Habe ich im Kanton Genf Anspruch auf Prämienverbilligung?
Kurz gesagt: Im Kanton Genf richtet sich der Anspruch nach Einkommensgrenzen: Als Richtwert liegt die obere Grenze bei rund CHF 42'000 für Einzelpersonen und CHF 78'000 für Familien mit Kindern (massgebendes Einkommen, nach Abzügen). Massgebend ist nicht dein Bruttolohn, sondern das steuerbare bzw. massgebende Einkommen nach den zulässigen Abzügen – also ungefähr das, was am Ende deiner Steuererklärung übrig bleibt.
Die individuelle Prämienverbilligung (IPV) ist eine kantonale Leistung. Bund und Kantone finanzieren sie gemeinsam, aber jeder Kanton legt die Einkommensgrenzen, die Höhe und das Verfahren selbst fest. Deshalb können sich Anspruch und Betrag von Kanton zu Kanton erheblich unterscheiden – ein Umzug über die Kantonsgrenze ändert deine Situation unter Umständen deutlich.
Wichtig: Rund 30 % aller Versicherten in der Schweiz erhalten eine Prämienverbilligung. Es lohnt sich also, den Anspruch zu prüfen, statt von vornherein davon auszugehen, dass man keinen hat.
Wie viel Prämienverbilligung gibt es in Genf?
Die Höhe hängt von deinem Einkommen, deinem Vermögen und der Haushaltsgrösse ab. Als grobe Orientierung: Eine vierköpfige Familie im Kanton Genf spart je nach Situation rund CHF 4'000 bis CHF 8'000 pro Jahr.
Für Kinder ist die Entlastung besonders gross: In den meisten Kantonen zahlen anspruchsberechtigte Familien für minderjährige Kinder nur einen kleinen Teil der Prämie selbst, der Rest wird übernommen. Genf hat eine der höchsten Durchschnittsprämien der Schweiz (rund CHF 490/Monat 2026), entsprechend grosszügiger ist die Verbilligung.
Die Verbilligung wird in der Regel direkt an deine Krankenkasse ausbezahlt und mit der Prämie verrechnet – du bekommst also nicht Geld aufs Konto, sondern zahlst eine tiefere Prämie.
Antrag stellen in Genf: Frist und Vorgehen
Genf prüft den Anspruch weitgehend automatisch anhand deiner Steuerdaten – viele Haushalte müssen keinen separaten Antrag stellen. Trotzdem lohnt sich eine eigene Kontrolle, da sich Einkommensänderungen verzögert auswirken.
Grundlage der Berechnung ist die letzte rechtskräftige Steuerveranlagung. Wenn sich deine Einkommens- oder Familiensituation ändert (Jobverlust, Geburt, Trennung), solltest du das der zuständigen Stelle melden – so wird die Verbilligung angepasst und du vermeidest Rückforderungen.
- Zuständige Stelle: SAM Genève
- Antragsfrist: Automatische Prüfung anhand Steuerdaten
- Prüfung erfolgt automatisch anhand der Steuerdaten
- Basis: massgebendes Einkommen der letzten Steuerveranlagung
Was die Verbilligung für dein Budget bedeutet
Die Krankenkasse ist für die meisten Schweizer Haushalte einer der grössten Fixkostenblöcke. Die mittlere Prämie liegt 2026 bei rund CHF 393 pro Monat – über das Jahr also fast CHF 4'700. Eine Prämienverbilligung kann diesen Block spürbar senken.
Entscheidend fürs Budget ist, dass du mit der effektiven Prämie nach Verbilligung rechnest – nicht mit dem Bruttobetrag. Sonst planst du zu pessimistisch. Trage deine effektive Prämie und eine allfällige Verbilligung in BudgetHub ein – so siehst du sofort, wie viel dir nach Abzug der Verbilligung real bleibt. Kostenlos, ohne Bankverbindung.
