Reale vs. nominale Kaufkraft
Bleibt dein Lohn gleich, während die Preise steigen, sinkt deine reale Kaufkraft. Schon 2% Inflation halbieren die Kaufkraft über rund 35 Jahre.
Budget regelmässig anpassen
Überprüfe Kategorien wie Lebensmittel und Energie jährlich und passe die Beträge an die Realität an.
In BudgetHub baust du das in einer Stunde auf und brauchst danach zehn Minuten im Monat – der Aufwand liegt am Anfang, nicht im Unterhalt.
Was Inflation fürs Sparen bedeutet
Bei 2 % Teuerung sinkt die Kaufkraft von CHF 10’000 über 10 Jahre auf rund CHF 8’200. Langfristiges Sparen sollte die Inflation berücksichtigen – der Notgroschen bleibt trotzdem liquide.
Die Schweizer Besonderheit
Der Landesindex der Konsumentenpreise misst einen durchschnittlichen Warenkorb – und Krankenkassenprämien sind darin nicht enthalten. Für viele Haushalte war aber genau die Prämie der spürbarste Kostentreiber der letzten Jahre.
Die persönlich empfundene Teuerung liegt deshalb oft deutlich über der offiziellen, besonders bei Haushalten mit hohem Wohn- und Gesundheitskostenanteil.
Die Zahl, die den Unterschied macht
Nicht der Kontostand, sondern der frei verfügbare Betrag nach Fixkosten und Rückstellungen. Er ist die einzige Grösse, über die du im Monat tatsächlich entscheidest – alles andere ist bereits vergeben.
Bei CHF 6'000 netto, CHF 2'400 Fixkosten und CHF 600 Rückstellungen sind das CHF 3'000. Wer stattdessen mit CHF 6'000 plant, plant mit Geld, das schon weg ist.
Der Unterschied zwischen Erfassen und Steuern
Eine rückblickende Auswertung erklärt den letzten Monat. Ein Budget entscheidet über den nächsten – der Unterschied liegt darin, ob ein Betrag pro Kategorie vor der Ausgabe sichtbar ist.
Praktisch heisst das: Der Blick ins Budget gehört vor den Einkauf, nicht danach. Alles andere ist Buchhaltung – nützlich für die Analyse, wirkungslos für die Steuerung.
Der Unterschied zwischen Sparen und Rückstellen
Rückstellungen sind aufgeschobener Konsum: Geld für Steuern, Ferien oder den Zahnarzt, das bereits vergeben ist. Sparen baut Vermögen auf. Beides in einen Topf zu werfen führt zu einer Sparquote, die im September wieder verschwindet.
Praktisch heisst das: getrennte Konten oder mindestens getrennte Kategorien. Wer beides mischt, kennt seinen tatsächlichen Vermögensaufbau nicht.
Was das für Lohnverhandlungen bedeutet
Ein Teuerungsausgleich ist nur geschuldet, wenn er vertraglich oder im Gesamtarbeitsvertrag vereinbart ist. Sonst ist er Verhandlungssache – und ein unveränderter Lohn bedeutet real sinkende Kaufkraft.
Über fünf Jahre bei 1,5 Prozent Teuerung entspricht ein gleichbleibender Lohn einem realen Rückgang von rund sieben Prozent. Das ist ein sachliches Argument, unabhängig von der Leistungsbeurteilung.
