Gemeinsame Kasse
Ein gemeinsamer Topf für Miete, Strom und Haushalt schafft Klarheit.
Abrechnung transparent halten
Wer was zahlt, sollte für alle sichtbar sein.
In BudgetHub startest du mit einer Vorlage für diese Situation und passt sie an – schneller, als eine Tabelle von Grund auf zu bauen.
Faire Aufteilung in der WG
Trennt klar zwischen gemeinsamen Kosten (Miete, Strom, Internet, Putzmittel) und Privatem. Eine kleine gemeinsame Haushaltskasse für Wiederkehrendes vermeidet ständiges Abrechnen – grössere Posten teilt ihr transparent.
Was vorher geregelt sein sollte
Wer steht im Mietvertrag? Als Hauptmieterin haftest du für die ganze Miete, auch wenn ein Zimmer leer steht oder jemand nicht zahlt. Ein gemeinsamer Vertrag mit allen Namen verteilt die Haftung, macht aber jeden Wechsel aufwendiger.
Und die Kaution: Sie wird meist von einer Person gestellt und beim Auszug einer anderen strittig. Wer den Beitrag jeder Person schriftlich festhält, spart sich diese Diskussion Jahre später.
Warum Fixkosten nicht mitschrumpfen
Miete, Krankenkasse und Energie fallen pro Haushalt beziehungsweise pro Person an. Sie halbieren sich nicht, wenn ein Erwachsener wegfällt – nur die variablen Kosten skalieren.
Diese Asymmetrie erklärt, warum ein Budget, das zu zweit funktionierte, allein nicht mehr aufgeht. Es ist keine Frage der Disziplin, sondern der Struktur.
Wo es Unterstützung gibt
Budget- und Schuldenberatungsstellen beraten kostenlos und vertraulich, auch zu Trennungs-, Unterhalts- und Pflegefragen. Sie kennen Ansprüche, die von aussen nicht sichtbar sind.
Eine Übersicht findest du unter Fachstellen. Früh hinzugehen ist kein Eingeständnis, sondern der Schritt, der die Sache klein hält.
Alleinerziehend: die Ansprüche kennen
Prämienverbilligung, Alimentenbevorschussung, kommunale Betreuungssubventionen und der günstigere Steuertarif für Alleinstehende mit Kind. Alle setzen einen Antrag voraus.
Bei Nichtzahlung von Unterhalt bevorschussen die meisten Kantone und übernehmen das Inkasso – kostenlos, mit einem Rechtstitel als Voraussetzung.
Wenn jemand nicht zahlt
Gegenüber der Vermieterschaft haftet, wer im Mietvertrag steht – unabhängig von internen Absprachen. Bei einem gemeinsamen Vertrag haften alle solidarisch für die ganze Miete.
Intern lässt sich das über eine schriftliche Vereinbarung regeln, praktisch hilft aber vor allem ein Puffer in der gemeinsamen Kasse. Ein Monatsbeitrag Reserve überbrückt den häufigsten Fall.
Die häufigsten Streitpunkte im Voraus regeln
Wer zahlt bei einem Auszug die Miete für das leere Zimmer, wie wird die Kaution aufgeteilt, und wer haftet gegenüber der Vermieterschaft? Diese drei Fragen erzeugen die meisten Konflikte.
Eine schriftliche Vereinbarung unter den Mitbewohnenden hat keine Wirkung gegenüber der Vermieterschaft, regelt aber das Verhältnis untereinander – und das genügt für die meisten Streitfälle.
Solidarhaftung: Du haftest für die ganze Miete
Stehen alle Namen auf demselben Mietvertrag, haften alle solidarisch – die Vermieterin darf die gesamte Miete von einer einzigen Person einfordern. Zieht jemand aus, ohne dass der Vertrag angepasst wird, bleibt diese Person weiter haftbar, auch wenn sie längst woanders wohnt.
Daraus folgt zweierlei. Ein Auszug muss schriftlich im Vertrag nachvollzogen werden, nicht nur intern abgemacht. Und wer neu einzieht, sollte klären, ob er in den bestehenden Vertrag aufgenommen wird oder als Untermieter kommt – im zweiten Fall besteht kein direktes Verhältnis zur Vermieterin, aber auch kein Kündigungsschutz gegenüber der Hauptmieterin.
Beim Mietzinsdepot gilt: höchstens 3 Monatsmieten, auf einem Konto, das auf die Mieterinnen lautet. Bei Auszug einer Person wird deren Anteil nicht automatisch frei – die Auszahlung erfolgt erst bei Vertragsende oder mit Zustimmung aller Beteiligten.
Was pro Haushalt und was pro Person anfällt
Die Aufteilung wird oft falsch gemacht, weil nicht alles teilbar ist. Pro Haushalt fallen an: Serafe – eine Abgabe pro Wohnung, unabhängig von der Personenzahl –, Internet, Strom sowie Hausrat- und Privathaftpflichtversicherung, sofern gemeinsam abgeschlossen. Pro Person: Krankenkasse, Handy, ÖV-Abo und je nach Regelung die Lebensmittel.
Die Serafe ist der häufigste Streitpunkt und zugleich der einfachste Fall: ein Betrag pro Wohnung, geteilt durch die Anzahl Personen. Wer sie einzeln bezahlt, zahlt zu viel – eine Anmeldung für den Haushalt genügt.
Beim Hausrat lohnt eine gemeinsame Police selten. Sie deckt zwar alles ab, aber im Schadenfall muss geklärt werden, wem was gehört, und bei jedem Auszug ist die Police neu zu ordnen. Einzelne Policen sind zusammen nur wenig teurer und deutlich unkomplizierter.
