Vollständig erfassen
Liste alle Einnahmen und Ausgaben kategorisiert auf. Der Saldo zeigt, ob du im Plus bist.
Dynamisch statt statisch
Ein lebendiges Budget passt sich an – besser als eine einmalige Tabelle.
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Die vier Blöcke
Fixkosten sind monatlich gleich und kurzfristig nicht änderbar: Miete, Nebenkosten, Krankenkasse, Versicherungen, Abos, ÖV.
Rückstellungen fallen jährlich oder unregelmässig an und werden durch zwölf geteilt: Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt, Serafe, Ferien, Reparaturen. Dieser Block fehlt in den meisten selbstgebauten Budgets – und er ist der Grund, warum sie im Frühling nicht mehr stimmen.
Lebenshaltung ist variabel und steuerbar: Lebensmittel, Kleider, Freizeit, Restaurant. Sparen ist der Rest – oder besser: ein Fixposten am Anfang.
Der Unterschied zwischen Plan und Realität
Ein Budget, das nie mit den tatsächlichen Ausgaben abgeglichen wird, ist eine Absichtserklärung. Der Abgleich muss nicht aufwendig sein: einmal im Monat die Kontobewegungen den Kategorien zuordnen und schauen, wo Plan und Wirklichkeit auseinanderlaufen.
Erfahrungsgemäss weichen zwei bis drei Kategorien deutlich ab – meist Lebensmittel, Freizeit und «Diverses». Wer diese realistisch nach oben korrigiert und dafür anderswo kürzt, hat nach zwei Monaten ein Budget, das hält. Eines, das dauerhaft zu optimistisch ist, wird irgendwann ignoriert – und das ist teurer als ein grosszügiger Ansatz.
Die Kategorien, die am häufigsten fehlen
Rückstellungen für Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt und Serafe. Dazu bei Wohneigentum die Unterhaltsrückstellung von rund einem Prozent des Gebäudewerts pro Jahr – bei CHF 800'000 also CHF 667 im Monat.
Diese Posten fehlen nicht aus Nachlässigkeit, sondern weil sie im Monatsalltag nicht sichtbar sind. Genau deshalb gehören sie in eine Vorlage statt in die Erinnerung.
Von der Vorlage zur Gewohnheit
Eine Vorlage nützt erst, wenn sie monatlich angeschaut wird. Zehn Minuten pro Woche für die Erfassung, zwanzig Minuten am Monatsende für den Abgleich – mehr Aufwand führt erfahrungsgemäss zum Abbruch.
Ein fixer Termin hilft mehr als ein Vorsatz. Der letzte Sonntag im Monat funktioniert für viele, weil er ohnehin ruhiger ist.
Der Abgleich mit der Realität
Rechne das Ergebnis gegen deine tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate. Wo Berechnung und Realität um mehr als zehn Prozent auseinanderliegen, stimmt eine Annahme nicht – und meist ist es eine, die du selbst gesetzt hast.
Häufigste Ursache sind vergessene Rückstellungen: Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt und Serafe. Sie fallen jährlich an und fehlen deshalb in der Monatsbetrachtung, aus der die meisten ihre Eingaben ableiten.
Richtwert und eigene Lage
Ein Richtwert beschreibt den Durchschnitt, nicht deine Situation. Er ist brauchbar als Ausgangspunkt und wird erst durch den Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate aussagekräftig.
Wo dein Wert um mehr als zwanzig Prozent abweicht, gibt es dafür meist einen konkreten Grund – Wohnregion, Haushaltsgrösse oder eine Besonderheit deiner Lebenssituation. Diesen Grund zu kennen ist wertvoller als der Durchschnitt selbst.
