Was mit dem Jugendkonto passiert
Die Umstellung erfolgt meist automatisch, mit einem Schreiben, das leicht übersehen wird. Aus dem gebührenfreien Konto wird ein normales Privatkonto mit Kontoführungsgebühr, Kartengebühr und teils Gebühren für Papierbelege.
Bei vielen Banken bleibt das Konto für Studierende und Lernende in Ausbildung weiterhin vergünstigt – aber nur, wenn du eine Ausbildungsbestätigung einreichst. Das passiert nicht von selbst.
Worauf es beim Vergleich ankommt
Nicht der Zinssatz – der ist auf Privatkonten überall vernachlässigbar. Sondern:
- Kontoführungsgebühr und ob sie bei Ausbildung entfällt.
- Kosten für Debit- und Kreditkarte.
- Gebühren für Bargeldbezug an fremden Automaten.
- Kosten bei Zahlungen in Fremdwährung – relevant bei Onlinebestellungen und Reisen.
- Ob ein Papierbeleg-Versand automatisch aktiv und kostenpflichtig ist.
Zwei Konten sind besser als eines
Die praktischste Struktur in diesem Alter: ein Konto für den Alltag, auf das der Lohn kommt und von dem alles abgeht – und ein zweites, auf das am Zahltag automatisch ein fixer Betrag fliesst und das du im Alltag nicht anschaust.
Das ist keine Disziplinfrage, sondern eine Sichtbarkeitsfrage. Was auf dem Alltagskonto liegt, gilt als verfügbar, egal wofür es gedacht war.
Was mit 18 sonst noch anfängt
Du wirst eigenständig steuerpflichtig, bekommst eine eigene Steuererklärung und kannst Kasse, Modell und Franchise deiner Krankenversicherung selbst bestimmen. Und du kannst ab dem ersten AHV-pflichtigen Lohn in die Säule 3a einzahlen.
Der volle Betrag von CHF 7’258 ist dabei völlig unnötig – in diesem Alter zählt nicht die Höhe, sondern der Zeitraum. Und davor kommt ohnehin der Notgroschen: 3a-Geld ist bis zur Pensionierung gebunden.
In BudgetHub siehst du auf einen Blick, wohin dein Geld tatsächlich geht – ohne Bankverknüpfung, ohne dass jemand mitliest.
Die erste Gewohnheit, die zählt
Ein kleiner fester Betrag pro Monat ist wertvoller als ein grosser gelegentlicher – nicht wegen des Betrags, sondern weil die Gewohnheit entsteht. Erhöhen lässt sie sich später bei jeder Lohnerhöhung.
Der zweite Punkt ist die Rückstellung für Steuern. Sie kommen in der Schweiz als separate Rechnung, nicht per Lohnabzug – wer das nicht einplant, hat im zweiten Berufsjahr ein Problem.
Krankenkasse selbst bestimmen
Ab der Volljährigkeit kannst du Kasse, Modell und Franchise selbst wählen. Für junge Gesunde ist die Höchstfranchise meist günstiger – aber nur mit einer Reserve für das maximale Eigenrisiko von CHF 3'200 pro Jahr.
Ebenfalls prüfenswert: die Unfalldeckung ausschliessen, sobald du mindestens acht Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeitest. Dann bist du über ihn unfallversichert.
Der Start ins Berufsleben
Vom Bruttolohn gehen rund 13 bis 15 Prozent an Sozialabgaben weg. Die Steuern kommen separat und später – im zweiten Berufsjahr fällt die Rechnung regelmässig doppelt so hoch aus wie im ersten.
Wer vom ersten Lohn an ein Zwölftel der erwarteten Jahressteuer zurücklegt, umgeht das vollständig.
