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Inflationsrechner

Kurz beantwortet: Bei 1,5 % Teuerung pro Jahr verliert CHF 10'000 in zehn Jahren rund CHF 1'400 an Kaufkraft – es entspricht dann noch etwa CHF 8'600 von heute. Geld auf dem Sparkonto verliert real, wenn der Zins unter der Teuerung liegt.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Inflationsrechner
Kaufkraft in 10 JahrenCHF 8'203
Nötiger Betrag für gleiche KaufkraftCHF 12'190

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

Kaufkraft über Zeit

Betrag × (1 + Inflationsrate)^Jahre zeigt, was du künftig für denselben Warenkorb zahlst. Schon 2% summieren sich spürbar.

Konsequenz

Langfristiges Sparen sollte die Inflation berücksichtigen.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Was Teuerung praktisch bedeutet

Nicht, dass dein Geld verschwindet, sondern dass es weniger kauft. Bei 1,5 % jährlich kostet ein Warenkorb von CHF 1'000 nach zehn Jahren rund CHF 1'161 – dieselben Güter, mehr Franken.

Für kurzfristige Rückstellungen ist das kein Problem. Für Beträge, die zehn Jahre und länger liegen, ist es der entscheidende Faktor: Ein Sparkonto mit 0,5 % Zins bei 1,5 % Teuerung verliert real ein Prozent pro Jahr.

Warum die persönliche Teuerung abweicht

Der Landesindex der Konsumentenpreise misst einen durchschnittlichen Warenkorb. Deine persönliche Teuerung kann deutlich davon abweichen, je nachdem, wofür du dein Geld ausgibst.

Wer einen grossen Teil des Budgets für Miete und Krankenkasse aufwendet, spürt Preissteigerungen dort viel stärker als jemand mit tiefer Miete und hohem Konsumanteil. Krankenkassenprämien sind zudem gar nicht Teil des Landesindex – sie erscheinen in keiner Teuerungsstatistik, obwohl sie für viele Haushalte der spürbarste Kostentreiber der letzten Jahre waren.

Was das für Sparziele bedeutet

Ein Ziel in zehn Jahren muss real gerechnet werden. Wer heute CHF 50'000 für eine Küche einplant, braucht bei 1,5 Prozent Teuerung in zehn Jahren rund CHF 58'000 – die Zielsumme gehört entsprechend angepasst.

Für kurzfristige Ziele unter drei Jahren ist der Effekt vernachlässigbar. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie darüber entscheidet, ob ein Sparkonto genügt oder eine Anlagelösung nötig wird.

Der Lohn ist die andere Seite

Ein Teuerungsausgleich ist nur dort geschuldet, wo er im Vertrag oder Gesamtarbeitsvertrag vereinbart ist. Ohne Vereinbarung ist er Verhandlungssache – und ausbleibender Ausgleich bedeutet real sinkenden Lohn.

Über fünf Jahre bei 1,5 Prozent Teuerung entspricht ein unveränderter Lohn einem realen Rückgang von rund sieben Prozent. Das ist ein brauchbares Argument für ein Lohngespräch.

Warum ein Rechner nur ein Ausgangspunkt ist

Jede Vorsorgerechnung arbeitet mit Annahmen über Jahrzehnte: konstante Beiträge, konstante Renditen, ein unveränderter Erwerbsverlauf. Keine dieser Annahmen hält über zwanzig Jahre.

Das Ergebnis ist deshalb eine Grössenordnung, keine Zusage. Sein Wert liegt nicht in der Zahl, sondern in der Richtung: Es zeigt, ob die heutige Sparrate grundsätzlich reicht oder grundsätzlich nicht.

Vom Richtwert zur Budgetposition

Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.

Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.

Häufige Fragen

Wie stark entwertet Inflation mein Erspartes?+

Bei 1,5 % Teuerung verliert Geld in zehn Jahren rund 14 % an Kaufkraft. Aus CHF 10'000 werden real etwa CHF 8'600 von heute.

Wie schütze ich mich vor Inflation?+

Kurzfristige Reserven bleiben auf dem Konto – dort ist Verfügbarkeit wichtiger als Rendite. Für langfristige Beträge kommen Anlagen infrage, die real Ertrag erwirtschaften können.

Wie hoch ist die Teuerung in der Schweiz?+

Historisch niedrig im internationalen Vergleich, meist deutlich unter 2 %. Massgebend ist der Landesindex der Konsumentenpreise, den das Bundesamt für Statistik monatlich publiziert.

Muss ich Sparziele an die Teuerung anpassen?+

Bei einem Horizont über fünf Jahre ja. CHF 50'000 heute entsprechen bei 1,5 Prozent Teuerung in zehn Jahren rund CHF 58'000.

Wie genau ist das Ergebnis?+

Es ist eine Grössenordnung auf Basis konstanter Annahmen. Brauchbar wird es im Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate.

Was mache ich mit dem Ergebnis?+

Den errechneten Betrag als Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs einrichten. Ein Ergebnis, das nicht in eine Handlung mündet, verändert nichts.

Wie mache ich aus einem Richtwert eine Budgetposition?+

Als eigene Zeile mit monatlich reserviertem Betrag. Bei unregelmässigen Posten den Jahresbetrag durch zwölf teilen.

Halt das Ergebnis fest

Eine einmalige Berechnung beantwortet die Frage von heute. Interessant wird es, wenn du in drei Monaten siehst, ob sich etwas bewegt hat.