Vorlage

Selbstständigen-Budget-Vorlage

Die kurze Antwort: Ein Budget für Selbstständige muss drei Dinge leisten, die ein Angestelltenbudget nicht kennt – schwankende Einnahmen glätten, Steuern zurückstellen und die eigene Vorsorge selbst organisieren. Der Trick ist, sich einen festen «Lohn» auszuzahlen.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Interaktive Vorlage · CHF / Monat
Büro / Geschäftskosten
CHF
AHV / Sozialversicherung
CHF
Steuerrückstellung
CHF
Krankenkasse
CHF
Säule 3a
CHF
Privat: Wohnen
CHF
Privat: Lebensmittel
CHF
Reserve / Sonstiges
CHF
TotalCHF 5'400

Beträge sind Richtwerte – passe sie an deine Situation an. Lade die Vorlage als CSV herunter oder erstelle sie direkt in BudgetHub.

Geschäft und Privat trennen

Klare Trennung, Reserve für schwache Monate, Steuern und 3a einplanen.

Glätten

Zahle dir einen festen 'Lohn' aus und glätte so Schwankungen.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Die vier Rückstellungen

Zusammen 40 bis 50 Prozent jedes Zahlungseingangs:

  • AHV, IV und EO: rund 10 Prozent des Einkommens
  • Steuern: je nach Kanton und Einkommen 15 bis 25 Prozent
  • Vorsorge: ohne Pensionskasse ist die grosse Säule 3a mit bis zu 20 Prozent möglich
  • Auftragslose Monate: Puffer von drei bis sechs Monatsausgaben

Die Nachzahlung, mit der niemand rechnet

AHV-Beiträge werden zunächst akonto erhoben und erst nach der definitiven Steuerveranlagung korrigiert. Bei wachsendem Einkommen kommt deshalb im zweiten oder dritten Jahr eine Nachzahlung, die vierstellig ausfallen kann.

In der Vorlage gehört dafür eine eigene Zeile – nicht als Schätzung, sondern als bewusste Reserve. Wer sie erst bei der Rechnung entdeckt, hat das Geld längst anderweitig eingesetzt.

Geschäftlich und privat sauber trennen

Die Vorlage führt zwei Blöcke. Auf der Geschäftsseite stehen Umsatz, Material, Infrastruktur, Versicherungen und Rückstellungen. Auf der Privatseite der Unternehmerlohn – also der Betrag, den du dir regelmässig auszahlst – und die üblichen Haushaltsposten.

Diese Trennung ist keine Formalität. Wer Geschäfts- und Privatkonto vermischt, kann weder die Rentabilität beurteilen noch die Steuererklärung sauber erstellen – und übersieht regelmässig, dass der Unternehmerlohn faktisch zu hoch angesetzt ist.

Die vier Rückstellungen

AHV, IV und EO mit rund zehn Prozent des Einkommens, Steuern mit 15 bis 25 Prozent, Vorsorge über die grosse Säule 3a und ein Puffer für auftragslose Monate. Zusammen 40 bis 50 Prozent jedes Zahlungseingangs.

Der Punkt, der am häufigsten überrascht: AHV-Beiträge werden akonto erhoben und erst nach der definitiven Veranlagung korrigiert. Bei wachsendem Einkommen kommt deshalb im zweiten oder dritten Jahr eine Nachzahlung, die vierstellig ausfallen kann.

Häufige Fragen

Wie budgetiere ich als Selbstständige:r bei schwankendem Einkommen?+

Indem du dir aus dem Geschäftskonto einen festen monatlichen «Lohn» auszahlst, der auch schwache Monate übersteht. Gute Monate füllen eine Reserve, aus der schwache Monate gedeckt werden – so glättest du die Schwankungen.

Wie viel sollte ich als Selbstständige:r für Steuern zurücklegen?+

Das hängt von Kanton und Einkommen ab, aber eine Rückstellung ist Pflicht, weil Steuern nachträglich per Rechnung kommen. Behandle sie als festen Monatsposten, nicht als Restbetrag – sonst fehlt das Geld bei der Rechnung.

Was muss ich bei der Vorsorge als Selbstständige:r beachten?+

Ohne Arbeitgeber gibt es keine automatische Pensionskasse. Die Säule 3a wird wichtiger und der Maximalbetrag für Selbstständige ohne PK ist höher. Plane die Vorsorge als festen Budgetposten ein, nicht als das, was am Ende übrig bleibt.

Wie viel sollte ich als Selbstständige zurücklegen?+

40 bis 50 Prozent jedes Zahlungseingangs für AHV, Steuern, Vorsorge und auftragslose Monate – bei jedem Eingang sofort.

Warum kommt eine AHV-Nachzahlung?+

Weil die Beiträge akonto erhoben und erst nach der definitiven Veranlagung korrigiert werden. Bei steigendem Einkommen folgt sie mit ein bis zwei Jahren Verzögerung.

Brauche ich als Selbstständige eine Pensionskasse?+

Nicht zwingend. Ohne Pensionskasse steht die grosse Säule 3a offen – bis 20 Prozent des Erwerbseinkommens innerhalb der gesetzlichen Obergrenze.

Wie hoch sind die Rückstellungen konkret?+

Bei CHF 8'000 monatlichem Umsatz sind das rund CHF 800 AHV, CHF 1'400 Steuern und CHF 800 Vorsorge – zusammen CHF 3'000, die nie auf dem Geschäftskonto verfügbar sein sollten.

Wie viel muss ich als Selbstständige zurücklegen?+

40 bis 50 Prozent jedes Zahlungseingangs für AHV, Steuern, Vorsorge und auftragslose Monate – bei jedem Eingang, nicht am Monatsende.

Warum kommt eine AHV-Nachzahlung?+

Weil die Beiträge zunächst akonto erhoben und erst nach der definitiven Veranlagung korrigiert werden. Bei steigendem Einkommen folgt sie mit ein bis zwei Jahren Verzögerung.

Halt das Ergebnis fest

Eine einmalige Berechnung beantwortet die Frage von heute. Interessant wird es, wenn du in drei Monaten siehst, ob sich etwas bewegt hat.