Kaufkraft über Zeit
Betrag × (1 + Inflationsrate)^Jahre zeigt, was du künftig für denselben Warenkorb zahlst. Schon 2% summieren sich spürbar.
Konsequenz
Langfristiges Sparen sollte die Inflation berücksichtigen.
In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.
Was Teuerung praktisch bedeutet
Nicht, dass dein Geld verschwindet, sondern dass es weniger kauft. Bei 1,5 % jährlich kostet ein Warenkorb von CHF 1'000 nach zehn Jahren rund CHF 1'161 – dieselben Güter, mehr Franken.
Für kurzfristige Rückstellungen ist das kein Problem. Für Beträge, die zehn Jahre und länger liegen, ist es der entscheidende Faktor: Ein Sparkonto mit 0,5 % Zins bei 1,5 % Teuerung verliert real ein Prozent pro Jahr.
Warum die persönliche Teuerung abweicht
Der Landesindex der Konsumentenpreise misst einen durchschnittlichen Warenkorb. Deine persönliche Teuerung kann deutlich davon abweichen, je nachdem, wofür du dein Geld ausgibst.
Wer einen grossen Teil des Budgets für Miete und Krankenkasse aufwendet, spürt Preissteigerungen dort viel stärker als jemand mit tiefer Miete und hohem Konsumanteil. Krankenkassenprämien sind zudem gar nicht Teil des Landesindex – sie erscheinen in keiner Teuerungsstatistik, obwohl sie für viele Haushalte der spürbarste Kostentreiber der letzten Jahre waren.
Was das für Sparziele bedeutet
Ein Ziel in zehn Jahren muss real gerechnet werden. Wer heute CHF 50'000 für eine Küche einplant, braucht bei 1,5 Prozent Teuerung in zehn Jahren rund CHF 58'000 – die Zielsumme gehört entsprechend angepasst.
Für kurzfristige Ziele unter drei Jahren ist der Effekt vernachlässigbar. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie darüber entscheidet, ob ein Sparkonto genügt oder eine Anlagelösung nötig wird.
Der Lohn ist die andere Seite
Ein Teuerungsausgleich ist nur dort geschuldet, wo er im Vertrag oder Gesamtarbeitsvertrag vereinbart ist. Ohne Vereinbarung ist er Verhandlungssache – und ausbleibender Ausgleich bedeutet real sinkenden Lohn.
Über fünf Jahre bei 1,5 Prozent Teuerung entspricht ein unveränderter Lohn einem realen Rückgang von rund sieben Prozent. Das ist ein brauchbares Argument für ein Lohngespräch.
Warum ein Rechner nur ein Ausgangspunkt ist
Jede Vorsorgerechnung arbeitet mit Annahmen über Jahrzehnte: konstante Beiträge, konstante Renditen, ein unveränderter Erwerbsverlauf. Keine dieser Annahmen hält über zwanzig Jahre.
Das Ergebnis ist deshalb eine Grössenordnung, keine Zusage. Sein Wert liegt nicht in der Zahl, sondern in der Richtung: Es zeigt, ob die heutige Sparrate grundsätzlich reicht oder grundsätzlich nicht.
Vom Richtwert zur Budgetposition
Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.
Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.
