterschied liegt in der Methode, nicht in der Oberfläche. Zero-Based verlangt monatliche Zuteilung jedes Frankens; ein kategorienbasierter Ansatz mit Rückstellungen verlangt weniger laufende Pflege, gibt dafür weniger Struktur.
Methode schlägt Funktionsumfang
Budget-Apps unterscheiden sich weniger im Funktionsumfang als in der zugrunde liegenden Methode. Manche folgen dem Zero-Based-Prinzip, bei dem jeder Franken im Voraus zugeteilt wird. Andere arbeiten nachverfolgend: Sie zeigen, was ausgegeben wurde, und vergleichen es mit einem Richtwert.
Diese Wahl entscheidet mehr über den Erfolg als jede Funktionsliste. Wer Struktur braucht, kommt mit Zero-Based weiter; wer sich davon eingeengt fühlt, bricht damit ab und wäre mit einem nachverfolgenden Ansatz drangeblieben. Die durchgehaltene Methode schlägt die theoretisch bessere.
Die Schweizer Prüfpunkte
Vier Punkte, an denen internationale Apps regelmässig scheitern:
- Krankenkassenprämie als eigene Kategorie – sie ist hier ein Fixkostenblock, kein Nebenposten.
- Steuern als Rückstellung, weil sie nicht an der Quelle abgezogen werden.
- Säule 3a als Vorsorge- und nicht als Sparkategorie, wegen der Bindung bis zur Pensionierung.
- Serafe, Nebenkostenabrechnung und der 13. Monatslohn als eigene Positionen.
Wann Zero-Based der bessere Weg ist
Bei unregelmässigem Einkommen und bei Menschen, die klare Regeln brauchen, um dranzubleiben. Die Methode zwingt zur Zuteilung jedes Frankens und macht sichtbar, wenn ein Plan nicht aufgeht.
Sie verlangt dafür monatliche Pflege. Wer diese nicht leisten will, bricht ab – und ein abgebrochenes Zero-Based-Budget ist weniger wert als ein durchgehaltenes kategorienbasiertes.
