Warum dieses Ziel
Für Wohneigentum braucht es mindestens 20 % Eigenkapital, davon 10 % hart (nicht aus der Pensionskasse).
Für eine Liegenschaft von CHF 650'000 braucht es 20 Prozent Eigenkapital, also CHF 130'000 – davon mindestens die Hälfte aus eigenen Mitteln und nicht aus der Pensionskasse. Dazu kommen Nebenkosten des Erwerbs von 3 bis 5 Prozent: Notariat, Grundbuch und Handänderungssteuer, je nach Kanton weitere CHF 20'000 bis 32'000.
Was das monatlich bedeutet
Ohne Zins gerechnet verlangt das Ziel über 5 Jahre rund CHF 2’170 pro Monat, über 10 Jahre rund CHF 1’080 pro Monat, über 15 Jahre rund CHF 720 pro Monat. Diese Zahlen sind der eigentliche Prüfstein: Wenn die kürzeste Variante das Budget sprengt und die längste zu spät kommt, ist nicht die Sparrate das Problem, sondern die Zielhöhe oder das Datum.
So erreichst du es
Prüfe parallel die Tragbarkeit – sie ist oft die härtere Hürde als das Eigenkapital selbst. Der Rechner oben zeigt dir Dauer und Zieldatum – passe Sparrate und Zins an deine Situation an.
Woran es in der Praxis scheitert
Die Tragbarkeit ist die härtere Hürde als das Eigenkapital, und sie wird meist zu spät geprüft. Die Bank rechnet mit einem kalkulatorischen Zins von 5 Prozent plus 1 Prozent Unterhalt plus Amortisation – zusammen dürfen diese kalkulatorischen Kosten ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Wer diese Rechnung vor dem Sparbeginn macht, spart auf ein realistisches Ziel.
In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.
Die Rate nach Zeithorizont
Ohne Verzinsung gerechnet – der ehrliche Ausgangspunkt, weil Zins bei kurzen Laufzeiten kaum wirkt:
- In 2 Jahren: CHF 7’500 pro Monat
- In 3 Jahren: CHF 5’000 pro Monat
- In 5 Jahren: CHF 3’000 pro Monat
- In 10 Jahren: CHF 1’500 pro Monat
Worauf es dabei ankommt
Säule-3a-Guthaben zählt als hartes Eigenkapital und lässt sich für Wohneigentum vorbeziehen oder verpfänden – das verkürzt den Weg erheblich.
Und der Mechanismus, der über Erfolg entscheidet, ist immer derselbe: Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs auf ein separates Konto. Was am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt in der Praxis selten übrig.
Wo das Geld während der Ansparzeit liegt
Bei einem Horizont unter drei Jahren auf einem Sparkonto: Dort zählt Verfügbarkeit und nicht Rendite, und die Schwankung einer Anlage könnte den Termin gefährden.
Ab etwa fünf Jahren wird die Teuerung relevant. Bei 1,5 Prozent verliert Geld in zehn Jahren rund 14 Prozent an Kaufkraft – dann lohnt die Frage nach einer Anlagelösung für den Teil, der nicht kurzfristig gebraucht wird.
Was den Unterschied macht
Nicht die Höhe der Rate, sondern ihre Ununterbrochenheit. Ein Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs läuft ohne Entscheidung weiter; ein Betrag, der am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt selten übrig.
Und ein sichtbarer Zwischenstand: Bei einem Ziel über mehrere Jahre ist der Fortschritt in Prozent das, was durchhalten lässt. Der abstrakte Restbetrag wirkt umgekehrt – er bleibt lange gross.
Der Abgleich mit der Realität
Der grösste Unsicherheitsfaktor ist hier nicht der Betrag, sondern die Laufzeit. Eine Berechnung über zwanzig Jahre reagiert auf eine Änderung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt stärker als auf eine um zehn Prozent höhere Sparrate – deshalb lohnt es sich, beide Grössen einzeln zu variieren statt eine einzige Zahl zu glauben.
Zweite Fehlerquelle sind Beiträge, die als konstant angenommen werden, es aber nicht sind: Lohnentwicklung, Pensumsänderungen und Erwerbsunterbrüche verschieben das Ergebnis deutlich. Rechne deshalb eine pessimistische Variante mit – sie ist die planungsrelevantere.
Vom Richtwert zur Budgetposition
Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.
Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.
