Fix, variabel, Sparen
Trenne mindestens diese drei Ebenen. Fixkosten sind planbar, variable Kosten steuerbar, Sparen ist dein Ziel.
Die 10-Kategorien-Regel
Für die meisten Haushalte reichen 8–12 Hauptkategorien. Unterkategorien nur dort, wo du wirklich steuern willst.
Leg das in BudgetHub als Sparziel mit Zieldatum an – der Monatsbetrag ergibt sich dann von selbst, statt vom Restbudget abzuhängen.
Nicht zu fein, nicht zu grob
Zu viele Kategorien machen das Erfassen mühsam, zu wenige verbergen Sparpotenzial. 8 bis 15 Kategorien sind ein guter Mittelweg.
Der häufigste Fehler
Eine Sammelkategorie «Diverses», in der am Ende ein Fünftel des Budgets landet. Sie entsteht, weil die Zuordnung im Moment der Ausgabe Aufwand macht – und sie zerstört genau die Information, für die man das Budget führt.
Wenn «Diverses» wächst, ist das ein Signal: Entweder fehlt eine Kategorie, oder eine bestehende ist zu eng definiert. Die Lösung ist nicht mehr Disziplin, sondern eine passendere Struktur.
Kategorien, die sich bewährt haben
Wohnen, Krankenkasse, Versicherungen, Abos, Mobilität, Lebensmittel, Haushalt, Kleider, Freizeit, Gesundheit, Rückstellungen, Sparen – zwölf, die den Grossteil abdecken.
Familien ergänzen Betreuung und Kinderaktivitäten, Wohneigentümer die Unterhaltsrückstellung, Selbstständige die geschäftlichen Posten. Mehr als fünfzehn wird selten gebraucht.
Wann eine Kategorie geteilt gehört
Wenn sie über zwanzig Prozent des Budgets ausmacht oder wenn du innerhalb steuern willst. «Freizeit» mit CHF 600 sagt wenig; «Restaurant» und «Hobby» getrennt zeigen, wo der Betrag entsteht.
Umgekehrt gehören Kategorien zusammengelegt, in denen unter CHF 30 im Monat anfallen. Sie erzeugen Zuordnungsaufwand ohne Erkenntnisgewinn.
Warum ein Rechner nur ein Ausgangspunkt ist
Jede Berechnung arbeitet mit Annahmen: konstante Beträge, konstante Sätze, ein durchschnittlicher Monat. Die Realität liefert schwankende Einkommen, Sonderausgaben und Jahre, die aus der Reihe fallen.
Das Ergebnis ist deshalb eine Grössenordnung, keine Prognose. Brauchbar wird es, wenn du es mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate vergleichst – erst dieser Abgleich zeigt, ob die Annahmen zu dir passen.
Kategorien für besondere Situationen
Selbstständige brauchen eine saubere Trennung zwischen geschäftlich und privat, Wohneigentümer eine Unterhaltsrückstellung, Familien eigene Zeilen für Betreuung und Schulkosten.
Diese Ergänzungen kommen zur Grundstruktur dazu, ersetzen sie aber nicht. Wer bei jeder Besonderheit die ganze Struktur umbaut, verliert die Vergleichbarkeit über die Jahre.
Der Test, ob eine Kategorie zu fein ist
Stell dir vor, du siehst am Monatsende den Betrag dieser Kategorie. Würdest du daraufhin etwas anders machen? Wenn nein, gehört sie mit einer anderen zusammengelegt. «Kaffee auswärts» ist selten eine Kategorie, «Essen auswärts» meistens schon – weil man beim einen nichts entscheidet und beim anderen schon.
Der umgekehrte Fehler ist ebenso häufig: eine Sammelkategorie «Diverses», die am Monatsende ein Viertel der Ausgaben enthält. Sobald ein Posten regelmässig auftaucht und mehr als etwa fünf Prozent des Budgets ausmacht, verdient er eine eigene Zeile.
Die Schweizer Kategorien, die in Vorlagen fehlen
Vier Posten fehlen in fast jeder internationalen Budgetvorlage und gehören hier zwingend als eigene Kategorien geführt: Krankenkassenprämie (pro Person, nicht pro Haushalt), Steuerrückstellung (weil sie nicht vom Lohn abgezogen wird), Serafe und die Säule 3a.
Dazu eine fünfte, die keine Ausgabe ist und trotzdem hingehört: die Rückstellungen für unregelmässige Rechnungen – Zahnarzt, Selbstbehalt, Autoservice, Ferien. Sie als eigene Kategorie zu führen ist der einzige Unterschied zwischen einem Budget, das im Frühling noch stimmt, und einem, das nicht mehr stimmt.
