Direkte Kosten: was ein Kind im Alltag braucht
Die direkten Kosten – Nahrung, Kleidung, Hobbys, Schulmaterial, Anteil an Wohnen und Krankenkasse – liegen je nach Alter bei grob CHF 300–800 pro Monat. Kleinkinder sind bei den direkten Kosten günstiger, Jugendliche teurer. Diese Beträge sind Richtwerte der Budgetberatung und schwanken stark mit dem Lebensstil.
Wichtig: Die Kinderzulagen decken einen Teil davon. Sie betragen je nach Kanton mindestens CHF 200–250 pro Kind und Monat und gehören auf die Einnahmenseite des Familienbudgets.
Der grösste Posten steht selten in der Rechnung: Betreuung
Die externe Kinderbetreuung ist in der Schweiz der mit Abstand grösste kindbezogene Kostenblock – und der, der Budgets am häufigsten sprengt. Ein Krippenplatz kann je nach Kanton, Pensum und Subventionierung mehrere Hundert bis über tausend Franken pro Monat kosten. Wer beide Elternteile arbeiten lässt, muss diesen Posten zwingend gegen das zweite Einkommen rechnen.
Deshalb gehört die Betreuung als eigene Kategorie ins Budget – nicht versteckt in den allgemeinen Kinderkosten.
Über die ganze Kindheit gedacht
Rechnet man direkte Kosten über 18 Jahre hoch, landet man schnell im sechsstelligen Bereich pro Kind – ohne Betreuung und ohne Ausbildungskosten danach. Diese Zahl wirkt erdrückend, wird aber handhabbar, sobald man sie in Monatsraten denkt und früh einplant.
Genau das ist der Zweck eines Familienbudgets: nicht die grosse Zahl zu fürchten, sondern den monatlichen Anteil ruhig zu steuern. Mehr dazu: Familienbudget erstellen.
Vom Schreck zur Planung
Wer die Kinderkosten kennt, kann sie einplanen – für Betreuung, grössere Anschaffungen und die Ausbildung später. Ein Sparziel pro Zweck macht aus einer diffusen Sorge einen konkreten Monatsbetrag.
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