Sparziel-Rechner

Für ein Auto sparen

Kurz beantwortet: Für CHF 15’000 brauchst du bei CHF 420 im Monat drei Jahre, bei CHF 250 fünf Jahre. Ein solides Occasionsfahrzeug liegt in dieser Grössenordnung.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Februar 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Sparziel-Rechner: Auto (CHF 25'000)
Noch zu sparenCHF 25'000
Dauer bis zum Ziel3 J. 5 Mt.
Voraussichtlich erreichtFebruar 2030

Rechne neben dem Kaufpreis die laufenden Vollkosten mit ein.

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

Warum dieses Ziel

Neben dem Kaufpreis fallen Versicherung, Wertverlust, Service und Steuern an.

Ein solider Occasionswagen kostet in der Schweiz CHF 12'000 bis 20'000. Entscheidend ist aber, was danach kommt: Die Vollkosten nach TCS-Rechnung liegen bei CHF 600 bis 1'200 monatlich – Versicherung, Steuern, Service, Reifen, Treibstoff und vor allem Wertverlust, der allein rund die Hälfte ausmacht.

Was das monatlich bedeutet

Ohne Zins gerechnet verlangt das Ziel über 1 Jahr rund CHF 1’250 pro Monat, über 2 Jahre rund CHF 630 pro Monat, über 3 Jahre rund CHF 420 pro Monat. Diese Zahlen sind der eigentliche Prüfstein: Wenn die kürzeste Variante das Budget sprengt und die längste zu spät kommt, ist nicht die Sparrate das Problem, sondern die Zielhöhe oder das Datum.

So erreichst du es

Spare den Kaufpreis an und plane die laufenden Vollkosten als eigenen Budgetposten. Der Rechner oben zeigt dir Dauer und Zieldatum – passe Sparrate und Zins an deine Situation an.

Woran es in der Praxis scheitert

Fast alle sparen den Kaufpreis an und planen die Vollkosten nicht. Das Ergebnis ist ein bezahltes Auto, das das Monatsbudget um mehrere hundert Franken belastet. Rechne beides: den Kaufpreis als Sparziel und die Vollkosten als neuen dauerhaften Budgetposten.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Die Rate nach Zeithorizont

Ohne Verzinsung gerechnet – der ehrliche Ausgangspunkt, weil Zins bei kurzen Laufzeiten kaum wirkt:

  • In 2 Jahren: CHF 630 pro Monat
  • In 3 Jahren: CHF 420 pro Monat
  • In 5 Jahren: CHF 250 pro Monat
  • In 10 Jahren: CHF 130 pro Monat

Worauf es dabei ankommt

Wichtig: Der Kaufpreis ist der kleinere Teil. Vollkosten von CHF 600 bis 900 pro Monat gehören in dieselbe Planung, sonst ist das Auto zwar gekauft, aber nicht finanzierbar.

Und der Mechanismus, der über Erfolg entscheidet, ist immer derselbe: Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs auf ein separates Konto. Was am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt in der Praxis selten übrig.

Wo das Geld während der Ansparzeit liegt

Bei einem Horizont unter drei Jahren auf einem Sparkonto: Dort zählt Verfügbarkeit und nicht Rendite, und die Schwankung einer Anlage könnte den Termin gefährden.

Ab etwa fünf Jahren wird die Teuerung relevant. Bei 1,5 Prozent verliert Geld in zehn Jahren rund 14 Prozent an Kaufkraft – dann lohnt die Frage nach einer Anlagelösung für den Teil, der nicht kurzfristig gebraucht wird.

Was den Unterschied macht

Nicht die Höhe der Rate, sondern ihre Ununterbrochenheit. Ein Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs läuft ohne Entscheidung weiter; ein Betrag, der am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt selten übrig.

Und ein sichtbarer Zwischenstand: Bei einem Ziel über mehrere Jahre ist der Fortschritt in Prozent das, was durchhalten lässt. Der abstrakte Restbetrag wirkt umgekehrt – er bleibt lange gross.

Der Abgleich mit der Realität

Der grösste Unsicherheitsfaktor ist hier nicht der Betrag, sondern die Laufzeit. Eine Berechnung über zwanzig Jahre reagiert auf eine Änderung des Zinssatzes um einen Prozentpunkt stärker als auf eine um zehn Prozent höhere Sparrate – deshalb lohnt es sich, beide Grössen einzeln zu variieren statt eine einzige Zahl zu glauben.

Zweite Fehlerquelle sind Beiträge, die als konstant angenommen werden, es aber nicht sind: Lohnentwicklung, Pensumsänderungen und Erwerbsunterbrüche verschieben das Ergebnis deutlich. Rechne deshalb eine pessimistische Variante mit – sie ist die planungsrelevantere.

Was den Wert nach oben treibt

Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.

Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.

Häufige Fragen

Kaufen, leasen oder Auto-Abo?+

Kaufen ist über die Haltedauer meist am günstigsten, verlangt aber Kapital. Leasing bindet dich an eine Laufzeit und verlangt eine Vollkaskoversicherung. Das Auto-Abo ist am teuersten pro Monat, aber jederzeit kündbar – sinnvoll, wenn unklar ist, ob das Auto dauerhaft gebraucht wird.

Wie schnell erreiche ich dieses Sparziel?+

Das hängt von deiner Monatsrate und einem allfälligen Zins ab. Der Rechner oben zeigt dir Dauer und voraussichtliches Zieldatum in Echtzeit.

Lohnt sich verzinstes Sparen?+

Bei kurzen Zeiträumen kaum, bei mehreren Jahren spürbar. Trage einfach einen Zinssatz ein und vergleiche das Ergebnis.

Wie lange dauert es, CHF 15’000 zu sparen?+

Bei CHF 420 im Monat drei Jahre, bei CHF 250 fünf Jahre. Mit Verzinsung verkürzt sich die Dauer, bei kurzen Laufzeiten allerdings nur geringfügig.

Wie halte ich das Sparziel durch?+

Mit einem Dauerauftrag am Zahltag auf ein separates Konto und einem sichtbaren Zwischenstand. Beides ersetzt Willenskraft durch Automatik – das ist der einzige Ansatz, der über Jahre trägt.

Soll ich das Auto ansparen oder finanzieren?+

Ansparen ist fast immer günstiger – Autokredite und Leasing kosten Zins, und der Wertverlust läuft ohnehin. Wer finanziert, sollte die Gesamtkosten über die Laufzeit vergleichen, nicht die Monatsrate.

Wo soll ich das Geld während der Ansparzeit halten?+

Unter drei Jahren auf einem Sparkonto, wo Verfügbarkeit zählt. Ab fünf bis zehn Jahren lohnt die Frage nach einer Anlagelösung, weil die Teuerung sonst real zehrt.

Was tun, wenn ich eine Rate nicht zahlen kann?+

Einmal aussetzen statt den Dauerauftrag löschen. Ein gelöschter wird selten wieder eingerichtet, ein ausgesetzter läuft im Folgemonat weiter.

Wie genau ist das Ergebnis?+

Es ist eine Grössenordnung auf Basis konstanter Annahmen. Brauchbar wird es im Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate.

Was mache ich mit dem Ergebnis?+

Den errechneten Betrag als Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs einrichten. Ein Ergebnis, das nicht in eine Handlung mündet, verändert nichts.

Warum liegen meine Kosten über dem Richtwert?+

Meist wegen Wohnregion, Haushaltsgrösse oder externer Dienstleistungen. Städtische Zentren liegen bei fast jedem Posten über dem Durchschnitt.

Mach aus dem Ziel einen Betrag pro Monat

Ein Sparziel ohne Monatsbetrag bleibt ein Vorsatz. Mit Zieldatum und automatischer Verfolgung wird daraus eine Zahl, die du entweder triffst oder nicht.