Was ein Finanzplaner leistet
Übersicht über Einnahmen, Ausgaben, Budgets und Ziele – vorausschauend statt rückblickend.
Privat statt vernetzt
BudgetHub plant ohne Bankverknüpfung.
In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.
Planen statt nachtragen
Ein Finanzplaner unterscheidet sich von einem Haushaltsbuch durch den Zeithorizont: Er bildet nicht nur den laufenden Monat ab, sondern Rückstellungen, Sparziele und absehbare grössere Ausgaben. Bei CHF 9'600 Jahressteuer und CHF 3'600 Ferienbudget sind das CHF 1'100 im Monat, die vorausgeplant gehören.
Was BudgetHub kostet
Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und ohne Kreditkarte nutzbar – er deckt Budget, Kategorien und Auswertung ab. Die bezahlten Pläne liegen bei CHF 6.90 im Monat oder CHF 69 im Jahr für Einzelpersonen und CHF 11.90 im Monat oder CHF 119 im Jahr für Familien mit gemeinsamen Bereichen.
Beim Preis lohnt die Frage, wie sich ein Anbieter sonst finanziert. Kostenlose Finanz-Apps verdienen häufig über Vermittlungsprovisionen oder ausgewertete Transaktionsdaten – beides beeinflusst, was sie empfehlen. Ein Abo ist in dieser Hinsicht die transparentere Variante: Du weisst, wofür du zahlst, und bist nicht das Produkt.
Finanzplanung ist mehr als Budget
Ein Budget deckt den Monat ab. Finanzplanung deckt Jahrzehnte ab: Vorsorgelücke, Wohneigentum, Pensionierung, Absicherung bei Invalidität und Tod. Beides gehört zusammen, ist aber nicht dasselbe.
Praktisch beginnt es trotzdem beim Budget. Wer nicht weiss, wie viel monatlich übrig bleibt, kann keine Vorsorgelücke schliessen – der Betrag dafür kommt aus demselben Topf.
Die fünf Auswahlkriterien
Unabhängig vom Anbieter entscheiden diese fünf Punkte darüber, ob ein Werkzeug im Alltag durchgehalten wird:
- Passt die Methode zu dir? Zero-Based gibt Struktur, nachverfolgende Ansätze verlangen weniger Pflege.
- Sind Schweizer Besonderheiten abgebildet – Krankenkasse, Steuerrückstellung, Säule 3a, Serafe?
- Kannst du deine Daten jederzeit exportieren? Ohne Export bist du an den Anbieter gebunden.
- Wie finanziert sich der Anbieter? Werbung und Vermittlungsprovisionen beeinflussen Empfehlungen.
- Braucht es eine Bankanbindung, oder geht es auch ohne?
Was Schweizer Haushalte zusätzlich brauchen
Zwei Posten unterscheiden ein Schweizer Budget von fast jeder ausländischen Vorlage: die Krankenkassenprämie, die pro Kopf privat bezahlt wird, und die Steuern, die nicht an der Quelle abgezogen, sondern separat in Rechnung gestellt werden.
Zusammen machen sie für einen mittleren Haushalt CHF 1'000 bis 1'500 im Monat aus. Ein Werkzeug, das sie nicht als eigene Kategorien vorsieht, führt verlässlich zu einem Budget, das im Frühling nicht mehr stimmt.
Wo die Software aufhört und Beratung anfängt
Für die laufende Haushaltsplanung braucht es keine Beratung: Budget, Rückstellungen, Sparziele und Auswertung sind Rechenarbeit, und die macht Software besser und billiger als ein Mensch. Bei vier Themen ist das anders, und zwar aus einem gemeinsamen Grund — sie sind einmalig, teuer und schwer korrigierbar.
Erstens der Kauf von Wohneigentum: Tragbarkeit, Amortisationsart und Hypothekenstrategie wirken über Jahrzehnte. Zweitens die Pensionierungsplanung, insbesondere die Entscheidung zwischen Kapitalbezug und Rente und deren steuerliche Staffelung. Drittens Erbschaft und Nachlass. Viertens die Selbstständigkeit mit ihren Vorsorge- und Steuerfragen.
Bei diesen vier lohnt sich eine einmalige Beratung, und sie ist günstiger als ihr Ruf: Eine Stunde bei einer unabhängigen Stelle kostet deutlich weniger als ein falsch gestaffelter Kapitalbezug.
Unabhängig beraten oder Produkte verkaufen
Der Unterschied liegt in der Vergütung. Honorarberatung wird von der Kundin bezahlt und verkauft nichts; Vermittlung wird vom Produktanbieter bezahlt. Beides ist zulässig, führt aber zu unterschiedlichen Empfehlungen — eine Beratung, die nur bei Abschluss verdient, empfiehlt selten, nichts zu tun.
Die einfachste Prüffrage vor dem Termin: Wie werden Sie für dieses Gespräch entschädigt? Eine klare Antwort ist ein gutes Zeichen; eine ausweichende ist die Antwort selbst. Bei knappem Budget gibt es zudem die kantonalen Budgetberatungsstellen, die kostenlos oder gegen einen kleinen Beitrag arbeiten und keine Produkte verkaufen.
