Wohnen

Wie viel Miete kann ich mir leisten? Die Drittel-Regel mit Rechenbeispielen

Kurz beantwortet: Höchstens ein Drittel des Nettoeinkommens für die Bruttomiete – bei CHF 5'000 netto also rund CHF 1'650 inklusive Nebenkosten. Viele Verwaltungen wenden diese Regel bei der Bewerbung selbst an und sortieren darüber liegende Dossiers aus.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Dezember 2025Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Hauptseite zum Thema: Mietzinssenkung verlangen – dort findest du den vollständigen Überblick.

Maximal ein Drittel des Einkommens

Eine verbreitete Tragbarkeitsregel: Die Bruttomiete sollte nicht mehr als ein Drittel des Netto-Einkommens betragen. Bei CHF 6'000.– netto wären das maximal CHF 2'000.– Miete.

Nebenkosten und Rückstellungen

Nebenkosten (Heizung, Wasser, Allgemeinstrom) kommen on top. Plane zudem eine Reserve für die jährliche Nebenkostenabrechnung ein.

In BudgetHub siehst du deine Wohnkosten im Verhältnis zum Einkommen – und damit, wie viel Spielraum eine Veränderung wirklich bringt.

Die Mietzins-Faustregel

Als Richtwert sollte die Bruttomiete (inkl. Nebenkosten) rund einen Drittel des Netto-Einkommens nicht übersteigen. Viele Verwaltungen erwarten zudem ein Einkommen von mindestens dem Dreifachen der Jahresmiete. Plane das Mietzinsdepot (meist bis 3 Monatsmieten) als einmalige Hürde ein.

Was zur Bruttomiete gehört

Die Drittel-Regel bezieht sich auf die Bruttomiete, also Nettomietzins plus Nebenkosten. Wer nur den Nettomietzins rechnet, unterschätzt die Belastung je nach Wohnung um CHF 150 bis 300 im Monat.

Nicht enthalten sind Strom, Serafe, Internet und Hausratversicherung. Zusammen kommen dort nochmals CHF 120 bis 220 dazu – die realistische Wohnbelastung liegt deshalb spürbar über der Bruttomiete.

Die Nebenkosten, die im Inserat fehlen

Zur Nettomiete kommen Nebenkosten von CHF 150 bis 300, dazu Strom, Serafe, Internet und Hausratversicherung – zusammen nochmals CHF 120 bis 220 im Monat.

Wer mit der Inseratsangabe plant, unterschätzt die Wohnkosten deshalb regelmässig um CHF 300 bis 500. Für die Drittel-Regel zählt die Bruttomiete, nicht der Nettomietzins.

Die Drittel-Regel und ihre Grenze

Höchstens ein Drittel des Nettoeinkommens für die Bruttomiete – so sortieren auch Verwaltungen die Dossiers. Über 35 bis 40 Prozent wird das Budget anfällig für jede unerwartete Ausgabe.

Die Regel bezieht sich auf die Bruttomiete inklusive Nebenkosten. Wer nur den Nettomietzins rechnet, unterschätzt die Belastung je nach Wohnung um CHF 150 bis 300 im Monat.

Die Kaution und ihre Regeln

Höchstens drei Nettomonatsmieten, auf einem Sperrkonto auf deinen Namen – die Zinsen fallen dir zu. Es ist dein Vermögen, nur vorübergehend blockiert.

Meldet die Vermieterschaft innert eines Jahres nach Mietende keinen Anspruch und leitet kein Verfahren ein, kannst du die Freigabe allein bei der Bank verlangen.

Wenn die Wohnkosten zu hoch sind

Über 40 Prozent des Nettoeinkommens wird es strukturell schwierig – dann hilft keine Sparsamkeit bei anderen Posten mehr, weil der verbleibende Spielraum zu klein ist, um Schwankungen aufzufangen.

Die realistischen Wege sind eine Mietzinssenkung, wenn der Referenzzinssatz sie hergibt, Untervermietung eines Zimmers mit Zustimmung der Vermieterschaft oder ein Wohnungswechsel. Alle drei brauchen Vorlauf.

Häufige Fragen

Wie viel Miete kann ich mir leisten?+

Als Faustregel höchstens ein Drittel des Netto-Einkommens für die Bruttomiete.

Wie hoch ist das Mietzinsdepot?+

In der Regel bis zu drei Monatsmieten, hinterlegt auf einem Mietkautionskonto.

Wie viel Miete kann ich mir leisten?+

Höchstens ein Drittel des Nettoeinkommens für die Bruttomiete. Bei CHF 5'000 netto sind das rund CHF 1'650 inklusive Nebenkosten.

Gilt die Drittel-Regel für Netto- oder Bruttomiete?+

Für die Bruttomiete, also inklusive Nebenkosten. Nur den Nettomietzins zu rechnen unterschätzt die Belastung um CHF 150 bis 300 im Monat.

Was, wenn ich die Regel überschreite?+

Dann wird das Budget anfällig für jede unerwartete Ausgabe, und Wohnungsbewerbungen scheitern häufiger. Über 40 Prozent wird es strukturell schwierig.

Was kommt zur Nettomiete dazu?+

Nebenkosten von CHF 150 bis 300 sowie Strom, Serafe, Internet und Hausratversicherung – zusammen CHF 120 bis 220 im Monat.

Gilt die Drittel-Regel für Netto- oder Bruttomiete?+

Für die Bruttomiete inklusive Nebenkosten. Nur den Nettomietzins zu rechnen unterschätzt die Belastung um CHF 150 bis 300 monatlich.

Wann bekomme ich die Mietkaution zurück?+

Nach Freigabe durch beide Seiten. Bleibt die Vermieterschaft ein Jahr untätig, kannst du die Auszahlung allein bei der Bank verlangen.

Ab wann ist die Miete zu hoch?+

Über 40 Prozent des Nettoeinkommens wird das Budget strukturell anfällig. Dann helfen nur Mietzinssenkung, Untervermietung oder Wechsel.

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