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Stromverbrauch-Rechner

Kurz beantwortet: Der grösste Stromverbrauch im Haushalt entsteht bei Warmwasser, Heizung und Kühlgeräten – zusammen oft über die Hälfte. Ein Zweipersonenhaushalt liegt bei rund 2'500 kWh pro Jahr, mit Wärmepumpe ein Mehrfaches davon.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Stromverbrauch-Rechner
Geschätzter Jahresverbrauch2'500 kWh
Geschätzte Stromkosten / JahrCHF 800

Schätzung auf Basis typischer Schweizer Haushalts-Richtwerte. Dein realer Verbrauch steht auf der Stromrechnung.

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

Verbrauch nach Haushalt

Richtwerte: Single rund 1600 kWh, Paar 2500 kWh, Familie (4) 4500 kWh pro Jahr. Elektroheizung oder Wärmepumpe erhöhen den Verbrauch deutlich.

In Franken

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Wo der Strom tatsächlich hingeht

Anteile in einem typischen Haushalt ohne elektrische Heizung:

  • Warmwasser: 15 bis 25 %, bei Elektroboiler deutlich mehr
  • Kühlschrank und Gefrierer: 15 bis 20 %, weil sie durchgehend laufen
  • Waschen und Trocknen: 10 bis 15 %, der Tumbler allein oft die Hälfte davon
  • Kochen und Backen: rund 10 %
  • Beleuchtung: heute meist unter 5 %
  • Unterhaltung und Standby: 5 bis 10 %

Was messbar etwas bringt

Den Tumbler seltener nutzen, den Kühlschrank auf 5 statt 3 Grad stellen und alte Geräte ersetzen, wenn sie ohnehin am Ende sind. Ein Kühlschrank von vor 15 Jahren verbraucht häufig doppelt so viel wie ein neuer.

Weniger bringt: Standby-Jagd. Sie ist nicht falsch, aber sie betrifft einen kleinen Anteil und ersetzt keinen der grossen Hebel.

Vom Verbrauch zur Rechnung

Der Strompreis setzt sich aus Energiepreis, Netznutzung, Abgaben und Mehrwertsteuer zusammen. Die Netznutzung macht oft rund die Hälfte aus und unterscheidet sich je nach Netzgebiet erheblich – derselbe Verbrauch kostet in verschiedenen Gemeinden unterschiedlich viel.

Deshalb ist der Blick auf die eigene Rechnung aussagekräftiger als jeder Durchschnittswert: Dort steht der Preis pro Kilowattstunde, der für dich tatsächlich gilt.

Wo Ersatz sich rechnet

Bei Geräten, die durchgehend laufen – Kühlschrank und Gefrierer. Ein 15 Jahre altes Gerät verbraucht oft doppelt so viel wie ein aktuelles, und der Mehrverbrauch summiert sich über die Jahre auf mehr als den Neupreis.

Weniger lohnt der vorzeitige Ersatz bei selten genutzten Geräten. Dort überwiegt die Herstellungsenergie den Einsparungseffekt, und wirtschaftlich rechnet es sich ebenfalls nicht.

Was der Verbrauch über den Haushalt sagt

Ein deutlich über dem Richtwert liegender Verbrauch hat meist eine von drei Ursachen: elektrische Warmwasseraufbereitung, ein alter Gefrierer im Keller oder ein Tumbler, der täglich läuft.

Alle drei sind gut identifizierbar. Ein Messgerät für die Steckdose kostet wenig und zeigt innert einer Woche, welches Gerät den Ausschlag gibt.

Der Abgleich mit der Realität

Prüfe das Ergebnis an einem realen Fall aus den letzten zwölf Monaten. Eine Berechnung, die sich nicht an mindestens einer tatsächlichen Rechnung nachvollziehen lässt, beruht auf einer Annahme, die nicht zu dir passt.

Achte besonders auf die Posten, die nicht monatlich anfallen. Sie fehlen in der Monatsbetrachtung, aus der die meisten ihre Eingaben ableiten – und genau dort entstehen die grössten Abweichungen.

Richtwert und eigene Lage

Ein Richtwert beschreibt den Durchschnitt, nicht deine Situation. Er ist brauchbar als Ausgangspunkt und wird erst durch den Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate aussagekräftig.

Wo dein Wert um mehr als zwanzig Prozent abweicht, gibt es dafür meist einen konkreten Grund – Wohnregion, Haushaltsgrösse oder eine Besonderheit deiner Lebenssituation. Diesen Grund zu kennen ist wertvoller als der Durchschnitt selbst.

Häufige Fragen

Wie viel kWh verbraucht ein Haushalt?+

Ein Zweipersonenhaushalt rund 2'500 kWh pro Jahr, ein Vierpersonenhaushalt rund 4'000 kWh. Mit Wärmepumpe oder Elektroauto steigt der Verbrauch deutlich.

Welche Geräte verbrauchen am meisten?+

Warmwasser, Kühl- und Gefriergeräte sowie der Tumbler. Zusammen machen sie oft über die Hälfte des Haushaltsstroms aus.

Lohnt es sich, alte Geräte zu ersetzen?+

Bei Kühl- und Gefriergeräten häufig ja, weil sie durchgehend laufen. Ein 15 Jahre altes Gerät verbraucht oft doppelt so viel – das sind bei 500 kWh Mehrverbrauch rund CHF 150 im Jahr.

Wann lohnt sich der Ersatz eines alten Geräts?+

Bei Kühl- und Gefriergeräten häufig, weil sie durchgehend laufen. Bei selten genutzten Geräten überwiegt die Herstellungsenergie.

Warum weicht mein tatsächlicher Wert ab?+

Meist wegen vergessener Rückstellungen für Steuern, Zahnarzt oder Selbstbehalt. Sie fallen jährlich an und fehlen in der Monatsbetrachtung.

Wie oft soll ich nachrechnen?+

Einmal jährlich und nach jeder wesentlichen Veränderung – Umzug, Pensumsänderung, Familienzuwachs oder Lohnerhöhung.

Wie verlässlich sind Richtwerte?+

Als Ausgangspunkt brauchbar, als Massstab nicht. Erst der Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate macht sie aussagekräftig.

Finde die Posten, die du vergessen hast

Der teuerste Fixkostenblock ist meist nicht der grösste, sondern der, an den niemand mehr denkt. Eine vollständige Liste bringt bei den meisten Haushalten dreistellige Beträge pro Jahr zum Vorschein.