Erst Überblick, dann Plan
Liste alle Schulden mit Betrag, Zins und monatlicher Rate auf. Erst wenn du das Gesamtbild siehst, kannst du priorisieren.
Schneeball oder Lawine
Beim Schneeball tilgst du die kleinste Schuld zuerst (Motivation), bei der Lawine die teuerste (mathematisch optimal). Beide funktionieren – wähle, was du durchhältst.
Hilfe annehmen
Bei Überschuldung helfen Schuldenberatungsstellen wie Caritas oder die Schuldenberatung Schweiz kostenlos und vertraulich.
In BudgetHub siehst du schwarz auf weiss, wie viel nach allen Fixkosten monatlich frei bleibt – die Zahl, auf der jeder Abbauplan aufbaut.
Warum die Reihenfolge zählt
Mindestraten zuerst: Verzug erzeugt Mahngebühren von CHF 20 bis 50 pro Rechnung und Verzugszinsen, die schneller wachsen als jede Tilgung. Erst was darüber verfügbar ist, geht auf eine einzelne Schuld.
Welche zuerst? Die teuerste spart am meisten Zins, die kleinste bringt am schnellsten ein Erfolgserlebnis. Wer schon einmal abgebrochen hat, fährt mit der kleinsten besser – eine durchgehaltene Strategie schlägt eine optimale.
Wann externe Hilfe der richtige Schritt ist
Wenn die Mindestraten zusammen das verfügbare Einkommen übersteigen, ist es kein Organisationsproblem mehr. Die anerkannten Budget- und Schuldenberatungsstellen beraten kostenlos und vertraulich, verhandeln mit Gläubigern und kennen Instrumente, die von aussen nicht sichtbar sind.
Eine Übersicht gibt es unter Fachstellen. Früh hinzugehen ist der Unterschied zwischen einer Sanierung und einer Spirale.
Die Zahl, die den Unterschied macht
Nicht der Kontostand, sondern der frei verfügbare Betrag nach Fixkosten und Rückstellungen. Er ist die einzige Grösse, über die du im Monat tatsächlich entscheidest – alles andere ist bereits vergeben.
Bei CHF 6'000 netto, CHF 2'400 Fixkosten und CHF 600 Rückstellungen sind das CHF 3'000. Wer stattdessen mit CHF 6'000 plant, plant mit Geld, das schon weg ist.
Warum Kategorien zusammengehören
Zehn bis fünfzehn Kategorien sind das Optimum. Weniger verdeckt, wo das Geld hingeht; mehr macht die Zuordnung zur Last – und ein Budget, das Aufwand macht, wird nach zwei Monaten liegen gelassen.
Kategorien mit unter CHF 30 im Monat gehören zusammengelegt, solche über zwanzig Prozent des Budgets aufgeteilt. «Freizeit» mit CHF 600 sagt wenig; «Restaurant» und «Hobby» getrennt zeigen, wo der Betrag entsteht.
Was bei schwankendem Einkommen anders läuft
Das Basisbudget wird auf dem tiefsten Einkommensmonat der letzten zwölf aufgebaut, nicht auf dem Durchschnitt. Alles darüber wird als Überschuss zugeteilt, nicht als Normalzustand eingeplant.
Rückstellungen werden dabei als Prozentsatz jedes Eingangs abgezogen statt als Fixbetrag. So skalieren sie automatisch mit und belasten schwache Monate nicht überproportional.
