Berechnung
Der 13. entspricht meist einem zusätzlichen Monatslohn, anteilig bei unterjährigem Eintritt.
Sinnvoll einsetzen
Erst Steuern/Rechnungen, dann Vorsorge, dann ein kleiner Genuss-Anteil.
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Warum netto weniger bleibt als erwartet
Nicht wegen eines Sondertarifs – den gibt es nicht –, sondern wegen der Progression. Der 13. kommt zusätzlich zum übrigen Jahreslohn und wird deshalb vollständig zu deinem höchsten Steuersatz belastet, nicht zum Durchschnitt.
Bei Quellenbesteuerten wird im Auszahlungsmonat oft auf ein Jahreseinkommen hochgerechnet, was den Abzug in diesem Monat überproportional aussehen lässt. Das gleicht sich über das Jahr wieder aus.
Die sinnvollste Verwendung
Ein Drittel für Steuern zurücklegen, ein Drittel in ein konkretes Ziel, ein Drittel bewusst ausgeben. Diese Aufteilung verhindert beides – dass der Betrag unbemerkt versickert und dass er sich wie Verzicht anfühlt.
Wann der 13. ausbezahlt wird
Üblich ist die Auszahlung im November oder Dezember, teilweise hälftig im Juni und Dezember. Massgebend ist der Arbeitsvertrag – ein gesetzlich vorgeschriebener Termin existiert nicht.
Für die Planung ist der Zeitpunkt relevant: Wer den 13. im November erhält, hat ihn vor der Weihnachtszeit und vor der Steuerrechnung des Folgejahrs. Genau deshalb ist er der häufigste Kandidat für Lifestyle-Inflation – er kommt in einem Monat, in dem ohnehin mehr ausgegeben wird, und verschwindet unbemerkt.
Die Verteilung, die sich bewährt
Ein Drittel für die Steuerrückstellung, ein Drittel in ein konkretes Ziel, ein Drittel bewusst ausgeben. Diese Aufteilung verhindert beides – dass der Betrag unbemerkt versickert und dass er sich wie Verzicht anfühlt.
Entscheidend ist der Zeitpunkt: Die beiden gebundenen Drittel am Tag der Auszahlung überweisen. Was danach auf dem Konto liegt, darf vollständig ausgegeben werden.
Bei Ein- und Austritt
Wer mitten im Jahr eintritt oder austritt, erhält den 13. in der Regel anteilig nach Anstellungsmonaten. Die genaue Regelung steht im Arbeitsvertrag – bei einem Wechsel im November lohnt der Blick, bevor gekündigt wird.
Zu prüfen ist auch, ob der neue Arbeitgeber einen 13. kennt. Ein höherer Monatslohn ohne 13. kann unter dem Strich weniger sein als ein tieferer mit.
Warum ein Rechner nur ein Ausgangspunkt ist
Jede Berechnung arbeitet mit Annahmen: konstante Beträge, konstante Sätze, ein durchschnittlicher Monat. Die Realität liefert schwankende Einkommen, Sonderausgaben und Jahre, die aus der Reihe fallen.
Das Ergebnis ist deshalb eine Grössenordnung, keine Prognose. Brauchbar wird es, wenn du es mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate vergleichst – erst dieser Abgleich zeigt, ob die Annahmen zu dir passen.
Was den Wert nach oben treibt
Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.
Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.
