Worauf es ankommt
Schweizer Bezug (CHF, Krankenkasse, 3a), Datenschutz, einfache Bedienung und ein fairer Free-Plan sind entscheidend.
BudgetHub erfüllt alle Kriterien
Keine Bankverknüpfung, nach DSG/DSGVO entwickelt, Hubs für Paare und Familien, als PWA installierbar – plus BudgetAI.
In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.
Was den Schweizer Bezug ausmacht
CHF-native Rechnung, Krankenkassenprämie und Säule 3a als eigene Konzepte, Serafe als Rückstellung und kantonale Steuerlogik. Zusammen sind das CHF 1'000 bis 1'500 im Monat, die internationale Apps nur als generische Kategorien abbilden.
Was BudgetHub kostet
Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und ohne Kreditkarte nutzbar – er deckt Budget, Kategorien und Auswertung ab. Die bezahlten Pläne liegen bei CHF 6.90 im Monat oder CHF 69 im Jahr für Einzelpersonen und CHF 11.90 im Monat oder CHF 119 im Jahr für Familien mit gemeinsamen Bereichen.
Der Vergleichsmassstab sollte nicht die Featureliste sein, sondern die Funktionen, die du im letzten Monat tatsächlich genutzt hast. Ein Abo lohnt sich, wenn es eine wiederkehrende Aufgabe abnimmt – nicht, weil es mehr kann.
Was «Finanz-App» alles meinen kann
Der Begriff deckt drei sehr verschiedene Dinge ab: Banking-Apps für Zahlungen, Anlage-Apps für Wertschriften und Budget-Apps für die Haushaltsplanung. Sie lösen unterschiedliche Probleme und lassen sich schlecht vergleichen.
Für die Frage «wohin geht mein Geld» ist die Budget-App zuständig. Anlage und Zahlungsverkehr sind eigene Themen – und der Versuch, alles in einem Werkzeug abzudecken, führt meist dazu, dass eines davon schlecht abgedeckt ist.
Die fünf Auswahlkriterien
Unabhängig vom Anbieter entscheiden diese fünf Punkte darüber, ob ein Werkzeug im Alltag durchgehalten wird:
- Passt die Methode zu dir? Zero-Based gibt Struktur, nachverfolgende Ansätze verlangen weniger Pflege.
- Sind Schweizer Besonderheiten abgebildet – Krankenkasse, Steuerrückstellung, Säule 3a, Serafe?
- Kannst du deine Daten jederzeit exportieren? Ohne Export bist du an den Anbieter gebunden.
- Wie finanziert sich der Anbieter? Werbung und Vermittlungsprovisionen beeinflussen Empfehlungen.
- Braucht es eine Bankanbindung, oder geht es auch ohne?
Was Schweizer Haushalte zusätzlich brauchen
Zwei Posten unterscheiden ein Schweizer Budget von fast jeder ausländischen Vorlage: die Krankenkassenprämie, die pro Kopf privat bezahlt wird, und die Steuern, die nicht an der Quelle abgezogen, sondern separat in Rechnung gestellt werden.
Zusammen machen sie für einen mittleren Haushalt CHF 1'000 bis 1'500 im Monat aus. Ein Werkzeug, das sie nicht als eigene Kategorien vorsieht, führt verlässlich zu einem Budget, das im Frühling nicht mehr stimmt.
Vier Kategorien, die alle «Finanz-App» heissen
Der Begriff deckt vier verschiedene Produkte ab, die kaum etwas gemeinsam haben. Budget-Apps planen Einnahmen und Ausgaben. Banking-Apps zeigen Konten und Zahlungen eines Instituts. Neobanken sind Konten mit App. Anlage-Apps verwalten Wertschriften. Wer «Finanz-App Schweiz» sucht, bekommt alle vier gemischt und vergleicht dann Produkte, die verschiedene Fragen beantworten.
Die Abgrenzung ist praktisch relevant, weil sie über den Nutzen entscheidet. Eine Banking-App zeigt, was auf einem Konto passiert ist — nützlich für den Rückblick, unbrauchbar für die Planung über mehrere Konten und Personen hinweg. Eine Anlage-App sagt nichts darüber, ob der Monat aufgeht. Und eine Neobank ersetzt kein Budget, auch wenn sie Ausgaben nach Kategorien darstellt.
Wo Schweizer Recht die Auswahl einschränkt
Zwei Punkte werden regelmässig übersehen. Erstens: Anbieter mit Bankanbindung brauchen für den Kontozugriff eine Bewilligung oder arbeiten über einen lizenzierten Dienstleister wie bLink. Wer als Nutzerin einer App die E-Banking-Zugangsdaten direkt gibt, verstösst in der Regel gegen die Bankbedingungen — mit Folgen für die Haftung im Schadenfall.
Zweitens: Das revidierte Datenschutzgesetz verlangt Transparenz über Bearbeitung und Bekanntgabe, nicht aber einen Serverstandort in der Schweiz. «Schweizer App» ist keine geschützte Bezeichnung. Wer Wert auf inländische Datenhaltung legt, muss in der Datenschutzerklärung nachsehen, wo die Server stehen und ob Daten an Dritte fliessen.
