Privatsphäre als Unterschied
Viele Aggregator-Apps lesen deine Konten aus. BudgetHub setzt bewusst auf das Gegenteil: Du entscheidest, welche Daten du erfasst oder importierst.
Was BudgetHub bietet
Budgets, Sparziele, Hubs für Paare und Familien, Smart-Import per CSV und BudgetAI – alles nach DSG/DSGVO entwickelt.
In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.
Wann MoneyControl nicht mehr reicht
Es ist ein solides Einzel-Haushaltsbuch mit fairem Einmalpreis von rund CHF 5. Sobald mehrere Personen mit eigenen Zugängen budgetieren, Sparziele mit Fortschritt gebraucht werden oder Auswertungen über mehrere Bereiche, stösst das Konzept an seine Grenze.
Was BudgetHub kostet
Zum Vergleich die eigenen Zahlen: Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und ohne Kreditkarte nutzbar, die bezahlten Pläne liegen bei CHF 6.90 im Monat oder CHF 69 im Jahr für Einzelpersonen und CHF 11.90 im Monat oder CHF 119 im Jahr für Familien mit gemeinsamen Bereichen.
Beim Wechsel lohnt sich der Vergleich der Jahreskosten, nicht der Monatspreise: Zwischen rund CHF 100 im Jahr und CHF 69 liegen über fünf Jahre CHF 155 – spürbar, aber selten der ausschlaggebende Punkt. Wichtiger ist, ob die Schweizer Posten abgebildet sind, denn die baut man sonst dauerhaft von Hand nach.
Was beim Wechsel zu prüfen ist
Zuerst der Datenexport der bisherigen Lösung – vor der Kündigung, nicht danach. Zwölf Monate Verlauf genügen für Durchschnittswerte pro Kategorie, und diese sind die brauchbare Grundlage für den Neustart.
Danach die Frage nach den Voreinstellungen: Sind Krankenkasse, Steuerrückstellung, Säule 3a und Serafe ab Werk vorhanden, oder müssen sie angelegt werden? Das entscheidet über eine Stunde Aufwand beim Aufsetzen.
Die fünf Auswahlkriterien
Beim Wechsel zählt weniger, was ein Werkzeug alles kann, als ob es das Wenige gut kann, das du täglich brauchst. Diese fünf Punkte entscheiden erfahrungsgemäss darüber, ob die neue Lösung nach drei Monaten noch benutzt wird:
- Passt die Methode zu dir? Zero-Based gibt Struktur, nachverfolgende Ansätze verlangen weniger Pflege.
- Sind Schweizer Besonderheiten abgebildet – Krankenkasse, Steuerrückstellung, Säule 3a, Serafe?
- Kannst du deine Daten jederzeit exportieren? Ohne Export bist du an den Anbieter gebunden.
- Wie finanziert sich der Anbieter? Werbung und Vermittlungsprovisionen beeinflussen Empfehlungen.
- Braucht es eine Bankanbindung, oder geht es auch ohne?
Was Schweizer Haushalte zusätzlich brauchen
Zwei Posten unterscheiden ein Schweizer Budget von fast jeder ausländischen Vorlage, und beide fehlen in international konzipierten Werkzeugen: die Krankenkassenprämie, die pro Kopf privat bezahlt wird, und die Steuern, die separat in Rechnung gestellt statt an der Quelle abgezogen werden.
Zusammen machen sie für einen mittleren Haushalt CHF 1'000 bis 1'500 im Monat aus. Beim Wechsel von einem internationalen Werkzeug ist das der Punkt, an dem sich entscheidet, ob die Umstellung trägt: Wer diese beiden Posten als generische Kategorien nachbaut, verliert die Automatik – etwa die Erinnerung an die Novemberfrist oder die Rückstellungslogik für die Steuerrechnung.
Der Umzug von MoneyControl in der Praxis
MoneyControl exportiert Buchungen als CSV. Der Export enthält Datum, Betrag, Kategorie und Notiz — damit lässt sich die Historie vollständig übernehmen. Was nicht mitkommt: die Kategorienstruktur, wiederkehrende Buchungen und Budgetgrenzen. Diese drei muss man neu anlegen, und das ist ein bis zwei Stunden Arbeit.
Ein Rat aus der Praxis: Übernimm nicht alles. Zwölf Monate Historie genügen, um Durchschnitte und wiederkehrende Posten zu erkennen; ältere Daten machen den Import länger und die Auswertung nicht besser. Wer fünf Jahre mitschleppt, verbringt den ersten Abend mit Kategorienzuordnung statt mit dem Budget.
Wann MoneyControl die bessere Wahl bleibt
Wer nur Ausgaben nachträglich erfassen und am Monatsende eine Auswertung sehen will, braucht keinen Wechsel. MoneyControl macht das seit Jahren zuverlässig, ist günstiger und in der Bedienung schlanker. Ein Wechsel lohnt sich, wenn drei Dinge zutreffen: mehrere Personen im Haushalt sollen dieselben Zahlen sehen, es geht um Planung statt Rückblick, und die Schweizer Jahresposten — Steuern, Franchise, Serafe — sollen als eigene Rückstellungen geführt werden.
Trifft davon nichts zu, ist der Wechsel Aufwand ohne Gegenwert. Das gilt auch dann, wenn die Alternative objektiv mehr kann: Funktionen, die man nicht nutzt, verbessern kein Budget.
