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Zusammenziehen: Kosten fair teilen – die 3 Modelle

Die kurze Antwort: Es gibt drei bewährte Modelle, gemeinsame Kosten zu teilen – 50/50, einkommensproportional oder Drei-Konten-Modell. Welches passt, hängt vom Lohnunterschied ab: Ab etwa 20 % Differenz fühlt sich 50/50 schnell unfair an.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Hauptseite zum Thema: Budget-App für Paare – dort findest du den vollständigen Überblick.

Modell 1: 50/50 – einfach, aber nur bei ähnlichen Löhnen fair

Jede:r zahlt die Hälfte von Miete, Nebenkosten, Lebensmitteln, Serafe und gemeinsamen Abos. Funktioniert reibungslos bei ähnlichen Einkommen – bei grösseren Unterschieden spart die eine Person locker, während die andere am Limit lebt.

Modell 2: Einkommensproportional – das Fairness-Modell

Gemeinsame Kosten werden im Verhältnis der Nettolöhne geteilt: Verdient A CHF 6'000 und B CHF 4'000, trägt A 60 % der gemeinsamen Ausgaben. Beide behalten denselben relativen Spielraum – das Modell, das Paarkonflikte am zuverlässigsten entschärft.

Modell 3: Drei Konten – gemeinsam UND unabhängig

Jede:r überweist den vereinbarten Beitrag (50/50 oder proportional) auf ein Gemeinschaftskonto für alle Fixkosten; der Rest bleibt privat. Kein «Wer hat was bezahlt?», keine Diskussion über private Ausgaben – nur der gemeinsame Topf wird geführt.

Genau dafür ist ein gemeinsamer Budget-Hub gebaut: Beide sehen dieselben Zahlen, die Aufteilung ist transparent. Startet euren gemeinsamen Hub kostenlos in BudgetHub.

Die Rechnung vor dem Zusammenziehen

Zusammenziehen senkt die Kosten pro Person spürbar: Statt zweimal CHF 1'400 für je eine Einzimmerwohnung fallen einmal CHF 1'900 für eine grössere an – pro Person CHF 950 statt CHF 1'400. Was sich nicht halbiert, sind Krankenkasse, Handy und persönliche Ausgaben.

Was BudgetHub kostet

Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos und ohne Kreditkarte nutzbar – er deckt Budget, Kategorien und Auswertung ab. Die bezahlten Pläne liegen bei CHF 6.90 im Monat oder CHF 69 im Jahr für Einzelpersonen und CHF 11.90 im Monat oder CHF 119 im Jahr für Familien mit gemeinsamen Bereichen.

Der Vergleichsmassstab sollte nicht die Featureliste sein, sondern die Funktionen, die du im letzten Monat tatsächlich genutzt hast. Ein Abo lohnt sich, wenn es eine wiederkehrende Aufgabe abnimmt – nicht, weil es mehr kann.

Was beim Zusammenziehen einmalig anfällt

Kaution von bis zu drei Monatsmieten, Umzug, gemeinsame Möbel und doppelte Mietzinsen während der Überschneidung. Zusammen schnell CHF 5'000 bis 9'000 – und die neue Kaution ist fällig, bevor die alten frei werden.

Laufend ändert sich weniger als erwartet: Miete und Nebenkosten teilen sich, Krankenkasse und Handy bleiben pro Person. Die Ersparnis liegt typischerweise bei CHF 400 bis 700 pro Person und Monat.

Rückstellungen sind der eigentliche Unterschied

Fixkosten und variable Ausgaben sind in jedem Haushalt schnell erfasst. Woran gemeinsame Budgets scheitern, sind die Posten dazwischen: Steuern, Zahnarzt und Selbstbehalt für mehrere Personen, Serafe, Ferien, Schulkosten. Sie kommen jährlich und treffen dann beide.

Die Lösung ist mechanisch: Jahresbetrag durch zwölf, als Fixposten geführt. Bei einer Familie sind es eher CHF 900 bis 1'400 monatlich, weil Zahnarzt, Selbstbehalt und Schulkosten pro Kind anfallen. Wer diesen Betrag als gemeinsame Position führt, muss ihn nicht jedes Mal neu aushandeln.

Was Schweizer Haushalte zusätzlich brauchen

Zwei Posten machen ein Schweizer Familienbudget aus, und beide skalieren mit der Personenzahl: die Krankenkassenprämie, die für jedes Haushaltsmitglied einzeln anfällt, und die Steuern, die separat in Rechnung gestellt werden statt an der Quelle abgezogen.

In einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern sind es schnell CHF 1'800 bis 2'400 im Monat, weil die Prämie pro Kopf anfällt. Genau deshalb kippen Familienbudgets nach ausländischer Vorlage besonders zuverlässig: Sie kennen keinen Posten, der sich mit der Personenzahl vervielfacht.

Häufige Fragen

Wie teilt man Kosten beim Zusammenziehen fair auf?+

Bei ähnlichen Löhnen 50/50, bei Unterschieden ab ~20 % einkommensproportional. Das Drei-Konten-Modell (gemeinsames Konto für Fixkosten, Rest privat) funktioniert mit beiden Schlüsseln.

Sollten wir ein gemeinsames Konto eröffnen?+

Für gemeinsame Fixkosten: ja, es vereinfacht alles. Komplett zusammenlegen ist Geschmackssache – das Drei-Konten-Modell bewahrt Unabhängigkeit.

Wie viel spart man beim Zusammenziehen?+

Bei den Wohnkosten oft CHF 400 bis 500 pro Person. Krankenkasse, Handy und persönliche Ausgaben bleiben unverändert.

Wie teilen wir die Kosten auf?+

Bei ähnlichen Einkommen hälftig, bei ungleichen anteilig zum Nettoeinkommen. Die Entscheidung gehört vor den Einzug, nicht danach.

Welche Posten fehlen in den meisten Budgets?+

Rückstellungen für Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt und Serafe. Bei einem mittleren Haushalt CHF 500 bis 900 im Monat.

Woran erkenne ich eine gute Budget-App?+

An der passenden Methode, an Schweizer Kategorien wie Krankenkasse und Steuerrückstellung, an der Exportmöglichkeit und an einer transparenten Finanzierung des Anbieters.

Womit fange ich an?+

Mit einem Monat Erfassung ohne Bewertung. Danach Fixkosten und Rückstellungen zusammenzählen – der Rest ist der reale Spielraum. Erst im dritten Monat lohnt die Feinjustierung.

Gemeinsames Budget, getrennte Konten

Die meisten Konflikte ums Geld entstehen nicht aus unterschiedlichen Beträgen, sondern aus fehlender Transparenz. Ein geteiltes Budget löst das, ohne dass jemand sein Konto offenlegen muss.