Wie viel Reserve?
Üblich sind 3–6 Netto-Monatsausgaben auf einem separaten, jederzeit verfügbaren Konto.
Automatisch ans Ziel
Setze in BudgetHub ein Sparziel «Notgroschen» und verfolge den Fortschritt visuell, Monat für Monat.
In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.
Wie hoch sollte der Notgroschen in der Schweiz sein?
Die belastbare Antwort lautet: 3 bis 6 Monatsfixkosten – nicht Monatslöhne. Entscheidend ist, wie lange du ohne Einkommen durchhältst, ohne Schulden zu machen. Wer CHF 3'200 Fixkosten hat, braucht also CHF 9'600 bis CHF 19'200.
Drei Monate reichen bei sicherer Anstellung und zwei Einkommen im Haushalt. Sechs Monate sind angemessen bei Selbstständigkeit, befristeten Verträgen oder wenn ein Einkommen den ganzen Haushalt trägt.
Notgroschen-Zielwerte nach Haushaltstyp
Konkrete Richtwerte statt Faustregel. Die Fixkosten sind Orientierungsgrössen für 2026 und liegen in Zürich, Zug und Genf deutlich höher, in ländlichen Kantonen tiefer.
| Haushalt | Fixkosten/Mt. (Richtwert) | Ziel 3 Monate | Ziel 6 Monate |
|---|---|---|---|
| Einzelperson, WG-Zimmer | CHF 2'200 | CHF 6'600 | CHF 13'200 |
| Einzelperson, eigene Wohnung | CHF 3'200 | CHF 9'600 | CHF 19'200 |
| Paar ohne Kinder | CHF 4'800 | CHF 14'400 | CHF 28'800 |
| Familie mit zwei Kindern | CHF 7'200 | CHF 21'600 | CHF 43'200 |
Wo gehört der Notgroschen hin?
Auf ein separates Sparkonto bei einer Schweizer Bank – erreichbar innert Tagen, aber nicht auf demselben Konto wie das Alltagsgeld. Nicht in die Säule 3a: Das Geld ist dort bis zur Pensionierung gebunden und im Notfall nicht verfügbar. Nicht in Aktien oder Fonds: Notfälle treffen erfahrungsgemäss mit Kursrückgängen zusammen.
Der wirksamste Aufbau ist ein Dauerauftrag am Zahltag. Auch CHF 200 im Monat ergeben nach zwei Jahren CHF 4'800 – genug, um die meisten unerwarteten Rechnungen abzufangen, ohne den Kreditrahmen zu nutzen.
Der Aufbau in Stufen
Zuerst ein Monatslohn – dieser Betrag verhindert bereits, dass eine kaputte Waschmaschine auf der Kreditkarte landet. Dann drei Monatsausgaben, dann der Rest bis sechs.
Der Sprung von null auf einen Monatslohn ist der grösste. Deshalb lohnt es sich, ihn schnell zu erreichen, auch wenn dafür andere Sparziele vorübergehend pausieren.
Rückstellungen sind der eigentliche Unterschied
Fixkosten und variable Ausgaben bildet jedes Werkzeug ab. Woran die meisten scheitern, sind die Posten dazwischen: Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt, Serafe, Ferien, Reparaturen. Sie kommen jährlich oder unregelmässig und sprengen jeden Monat, in dem sie auftauchen.
Die Lösung ist mechanisch: Jahresbetrag durch zwölf, als Fixposten geführt. Bei einem mittleren Haushalt sind das CHF 500 bis 900 monatlich – und genau dieser Betrag fehlt in den meisten selbstgebauten Budgets.
Was Schweizer Haushalte zusätzlich brauchen
Zwei Posten unterscheiden ein Schweizer Budget von fast jeder ausländischen Vorlage: die Krankenkassenprämie, die pro Kopf privat bezahlt wird, und die Steuern, die nicht an der Quelle abgezogen, sondern separat in Rechnung gestellt werden.
Zusammen machen sie für einen mittleren Haushalt CHF 1'000 bis 1'500 im Monat aus. Ein Werkzeug, das sie nicht als eigene Kategorien vorsieht, führt verlässlich zu einem Budget, das im Frühling nicht mehr stimmt.
