Sparziel-Rechner

Eigenkapital fürs Eigenheim sparen

Kurz beantwortet: Für CHF 180’000 brauchst du bei CHF 5’000 im Monat drei Jahre, bei CHF 3’000 fünf Jahre. Bei einem Kaufpreis von CHF 900'000 sind 20 % Eigenkapital nötig, davon mindestens die Hälfte aus eigenen Mitteln.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Februar 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Sparziel-Rechner: Eigenheim-Eigenkapital (CHF 160'000)
Noch zu sparenCHF 160'000
Dauer bis zum Ziel6 J. 6 Mt.
Voraussichtlich erreichtMärz 2033

Mindestens 20 % Eigenkapital, davon 10 % hart (nicht aus der PK).

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

Warum dieses Ziel

Für Wohneigentum braucht es mindestens 20 % Eigenkapital, davon 10 % hart (nicht aus der Pensionskasse).

Für eine Liegenschaft von CHF 650'000 braucht es 20 Prozent Eigenkapital, also CHF 130'000 – davon mindestens die Hälfte aus eigenen Mitteln und nicht aus der Pensionskasse. Dazu kommen Nebenkosten des Erwerbs von 3 bis 5 Prozent: Notariat, Grundbuch und Handänderungssteuer, je nach Kanton weitere CHF 20'000 bis 32'000.

Was das monatlich bedeutet

Ohne Zins gerechnet verlangt das Ziel über 5 Jahre rund CHF 2’170 pro Monat, über 10 Jahre rund CHF 1’080 pro Monat, über 15 Jahre rund CHF 720 pro Monat. Diese Zahlen sind der eigentliche Prüfstein: Wenn die kürzeste Variante das Budget sprengt und die längste zu spät kommt, ist nicht die Sparrate das Problem, sondern die Zielhöhe oder das Datum.

So erreichst du es

Prüfe parallel die Tragbarkeit – sie ist oft die härtere Hürde als das Eigenkapital selbst. Der Rechner oben zeigt dir Dauer und Zieldatum – passe Sparrate und Zins an deine Situation an.

Woran es in der Praxis scheitert

Die Tragbarkeit ist die härtere Hürde als das Eigenkapital, und sie wird meist zu spät geprüft. Die Bank rechnet mit einem kalkulatorischen Zins von 5 Prozent plus 1 Prozent Unterhalt plus Amortisation – zusammen dürfen diese kalkulatorischen Kosten ein Drittel des Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Wer diese Rechnung vor dem Sparbeginn macht, spart auf ein realistisches Ziel.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Die Rate nach Zeithorizont

Ohne Verzinsung gerechnet – der ehrliche Ausgangspunkt, weil Zins bei kurzen Laufzeiten kaum wirkt:

  • In 2 Jahren: CHF 7’500 pro Monat
  • In 3 Jahren: CHF 5’000 pro Monat
  • In 5 Jahren: CHF 3’000 pro Monat
  • In 10 Jahren: CHF 1’500 pro Monat

Worauf es dabei ankommt

Säule-3a-Guthaben zählt als hartes Eigenkapital und lässt sich für Wohneigentum vorbeziehen oder verpfänden – das verkürzt den Weg erheblich.

Und der Mechanismus, der über Erfolg entscheidet, ist immer derselbe: Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs auf ein separates Konto. Was am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt in der Praxis selten übrig.

Wo das Geld während der Ansparzeit liegt

Bei einem Horizont unter drei Jahren auf einem Sparkonto: Dort zählt Verfügbarkeit und nicht Rendite, und die Schwankung einer Anlage könnte den Termin gefährden.

Ab etwa fünf Jahren wird die Teuerung relevant. Bei 1,5 Prozent verliert Geld in zehn Jahren rund 14 Prozent an Kaufkraft – dann lohnt die Frage nach einer Anlagelösung für den Teil, der nicht kurzfristig gebraucht wird.

Was den Unterschied macht

Nicht die Höhe der Rate, sondern ihre Ununterbrochenheit. Ein Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs läuft ohne Entscheidung weiter; ein Betrag, der am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt selten übrig.

Und ein sichtbarer Zwischenstand: Bei einem Ziel über mehrere Jahre ist der Fortschritt in Prozent das, was durchhalten lässt. Der abstrakte Restbetrag wirkt umgekehrt – er bleibt lange gross.

Der Abgleich mit der Realität

Der grösste Unsicherheitsfaktor ist hier nicht der Betrag, sondern die Laufzeit. Eine Berechnung über zwanzig Jahre reagiert auf eine Änderung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt stärker als auf eine um zehn Prozent höhere Sparrate – deshalb lohnt es sich, beide Grössen einzeln zu variieren statt eine einzige Zahl zu glauben.

Zweite Fehlerquelle sind Beiträge, die als konstant angenommen werden, es aber nicht sind: Lohnentwicklung, Pensumsänderungen und Erwerbsunterbrüche verschieben das Ergebnis deutlich. Rechne deshalb eine pessimistische Variante mit – sie ist die planungsrelevantere.

Vom Richtwert zur Budgetposition

Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.

Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.

Häufige Fragen

Wie viel Einkommen brauche ich für ein Eigenheim?+

Als Faustregel: Der Kaufpreis sollte das Fünf- bis Sechsfache des Bruttojahreseinkommens nicht übersteigen. Bei CHF 120'000 Jahreseinkommen sind das rund CHF 600'000 bis 720'000. Diese Grenze ergibt sich aus der Tragbarkeitsregel und ist nicht verhandelbar – auch nicht mit mehr Eigenkapital.

Wie schnell erreiche ich dieses Sparziel?+

Das hängt von deiner Monatsrate und einem allfälligen Zins ab. Der Rechner oben zeigt dir Dauer und voraussichtliches Zieldatum in Echtzeit.

Lohnt sich verzinstes Sparen?+

Bei kurzen Zeiträumen kaum, bei mehreren Jahren spürbar. Trage einfach einen Zinssatz ein und vergleiche das Ergebnis.

Wie lange dauert es, CHF 180’000 zu sparen?+

Bei CHF 5’000 im Monat drei Jahre, bei CHF 3’000 fünf Jahre. Mit Verzinsung verkürzt sich die Dauer, bei kurzen Laufzeiten allerdings nur geringfügig.

Wie halte ich das Sparziel durch?+

Mit einem Dauerauftrag am Zahltag auf ein separates Konto und einem sichtbaren Zwischenstand. Beides ersetzt Willenskraft durch Automatik – das ist der einzige Ansatz, der über Jahre trägt.

Zählt die Säule 3a als Eigenkapital?+

Ja, und zwar als hartes Eigenkapital. Sie kann für selbstbewohntes Wohneigentum vorbezogen oder verpfändet werden – die Verpfändung erhält dabei den Vorsorgeschutz.

Wo soll ich das Geld während der Ansparzeit halten?+

Unter drei Jahren auf einem Sparkonto, wo Verfügbarkeit zählt. Ab fünf bis zehn Jahren lohnt die Frage nach einer Anlagelösung, weil die Teuerung sonst real zehrt.

Was tun, wenn ich eine Rate nicht zahlen kann?+

Einmal aussetzen statt den Dauerauftrag löschen. Ein gelöschter wird selten wieder eingerichtet, ein ausgesetzter läuft im Folgemonat weiter.

Wie genau ist das Ergebnis?+

Es ist eine Grössenordnung auf Basis konstanter Annahmen. Brauchbar wird es im Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate.

Was mache ich mit dem Ergebnis?+

Den errechneten Betrag als Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs einrichten. Ein Ergebnis, das nicht in eine Handlung mündet, verändert nichts.

Wie mache ich aus einem Richtwert eine Budgetposition?+

Als eigene Zeile mit monatlich reserviertem Betrag. Bei unregelmässigen Posten den Jahresbetrag durch zwölf teilen.

Prüf die Tragbarkeit, bevor du weiterplanst

Banken rechnen mit einem kalkulatorischen Zins von 5 Prozent. Der Rechner zeigt dir sofort, ob dein Vorhaben diese Hürde nimmt.