Grundlagen

Sparquote: Definition, Berechnung & Richtwerte

Was die Sparquote aussagt, wie du sie berechnest und welcher Wert in der Schweiz realistisch ist.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Januar 2026

Definition & Formel

Die Sparquote ist der Anteil deines Einkommens, den du sparst: Sparbetrag ÷ Netto-Einkommen × 100. Sie misst, wie viel finanziellen Spielraum du dir schaffst.

Richtwerte

Ab 10% bist du auf einem guten Weg, 20% sind solide. Wichtiger als die exakte Zahl ist Beständigkeit. Berechne deine mit dem Sparquoten-Rechner.

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Was ist die Sparquote – und wie berechne ich sie?

Die Sparquote ist der Anteil des Nettoeinkommens, der am Monatsende tatsächlich gespart wird. Die Formel ist simpel: (Einnahmen − Ausgaben) ÷ Einnahmen × 100. Bei CHF 6'000 netto und CHF 5'100 Ausgaben liegt die Sparquote bei 15 %.

Entscheidend ist, was als Sparen zählt. Rückstellungen für Steuern gehören nicht dazu – das ist aufgeschobene Ausgabe, kein Vermögensaufbau. Einzahlungen in Säule 3a und Amortisationen einer Hypothek zählen hingegen mit, weil sie das Vermögen erhöhen.

Welche Sparquote ist realistisch?

Als Richtwert gelten 10–20 % des Nettoeinkommens. In der Schweiz ist das anspruchsvoller als in vielen Ländern, weil Krankenkasse und Steuern zusätzlich aus dem Netto bezahlt werden. Die folgende Einordnung hilft bei der ehrlichen Standortbestimmung (Stand 2026).

SparquoteEinordnungBei CHF 6'000 netto
unter 5 %Kritisch – kein Puffer für Unerwartetesunter CHF 300
5–10 %Solide Basis, Notgroschen wächst langsamCHF 300–600
10–20 %Guter Richtwert für die meisten HaushalteCHF 600–1'200
über 20 %Ambitioniert, ermöglicht Vermögensaufbauüber CHF 1'200

Wie erhöhe ich die Sparquote wirksam?

Nicht über viele kleine Verzichte, sondern über wenige strukturelle Entscheide. Die drei grössten Hebel im Schweizer Haushalt sind Wohnen, Krankenkasse und Steuern – sie werden einmal angepasst und wirken danach jeden Monat.

Der zweite Hebel ist die Reihenfolge: Wer den Sparbetrag am Zahltag per Dauerauftrag abbucht, erreicht die Zielquote zuverlässig. Wer am Monatsende schaut, was übrig bleibt, kommt im Schnitt auf deutlich weniger – dieselbe Person, dasselbe Einkommen.

Häufige Fragen

Was ist eine gute Sparquote?+

10–20% gelten als gut. Entscheidend ist, dass du regelmässig sparst – auch kleine Beträge summieren sich.

Wie hoch ist die durchschnittliche Sparquote in der Schweiz?+

Die Haushaltsbudgeterhebung des Bundesamts für Statistik weist für Schweizer Haushalte im Mittel eine Sparquote im mittleren einstelligen bis unteren zweistelligen Prozentbereich aus. Der Durchschnitt ist allerdings stark vom Einkommen abhängig – untere Einkommensgruppen sparen im Mittel praktisch nichts.

Zählen Steuerrückstellungen zur Sparquote?+

Nein. Zurückgelegtes Geld für die Steuerrechnung ist eine aufgeschobene Ausgabe, kein Vermögensaufbau. Wer Steuerrückstellungen mitrechnet, überschätzt die eigene Sparquote systematisch.

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