Vergleich

BudgetHub vs. Neobank-Apps (neon, Yuh)

Die kurze Antwort: Neobank-Apps zeigen die Ausgaben ihres eigenen Kontos – Bargeld, Fremdkonten und Kreditkarten Dritter fehlen im Bild. BudgetHub budgetiert bankenneutral über alle Konten hinweg und bildet so den ganzen Haushalt ab.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Hauptseite zum Thema: Beste Budget-App der Schweiz – dort findest du den vollständigen Überblick.

Neobank-App: an ein Konto gebunden

Die Budgetfunktionen von neon, Yuh & Co. beziehen sich auf das jeweilige Bankkonto. Wer mehrere Konten oder Bargeld hat, sieht nur einen Ausschnitt.

BudgetHub: kontenübergreifend & neutral

BudgetHub bündelt alle Konten, Bargeld und Sparziele an einem Ort – unabhängig von der Bank, mit Hubs für die ganze Familie.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Konto-App oder Haushaltsbudget?

Neobank-Apps bündeln Konto, Karte und einfache Budget-Funktionen elegant. Der Blick endet aber am eigenen Konto: Lohnkonto bei einer anderen Bank, Bargeld und gemeinsame Haushaltskosten fehlen im Bild.

Was BudgetHub kostet

Zum Vergleich die eigenen Zahlen: Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und ohne Kreditkarte nutzbar, die bezahlten Pläne liegen bei CHF 6.90 im Monat oder CHF 69 im Jahr für Einzelpersonen und CHF 11.90 im Monat oder CHF 119 im Jahr für Familien mit gemeinsamen Bereichen.

Beim Wechsel lohnt sich der Vergleich der Jahreskosten, nicht der Monatspreise: Zwischen rund CHF 100 im Jahr und CHF 69 liegen über fünf Jahre CHF 155 – spürbar, aber selten der ausschlaggebende Punkt. Wichtiger ist, ob die Schweizer Posten abgebildet sind, denn die baut man sonst dauerhaft von Hand nach.

Was diese Lösung ausmacht

Neobank-Apps sind bei der Kategorisierung oft gut und beim Vorausplanen schwach. Der Unterschied fällt erst auf, wenn die erste Jahresrechnung kommt – Steuern und Prämien tauchen in einer rückblickenden Übersicht nicht auf, bevor sie bezahlt sind.

Was sich ohne Bankanbindung ändert

Der offensichtliche Unterschied: Buchungen erscheinen nicht automatisch. Der weniger offensichtliche ist der eigentliche Punkt – bei automatischem Import entsteht ein Protokoll der Vergangenheit, bei manueller Erfassung eine Entscheidung im Moment der Ausgabe.

Beides hat seine Berechtigung. Wer nur wissen will, wohin das Geld floss, ist mit Automatik besser bedient. Wer das Ausgabeverhalten verändern will, profitiert von der Reibung: Der Moment des Erfassens ist der Moment, in dem man die Ausgabe bewusst wahrnimmt.

Der dritte Unterschied ist Datenschutz. Eine Bankanbindung bedeutet vollständigen Lesezugriff auf alle Transaktionen durch einen Drittanbieter – wer damit nicht einverstanden ist, hat ohne Verknüpfung schlicht keine Alternative.

Wie du deine Daten mitnimmst

Vor dem Wechsel lohnt ein Export der bisherigen Daten – die meisten Apps bieten CSV oder Excel an. Wer das versäumt und das alte Konto löscht, verliert den Verlauf endgültig; einige Anbieter geben Daten nach der Kündigung nicht mehr heraus.

Praktisch reicht meist der Export der letzten zwölf Monate. Er genügt, um Durchschnittswerte pro Kategorie zu bilden, und diese Werte sind die brauchbare Grundlage für das neue Budget – nicht der vollständige Verlauf über Jahre.

Was eine rückblickende Übersicht nicht leistet

Steuern, Krankenkassenfranchise und Nebenkostenabrechnung sind künftige Verpflichtungen. In einer Ansicht, die vergangene Buchungen kategorisiert, tauchen sie erst auf, wenn sie bezahlt sind – also zu spät für die Planung.

Genau das ist der Unterschied zwischen Übersicht und Budget. Die eine erklärt den letzten Monat, das andere sichert den nächsten.

Häufige Fragen

Ersetzt BudgetHub meine Banking-App?+

Nein, es ergänzt sie: Die Banking-App fürs Bezahlen, BudgetHub für das kontenübergreifende Budget und die Planung.

Reicht die Neobank-App als Budget?+

Für den Blick auf ein Konto ja. Ein Haushaltsbudget über mehrere Konten und Personen hinweg bildet sie nicht ab.

Kann ich meine Neobank trotzdem behalten?+

Selbstverständlich. Der Kontoauszug wird per CSV importiert – die Bank bleibt die Bank, die Planung passiert bankenneutral über alle Konten hinweg.

Was kostet die Umstellung?+

Nichts – der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos. Der Aufwand liegt bei rund 20 Minuten für die Erfassung der Fixkosten, danach wenige Minuten pro Monat für den Import.

Was verliere ich ohne Bankanbindung?+

Die automatische Erfassung. Dafür entfällt der vollständige Lesezugriff eines Drittanbieters auf alle Transaktionen – und der Moment des manuellen Erfassens macht Ausgaben bewusster.

Ist eine Bankanbindung unsicher?+

Technisch meist nicht. Sie bedeutet aber vollständigen Lesezugriff auf alle Buchungen. Wer das nicht will, braucht eine App, die auch ohne funktioniert.

Kann ich meine bisherigen Daten mitnehmen?+

In der Regel ja, über einen CSV- oder Excel-Export. Wichtig ist, ihn VOR der Kündigung zu machen – nach der Löschung geben viele Anbieter keine Daten mehr heraus.

Probier es aus, statt weiterzulesen

Eine Budget-App beurteilt man nach zwei Wochen eigener Zahlen zuverlässiger als nach jeder Vergleichstabelle – auch nach dieser.