Was BlueBudget gut macht
BlueBudget ist eine junge Schweizer App des Finanzbloggers Fabio Marchesin («FinanzFabio») und Mitgründer Stefan Steuble (zuvor Yapeal). Sie setzt auf Multibanking über den offiziellen Schweizer Open-Banking-Standard bLink von SIX: Bankkonten verbinden, Transaktionen automatisch synchronisieren und per KI kategorisieren. Stark ist die «fairteilt»-Funktion – echte Kontobewegungen rappengenau in Gruppen aufteilen, ideal für WG, Ferien und Ausflüge. Modernes Design und eine grosse Community. Preislich liegt BlueBudget bei Gratis-Einstieg, Funktionsumfang im Ausbau (Deutsch).
Wo BudgetHub für die Schweiz passt
BlueBudgets Kernversprechen hängt an der Bankanbindung – und die ist naturgemäss erst schrittweise verfügbar: Nicht alle Schweizer Institute sind angebunden, der Rollout läuft kontrolliert und in Etappen. Wer bei einer noch nicht unterstützten Bank ist, kann den Kern der App nicht nutzen. BudgetHub geht den umgekehrten Weg: Es funktioniert vom ersten Tag an vollständig – unabhängig davon, bei welcher Bank du bist – weil es gar keine Bankverknüpfung braucht. Erfassung per CSV-Import, Beleg-Scan oder manuell; deine Bankdaten bleiben bei deiner Bank.
Der Unterschied auf einen Blick
Die wichtigsten Punkte im direkten Vergleich:
- Schweizer Kontext (CHF, Prämienregionen, Säule 3a): bei BudgetHub eingebaut
- Datenschutz: BudgetHub nach Schweizer DSG/DSGVO, Bankanbindung via SIX bLink als Kernprinzip (Rollout schrittweise)
- Free-Plan: BudgetHub dauerhaft kostenlos, ohne Kreditkarte
- Gemeinsame Budgets: Hubs für Paare & Familien
- BlueBudget: Gratis-Einstieg, Funktionsumfang im Ausbau
Was der Wechsel kostet – und was er spart
BlueBudget bietet einen Gratis-Einstieg, der Funktionsumfang ist im Ausbau. BudgetHub hat einen dauerhaft kostenlosen Plan ohne Kreditkarte; die kostenpflichtigen Pläne liegen bei CHF 6.90 im Monat für Einzelpersonen und CHF 11.90 für Familien.
Bei einem Abo von rund CHF 100 im Jahr sind das über fünf Jahre CHF 500 – ein Betrag, der die Frage rechtfertigt, ob der Funktionsumfang für deinen Alltag tatsächlich gebraucht wird. Rechne dabei nicht die Featureliste, sondern die Funktionen, die du im letzten Monat wirklich genutzt hast.
So wechselst du zu BudgetHub
Der häufigste Fehler beim Wechsel ist, alles importieren zu wollen. Mach es einfacher: Übernimm zuerst nur deine Fixkosten, lege 2–3 Budgets und ein Sparziel an und optimiere nach dem ersten Monat. BudgetHub bietet einen dauerhaft kostenlosen Plan – ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. In wenigen Minuten startklar.
Was diese Lösung ausmacht
Bei kleineren Anbietern zählt neben dem Funktionsumfang die Frage nach Kontinuität und Datenportabilität. Ein Export im offenen Format ist die Versicherung dagegen, dass Daten mit einem Produkt verschwinden.
Methode schlägt Funktionsumfang
Budget-Apps unterscheiden sich weniger im Funktionsumfang als in der zugrunde liegenden Methode. Manche folgen dem Zero-Based-Prinzip, bei dem jeder Franken im Voraus zugeteilt wird. Andere arbeiten nachverfolgend: Sie zeigen, was ausgegeben wurde, und vergleichen es mit einem Richtwert.
Diese Wahl entscheidet mehr über den Erfolg als jede Funktionsliste. Wer Struktur braucht, kommt mit Zero-Based weiter; wer sich davon eingeengt fühlt, bricht damit ab und wäre mit einem nachverfolgenden Ansatz drangeblieben. Die durchgehaltene Methode schlägt die theoretisch bessere.
Die Schweizer Prüfpunkte
Vier Punkte, an denen internationale Apps regelmässig scheitern:
- Krankenkassenprämie als eigene Kategorie – sie ist hier ein Fixkostenblock, kein Nebenposten.
- Steuern als Rückstellung, weil sie nicht an der Quelle abgezogen werden.
- Säule 3a als Vorsorge- und nicht als Sparkategorie, wegen der Bindung bis zur Pensionierung.
- Serafe, Nebenkostenabrechnung und der 13. Monatslohn als eigene Positionen.
