Sparziel-Rechner

Für die Steuern zurücklegen

Kurz beantwortet: Für CHF 8’000 brauchst du bei CHF 220 im Monat drei Jahre, bei CHF 130 fünf Jahre. Eine typische Jahressteuerrechnung für ein mittleres Einkommen.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Februar 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Sparziel-Rechner: Steuern (CHF 8'000)
Noch zu sparenCHF 8'000
Dauer bis zum Ziel1 J. 0 Mt.
Voraussichtlich erreichtSeptember 2027

Lege jeden Monat ein Zwölftel deiner erwarteten Steuerrechnung zurück.

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

Warum dieses Ziel

Wer monatlich zurücklegt, vermeidet die böse Überraschung bei der Steuerrechnung.

Die Steuerrückstellung ist kein Sparziel im üblichen Sinn, sondern eine Rechnung, die man kennt und die trotzdem überrascht. Bei CHF 80'000 steuerbarem Einkommen liegt die Gesamtsteuerlast je nach Gemeinde bei CHF 8'000 bis 14'000 – monatlich also CHF 670 bis 1'170, die zurückgelegt gehören.

Was das monatlich bedeutet

Die Rate ergibt sich hier nicht aus einem Zielbetrag, sondern aus deiner erwarteten Jahressteuer geteilt durch zwölf. Bei CHF 9'600 Jahressteuer sind das CHF 800 monatlich; bei CHF 14'000 sind es CHF 1'167. Der Rechner oben nimmt deinen Betrag und rechnet gegen dein Zieldatum.

So erreichst du es

Lege jeden Monat rund ein Zwölftel deiner erwarteten Jahressteuer beiseite. Der Rechner oben zeigt dir Dauer und Zieldatum – passe Sparrate und Zins an deine Situation an.

Woran es in der Praxis scheitert

Das erste Berufsjahr ist der gefährlichste Moment: Die Steuerrechnung kommt verzögert und trifft auf ein Budget, das sich bereits an den vollen Nettolohn gewöhnt hat. Wer im ersten Jahr nichts zurücklegt, schleppt die Verschiebung oft jahrelang mit. Zweiter Klassiker ist die Lohnerhöhung – die Steuern steigen progressiv mit, die Rückstellung meist nicht.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Die Rate nach Zeithorizont

Ohne Verzinsung gerechnet – der ehrliche Ausgangspunkt, weil Zins bei kurzen Laufzeiten kaum wirkt:

  • In 2 Jahren: CHF 330 pro Monat
  • In 3 Jahren: CHF 220 pro Monat
  • In 5 Jahren: CHF 130 pro Monat
  • In 10 Jahren: CHF 70 pro Monat

Worauf es dabei ankommt

Anders als bei allen anderen Sparzielen ist dieses nicht freiwillig: Die Rechnung kommt sicher. Ein Zwölftel monatlich zurückzulegen ist deshalb keine Sparleistung, sondern Buchhaltung.

Und der Mechanismus, der über Erfolg entscheidet, ist immer derselbe: Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs auf ein separates Konto. Was am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt in der Praxis selten übrig.

Wo das Geld während der Ansparzeit liegt

Bei einem Horizont unter drei Jahren auf einem Sparkonto: Dort zählt Verfügbarkeit und nicht Rendite, und die Schwankung einer Anlage könnte den Termin gefährden.

Ab etwa fünf Jahren wird die Teuerung relevant. Bei 1,5 Prozent verliert Geld in zehn Jahren rund 14 Prozent an Kaufkraft – dann lohnt die Frage nach einer Anlagelösung für den Teil, der nicht kurzfristig gebraucht wird.

Was den Unterschied macht

Nicht die Höhe der Rate, sondern ihre Ununterbrochenheit. Ein Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs läuft ohne Entscheidung weiter; ein Betrag, der am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt selten übrig.

Und ein sichtbarer Zwischenstand: Bei einem Ziel über mehrere Jahre ist der Fortschritt in Prozent das, was durchhalten lässt. Der abstrakte Restbetrag wirkt umgekehrt – er bleibt lange gross.

Der Abgleich mit der Realität

Der grösste Unsicherheitsfaktor ist hier nicht der Betrag, sondern die Laufzeit. Eine Berechnung über zwanzig Jahre reagiert auf eine Änderung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt stärker als auf eine um zehn Prozent höhere Sparrate – deshalb lohnt es sich, beide Grössen einzeln zu variieren statt eine einzige Zahl zu glauben.

Zweite Fehlerquelle sind Beiträge, die als konstant angenommen werden, es aber nicht sind: Lohnentwicklung, Pensumsänderungen und Erwerbsunterbrüche verschieben das Ergebnis deutlich. Rechne deshalb eine pessimistische Variante mit – sie ist die planungsrelevantere.

Was den Wert nach oben treibt

Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.

Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent des Lohns soll ich für Steuern zurücklegen?+

Als Orientierung 10 bis 20 Prozent des Nettolohns, abhängig von Kanton, Gemeinde und Zivilstand. Verlässlicher als jede Faustregel ist die letzte Steuerrechnung geteilt durch zwölf. Bei einer Lohnerhöhung sollte der Betrag überproportional steigen, weil der Grenzsteuersatz höher liegt als der Durchschnittssatz.

Wie schnell erreiche ich dieses Sparziel?+

Das hängt von deiner Monatsrate und einem allfälligen Zins ab. Der Rechner oben zeigt dir Dauer und voraussichtliches Zieldatum in Echtzeit.

Lohnt sich verzinstes Sparen?+

Bei kurzen Zeiträumen kaum, bei mehreren Jahren spürbar. Trage einfach einen Zinssatz ein und vergleiche das Ergebnis.

Wie lange dauert es, CHF 8’000 zu sparen?+

Bei CHF 220 im Monat drei Jahre, bei CHF 130 fünf Jahre. Mit Verzinsung verkürzt sich die Dauer, bei kurzen Laufzeiten allerdings nur geringfügig.

Wie halte ich das Sparziel durch?+

Mit einem Dauerauftrag am Zahltag auf ein separates Konto und einem sichtbaren Zwischenstand. Beides ersetzt Willenskraft durch Automatik – das ist der einzige Ansatz, der über Jahre trägt.

Wie viel sollte ich monatlich für Steuern zurücklegen?+

Ein Zwölftel der letzten definitiven Steuerrechnung, mit Zuschlag bei Lohnerhöhung. Akontorechnungen decken den Bedarf oft nicht vollständig, weil sie auf der letzten Veranlagung beruhen.

Wo soll ich das Geld während der Ansparzeit halten?+

Unter drei Jahren auf einem Sparkonto, wo Verfügbarkeit zählt. Ab fünf bis zehn Jahren lohnt die Frage nach einer Anlagelösung, weil die Teuerung sonst real zehrt.

Was tun, wenn ich eine Rate nicht zahlen kann?+

Einmal aussetzen statt den Dauerauftrag löschen. Ein gelöschter wird selten wieder eingerichtet, ein ausgesetzter läuft im Folgemonat weiter.

Wie genau ist das Ergebnis?+

Es ist eine Grössenordnung auf Basis konstanter Annahmen. Brauchbar wird es im Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate.

Was mache ich mit dem Ergebnis?+

Den errechneten Betrag als Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs einrichten. Ein Ergebnis, das nicht in eine Handlung mündet, verändert nichts.

Warum liegen meine Kosten über dem Richtwert?+

Meist wegen Wohnregion, Haushaltsgrösse oder externer Dienstleistungen. Städtische Zentren liegen bei fast jedem Posten über dem Durchschnitt.

Leg die Steuerrechnung monatlich zurück

Die Steuerrechnung ist selten eine Überraschung – sie kommt nur selten zum passenden Zeitpunkt. Mit einer monatlichen Rückstellung im Budget verliert sie ihren Schrecken.