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Erstes Budget in der Lehre: Was tun mit dem ersten Lohn?

Die kurze Antwort: Der erste Lehrlingslohn ist der beste Moment, um budgetieren zu lernen – nicht weil der Betrag gross ist, sondern weil die Gewohnheit jetzt entsteht. Ein einfaches Muster hilft: einen Teil fürs Sparen, einen fürs Kostgeld, den Rest bewusst ausgeben.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Der erste eigene Lohn – und jetzt?

Ein Lehrlingslohn ist überschaubar, aber er ist deiner. Genau deshalb ist er der ideale Übungsplatz: Wer mit wenig lernt, seine Ausgaben zu steuern, kann es später mit mehr umso besser. Ein bewährtes Einsteiger-Muster ist, den Lohn gedanklich in drei Teile zu teilen – Sparen, Kostgeld/Fixes, freier Betrag.

Das Wichtigste zuerst: einen kleinen Teil sparen, bevor der Rest verplant wird. Schon zwanzig oder fünfzig Franken pro Monat bauen die Gewohnheit auf, die später den Unterschied macht.

Kostgeld: der erste Beitrag zum Haushalt

Viele Lernende zahlen zu Hause ein Kostgeld – ein fairer Beitrag an Wohnen und Essen und zugleich eine erste Lektion in Fixkosten. Trag es als festen monatlichen Posten ein, dann siehst du klar, was dir danach bleibt.

Falls du noch kein Kostgeld zahlst: Es lohnt sich, den Betrag trotzdem symbolisch einzuplanen, damit der spätere Umzug in die eigene Wohnung kein Schock wird.

Sparen mit kleinem Lohn – geht das?

Ja, und es lohnt sich gerade dann. Nicht wegen des Betrags, sondern wegen der Routine. Wer mit dem Lehrlingslohn anfängt, hat beim ersten vollen Lohn nach der Ausbildung die Gewohnheit bereits – dann wirkt sie mit echtem Geld.

Ein Sparziel mit sichtbarem Fortschritt – für den Töff, die Reise, den Führerschein – macht das Sparen konkret statt abstrakt. Mehr zum Einstieg ins eigene Wohnen: Budget für die erste eigene Wohnung und WG.

Die Identität, die bleibt

Es geht nicht darum, jeden Franken umzudrehen. Es geht darum, mit 16 oder 18 jemand zu werden, der weiss, wohin sein Geld fliesst – eine Haltung, die ein Leben lang trägt.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Vom ersten Lohn an

Der Lehrlingslohn liegt im ersten Jahr bei CHF 600 bis 900 und steigt bis zum Abschluss auf CHF 1'100 bis 1'600. Wer zu Hause wohnt, hat davon einen grossen Teil frei verfügbar – und genau dort entstehen die ersten Gewohnheiten.

Was BudgetHub kostet

Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und ohne Kreditkarte nutzbar – er deckt Budget, Kategorien und Auswertung ab. Die bezahlten Pläne liegen bei CHF 6.90 im Monat oder CHF 69 im Jahr für Einzelpersonen und CHF 11.90 im Monat oder CHF 119 im Jahr für Familien mit gemeinsamen Bereichen.

Der Vergleichsmassstab sollte nicht die Featureliste sein, sondern die Funktionen, die du im letzten Monat tatsächlich genutzt hast. Ein Abo lohnt sich, wenn es eine wiederkehrende Aufgabe abnimmt – nicht, weil es mehr kann.

Häufige Fragen

Was soll ich mit meinem ersten Lehrlingslohn machen?+

Teile ihn gedanklich in drei Teile: einen fürs Sparen (zuerst, bevor der Rest verplant wird), einen fürs Kostgeld und Fixes, den Rest zum bewussten Ausgeben. Der Betrag ist zweitrangig – wichtig ist, die Gewohnheit jetzt aufzubauen.

Wie viel Kostgeld zahlt man in der Lehre?+

Das ist Vereinbarungssache mit den Eltern und hängt vom Lohn ab. Wichtiger als die genaue Höhe ist, das Kostgeld als festen Monatsposten zu behandeln – es ist die erste Übung im Umgang mit Fixkosten und erleichtert später den Umzug in die eigene Wohnung.

Kann ich mit einem Lehrlingslohn überhaupt sparen?+

Ja. Schon kleine Beträge von zwanzig oder fünfzig Franken pro Monat bauen die Gewohnheit auf. Der Wert liegt nicht im Betrag, sondern in der Routine, die beim ersten vollen Lohn nach der Ausbildung bereits sitzt.

Warum ist die Lehre ein guter Zeitpunkt fürs Budgetieren?+

Weil sich Finanzgewohnheiten früh und dauerhaft prägen. Wer mit dem ersten kleinen Lohn lernt, seine Ausgaben zu steuern und zuerst zu sparen, muss es später nie mühsam umlernen.

Wie hoch ist der Lehrlingslohn?+

Im ersten Lehrjahr je nach Branche CHF 600 bis 900, im letzten CHF 1'100 bis 1'600.

Übt es gemeinsam

Ein eigenes Budget zu führen lernt man nicht durch Erklären, sondern durch Machen – am besten mit dem ersten eigenen Geld und jemandem, der mitschaut.