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Sparen

Wie viel sollte ich monatlich sparen in der Schweiz? (2026)

Kurz beantwortet: Als Faustregel solltest du rund 20 % deines Netto-Einkommens sparen – beim Schweizer Medianlohn sind das etwa CHF 1'000 pro Monat. Die 50/30/20-Regel teilt das Einkommen in 50 % Fixkosten, 30 % Wünsche und 20 % Sparen/Schulden­abbau.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Januar 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Wie viel Prozent vom Lohn sparen?

Kurz: Eine bewährte Orientierung ist die 50/30/20-Regel – rund 20 % des Netto-Einkommens fürs Sparen und für den Schuldenabbau. Bei einem Schweizer Medianlohn von etwa CHF 7'000 brutto (netto je nach Abzügen tiefer) bedeutet das grob CHF 800–1'100 pro Monat.

Wichtig ist nicht die exakte Prozentzahl, sondern dass du überhaupt einen festen Betrag zuerst beiseitelegst – «pay yourself first». Wer erst am Monatsende schaut, was übrig bleibt, spart erfahrungsgemäss weniger.

  • 50 % Fixkosten (Miete, Krankenkasse, Versicherungen, Abos)
  • 30 % variable Wünsche (Freizeit, Shopping, Auswärts essen)
  • 20 % Sparen & Rücklagen (Notgroschen, Säule 3a, Ziele)

Was tun, wenn 20 % unrealistisch sind?

In Hochkostenregionen oder bei tiefem Einkommen sind 20 % nicht immer machbar. Dann gilt: Starte mit dem, was geht – auch CHF 100 im Monat bauen über Jahre einen Notgroschen auf. Wichtiger als die Höhe ist die Regelmässigkeit. Erhöhe den Sparbetrag, sobald Fixkosten sinken oder das Einkommen steigt.

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Wie belastbar diese Zahl ist

Es handelt sich um eine Bandbreite, nicht um einen Zielwert. Wer darüber oder darunter liegt, macht nichts falsch – entscheidend ist, ob das eigene Budget insgesamt aufgeht und ob der Posten bewusst gewählt ist.

Die grössten Abweichungen entstehen durch Wohnregion, Haushaltsgrösse und persönliche Prioritäten. Wer in Zürich wohnt, liegt bei den meisten Posten am oberen Rand; in ländlichen Regionen ist der untere realistisch – bei der Miete können das für dieselbe Wohnungsgrösse CHF 800 im Monat Unterschied sein.

Die Reihenfolge zählt mehr als die Höhe

Zuerst ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben, dann teure Schulden abbauen, dann Vorsorge über die Säule 3a, zuletzt freie Ziele. Wer diese Reihenfolge umdreht, hat gebundenes Geld und trotzdem keinen Puffer.

Innerhalb dieser Reihenfolge gilt: Ein tieferer Betrag, der jeden Monat kommt, ist mehr wert als ein hoher mit Unterbrüchen. Stetigkeit schlägt Höhe, weil sie den Zinseszins ununterbrochen arbeiten lässt.

Der Zeitpunkt entscheidet

Der Sparbetrag gehört an den Tag des Lohneingangs, nicht ans Monatsende. Wer den Rest spart, spart im Schnitt deutlich weniger als wer vorab abzieht – der Konsum passt sich an das an, was sichtbar verfügbar ist.

Der wirksamste Moment für eine Erhöhung ist die nächste Lohnerhöhung. Wer den Zuwachs umleitet, bevor er sich daran gewöhnt, hebt die Sparquote ohne spürbare Einschränkung.

Was den Wert nach oben treibt

Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.

Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent vom Einkommen sollte man sparen?+

Als Richtwert rund 20 % des Netto-Einkommens, gemäss der 50/30/20-Regel. Wichtiger als die exakte Zahl ist, regelmässig zuerst zu sparen.

Wie viel sparen beim Schweizer Medianlohn?+

Beim Medianlohn von rund CHF 7'000 brutto sind etwa CHF 800–1'100 netto pro Monat ein guter Zielbereich.

Was, wenn ich keine 20 % sparen kann?+

Dann starte kleiner – auch CHF 100 im Monat zählen. Entscheidend ist die Regelmässigkeit, nicht die Höhe. Erhöhe den Betrag, sobald es das Budget zulässt.

Wie viel Prozent soll ich sparen?+

Als Orientierung 10 bis 20 Prozent des Nettoeinkommens. Wichtiger als die Höhe ist, dass der Betrag jeden Monat kommt.

Wann soll der Sparbetrag abgebucht werden?+

Am Tag des Lohneingangs. Was am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt in der Praxis selten übrig.

Warum liegen meine Kosten über dem Richtwert?+

Meist wegen Wohnregion, Haushaltsgrösse oder externer Dienstleistungen. Städtische Zentren liegen bei fast jedem Posten über dem Durchschnitt.

Zur Methodik: Die genannten Richtwerte basieren auf etablierten Schweizer Budgetregeln (Budgetberatung Schweiz, BFS-Niveau, gängige Faustregeln) und sind bewusst als Orientierung deklariert – keine individuelle Beratung. Deine konkreten Zahlen hängen von Region, Haushalt und Lebensstil ab.

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