Die grossen Posten
Für einen Einpersonenhaushalt sind grob folgende Monatswerte realistisch: Miete CHF 1'200–1'800, Krankenkasse CHF 300–450, Lebensmittel CHF 400–600, ÖV/Mobilität CHF 70–350, Kommunikation CHF 60–120.
Regionale Unterschiede
Zürich, Genf und Zug sind deutlich teurer als das Tessin oder ländliche Kantone. Vor allem die Mieten variieren stark.
In BudgetHub baust du das in einer Stunde auf und brauchst danach zehn Minuten im Monat – der Aufwand liegt am Anfang, nicht im Unterhalt.
Die grössten Spar-Hebel
Bei den grössten Posten liegt das meiste Potenzial. Krankenkasse: jährlich Prämien vergleichen und Franchise/Modell prüfen spart oft mehrere hundert Franken. Mobilität: Halbtax plus Carsharing ist häufig günstiger als ein eigenes Auto.
- Krankenkasse jährlich neu vergleichen (Stichtag Ende November)
- Höhere Franchise prüfen, wenn du selten zum Arzt gehst
- Abos und Versicherungen jährlich durchgehen
- Auswärts essen bewusst budgetieren
Die Verteilung auf die grossen Posten
Anteile am Haushaltsbudget, als Orientierung:
- Wohnen inklusive Nebenkosten: 25 bis 30 %
- Steuern: 10 bis 20 %, je nach Kanton und Gemeinde
- Krankenkasse: 8 bis 12 %, pro Person
- Lebensmittel: 10 bis 15 %
- Mobilität: 5 bis 10 %
- Der Rest verteilt sich auf Versicherungen, Freizeit, Kleider und Rückstellungen.
Wie viel Aufwand nötig ist
Zehn Minuten pro Woche für die Erfassung und zwanzig Minuten am Monatsende für den Abgleich. Mehr Aufwand führt erfahrungsgemäss zum Abbruch, weniger zu Daten ohne Erkenntnis.
Der Monatsabgleich ist dabei der Teil, der wirkt. Wer nur erfasst und nie auswertet, hat Aufwand ohne Ertrag – das ist der häufigste Grund für Abbrüche nach sechs Wochen.
Der Unterschied zwischen Erfassen und Steuern
Eine rückblickende Auswertung erklärt den letzten Monat. Ein Budget entscheidet über den nächsten – der Unterschied liegt darin, ob ein Betrag pro Kategorie vor der Ausgabe sichtbar ist.
Praktisch heisst das: Der Blick ins Budget gehört vor den Einkauf, nicht danach. Alles andere ist Buchhaltung – nützlich für die Analyse, wirkungslos für die Steuerung.
Der 13. Monatslohn im Jahresbudget
Wer mit zwölf gleichen Monatslöhnen rechnet, hat elf zu knappe Monate und einen scheinbar üppigen November. Sauber ist die Jahressicht: Jahreseinkommen durch zwölf.
Der 13. ist kein Bonus, sondern aufgeschobener Lohn – und er wird voll besteuert. Von CHF 6'000 brutto bleiben je nach Situation CHF 3'500 bis 4'500.
Warum der Schweizer Durchschnitt für dich wenig aussagt
Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Kanton liegen bei identischem Haushalt und Einkommen mehrere hundert Franken pro Monat – und zwar in drei Posten gleichzeitig: Miete, Krankenkassenprämie und Steuern. Alle drei sind kantonal, alle drei gehören zu den grössten Positionen.
Konkret: Die mittlere Prämie schwankt zwischen den Kantonen um mehr als CHF 200 pro Monat und Person. Die Steuerbelastung bei CHF 80'000 steuerbarem Einkommen liegt je nach Gemeinde zwischen rund CHF 8'000 und 14'000 im Jahr. Die Wohnkosten unterscheiden sich innerhalb desselben Kantons zwischen Stadt und Land oft um 40 Prozent.
Die Rechnung, die vor einem Umzug gehört
Wer über einen Wohnortwechsel nachdenkt, sollte nicht die Miete vergleichen, sondern die Summe aus Miete, Prämie, Steuern und Pendelkosten. Eine um CHF 300 günstigere Wohnung in einem Kanton mit höherer Steuerbelastung und teureren Prämien kann unter dem Strich teurer sein.
Die Pendelkosten werden dabei am häufigsten unterschätzt – nicht wegen des Abos, sondern wegen der Zeit. Eine Stunde zusätzlicher Arbeitsweg pro Tag sind über ein Jahr rund 230 Stunden. Wer diese Zeit mit dem eigenen Stundenlohn bewertet, kommt oft auf mehr als die eingesparte Miete.
