Vergleich

BudgetHub vs. YNAB

Die kurze Antwort: YNAB ist der internationale Massstab für die Zero-Based-Methode, aber englischsprachig, in USD gedacht und teuer. BudgetHub bietet den Schweizer Kontext – CHF, lokale Fixkosten, deutschsprachig – zu einem tieferen Preis.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

YNAB: stark, aber international

YNAB ist ausgereift und konsequent zero-based, aber auf den US-Markt zugeschnitten, abo-basiert und ohne Schweizer Spezifika wie Krankenkasse oder Säule 3a.

BudgetHub: Schweiz-nativ & fair

CHF-natives Budgetieren, Schweizer Kategorien, ein dauerhaft kostenloser Plan und BudgetAI – ohne Fremdwährungs-Umweg.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Zero-Based auf Englisch oder Schweizer Kontext?

YNAB ist der Massstab für die Zero-Based-Methode und für disziplinierte Anwenderinnen exzellent. Es kostet rund CHF 100 im Jahr, ist englischsprachig und in US-Dollar gedacht. Krankenkassenprämie, Serafe und Säule 3a müssen als generische Kategorien nachgebaut werden.

Was BudgetHub kostet

Zum Vergleich die eigenen Zahlen: Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und ohne Kreditkarte nutzbar, die bezahlten Pläne liegen bei CHF 6.90 im Monat oder CHF 69 im Jahr für Einzelpersonen und CHF 11.90 im Monat oder CHF 119 im Jahr für Familien mit gemeinsamen Bereichen.

Beim Wechsel lohnt sich der Vergleich der Jahreskosten, nicht der Monatspreise: Zwischen rund CHF 100 im Jahr und CHF 69 liegen über fünf Jahre CHF 155 – spürbar, aber selten der ausschlaggebende Punkt. Wichtiger ist, ob die Schweizer Posten abgebildet sind, denn die baut man sonst dauerhaft von Hand nach.

Was diese Lösung ausmacht

Der Unterschied liegt in der Methode, nicht in der Oberfläche. Zero-Based verlangt monatliche Zuteilung jedes Frankens; ein kategorienbasierter Ansatz mit Rückstellungen verlangt weniger laufende Pflege, gibt dafür weniger Struktur.

Methode schlägt Funktionsumfang

Budget-Apps unterscheiden sich weniger im Funktionsumfang als in der zugrunde liegenden Methode. Manche folgen dem Zero-Based-Prinzip, bei dem jeder Franken im Voraus zugeteilt wird. Andere arbeiten nachverfolgend: Sie zeigen, was ausgegeben wurde, und vergleichen es mit einem Richtwert.

Diese Wahl entscheidet mehr über den Erfolg als jede Funktionsliste. Wer Struktur braucht, kommt mit Zero-Based weiter; wer sich davon eingeengt fühlt, bricht damit ab und wäre mit einem nachverfolgenden Ansatz drangeblieben. Die durchgehaltene Methode schlägt die theoretisch bessere.

Die Schweizer Prüfpunkte

Vier Punkte, an denen internationale Apps regelmässig scheitern:

  • Krankenkassenprämie als eigene Kategorie – sie ist hier ein Fixkostenblock, kein Nebenposten.
  • Steuern als Rückstellung, weil sie nicht an der Quelle abgezogen werden.
  • Säule 3a als Vorsorge- und nicht als Sparkategorie, wegen der Bindung bis zur Pensionierung.
  • Serafe, Nebenkostenabrechnung und der 13. Monatslohn als eigene Positionen.

Wann Zero-Based der bessere Weg ist

Bei unregelmässigem Einkommen und bei Menschen, die klare Regeln brauchen, um dranzubleiben. Die Methode zwingt zur Zuteilung jedes Frankens und macht sichtbar, wenn ein Plan nicht aufgeht.

Sie verlangt dafür monatliche Pflege. Wer diese nicht leisten will, bricht ab – und ein abgebrochenes Zero-Based-Budget ist weniger wert als ein durchgehaltenes kategorienbasiertes.

Häufige Fragen

Kann ich wie bei YNAB jeden Franken zuweisen?+

Ja, BudgetHub unterstützt zero-based Budgetieren ebenso wie 50/30/20 und das Umschlagsystem.

Ist BudgetHub günstiger?+

BudgetHub hat einen dauerhaft kostenlosen Plan; kostenpflichtige Pläne sind in CHF und auf die Schweiz zugeschnitten.

Was kostet YNAB?+

Rund CHF 100 pro Jahr, mit 34 Tagen Testphase. Es ist englischsprachig und ohne Schweizer Kontext.

Funktioniert die Zero-Based-Methode auch in BudgetHub?+

Ja. Zero-Based ist eine Methode, keine Software: Jeder Franken bekommt eine Kategorie, bis nichts unzugeteilt bleibt. Das lässt sich mit Budgets und Rückstellungen abbilden.

Welche Budget-Methode passt zu mir?+

Zero-Based, wenn du Struktur brauchst und jeden Franken zuteilen willst. Nachverfolgend, wenn dich strenge Vorgaben zum Abbruch bringen. Die durchgehaltene Methode schlägt die theoretisch bessere.

Woran erkenne ich eine gute Budget-App?+

Daran, ob sie zu deiner Methode passt, ob sie Schweizer Besonderheiten wie Krankenkasse, Steuern und Säule 3a abbildet, und ob du deine Daten jederzeit exportieren kannst.

Kann ich meine bisherigen Daten mitnehmen?+

In der Regel ja, über einen CSV- oder Excel-Export. Wichtig ist, ihn VOR der Kündigung zu machen – nach der Löschung geben viele Anbieter keine Daten mehr heraus.

Probier es aus, statt weiterzulesen

Eine Budget-App beurteilt man nach zwei Wochen eigener Zahlen zuverlässiger als nach jeder Vergleichstabelle – auch nach dieser.